Todesangst in schwindelnder Höhe: Kolumbien-Erdbeben lässt Passagiere stundenlang in Seilbahn hängen
wa.deWeltStand: 12.08.2026, 14:29 UhrKommentareUns auf Google folgenKabinen einer Seilbahn (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpaEin gewaltiges Erdbeben erschütterte Kolumbien und forderte hunderte Todesopfer. Mi...
- 2 min read
Stand: 12.08.2026, 14:29 Uhr
Kommentare

Ein gewaltiges Erdbeben erschütterte Kolumbien und forderte hunderte Todesopfer. Mitten im Chaos erlebten Insassen einer Seilbahn Todesangst.
Bogotá – Ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,4 erschütterte Kolumbien und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Dieses Beben gilt als das schwerste in der jüngeren Geschichte des Landes und traf besonders die südwestliche Region, darunter Städte wie Cali, Pereira und Quibdó.
Nach ersten Angaben kamen mindestens 250 Menschen ums Leben, und Hunderte wurden teils schwer verletzt. Da das Epizentrum etwa 400 Kilometer westlich von Bogotá nahe San José del Palmar lag, waren die Erschütterungen in der gesamten Region deutlich spürbar. Rettungskräfte suchen unermüdlich nach Überlebenden, berichtet Milenio.com.
Todesangst in schwindelnder Höhe
Mitten im Erdbeben spielten sich in den bergigen Regionen dramatische Szenen ab: In Manizales saßen zahlreiche Passagiere hoch oben im Seilbahnsystem fest. Aufnahmen in den sozialen Medien zeigen, wie die Kabinen gefährlich hin und her schwankten, während die Insassen panisch beteten und sich verzweifelt an den Stützen festklammerten. Das Personal des Nahverkehrs versuchte vergeblich, die Verängstigten über Funk zu beruhigen, berichten lokale Medien. In der Nachbarstadt Pereira mussten 16 Passagiere sogar sechs Stunden lang in der Luft ausharren, ehe sie gerettet werden konnten.
Katastrophenfall ausgerufen
Die Katastrophe hat das Land ins Chaos gestürzt. Zahlreiche Wohnhäuser und historische Bauwerke sind eingestürzt, sodass tausende Menschen auf einen Schlag obdachlos wurden. Rettungsteams arbeiten unermüdlich daran, verschüttete Personen zu finden und zu bergen. Die kolumbianische Regierung hat inzwischen den nationalen Katastrophenfall ausgerufen. Die Zerstörung von Straßen und die Beschädigung der Infrastruktur erschweren die Bergungsarbeiten jedoch erheblich, während die Zahl der Opfer weiterhin steigt, berichtet Enikos.gr.