Valérie Dittli kandidiert 2027 – Mitte-Partei reagiert mit Kritik

Publiziert16. August 2026, 20:32Waadt«Sie handelt im Alleingang»: Dittlis Kandidatur sorgt für KritikValérie Dittli will 2027 erneut in den Waadtländer Staatsrat. Ihre Ankündigung sorgt bei der eigenen Partei f...

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Valérie Dittli kandidiert 2027 – Mitte-Partei reagiert mit Kritik

Publiziert16. August 2026, 20:32

Waadt«Sie handelt im Alleingang»: Dittlis Kandidatur sorgt für Kritik

Valérie Dittli will 2027 erneut in den Waadtländer Staatsrat. Ihre Ankündigung sorgt bei der eigenen Partei für Kritik und bringt die Pläne der Rechten durcheinander.

Gabriel Nista

Valérie Dittlis Entscheidung hat Reaktionen aus dem linken und rechten politischen Spektrum ausgelöst.

Valérie Dittlis Entscheidung hat Reaktionen aus dem linken und rechten politischen Spektrum ausgelöst.20min/François Melillo

Darum gehts

  • Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli (Mitte) hat bestätigt, dass sie 2027 für eine zweite Amtszeit kandidieren will.
  • Ihre eigene Partei ist verärgert: Parteipräsident Giancarlo Sergi kritisiert, sie handle «im Alleingang».
  • Am 2. September entscheiden die Parteimitglieder, ob sie Dittlis Kandidatur unterstützen.

Die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli hat am Wochenende bestätigt, dass sie 2027 für eine zweite Amtszeit kandidieren will. Aber die Art und Weise ihrer Ankündigung kommt bei ihrer eigenen Partei, der Mitte, schlecht an.

Parteipräsident Giancarlo Sergi sagt, er sei erst am Samstagabend über die Ankündigung informiert worden, die in der Sonntagspresse veröffentlicht werden sollte. «Wir haben den Eindruck, dass sie im Alleingang handelt.»

Laut Grangier profitieren die Linken

Am 2. September müssen die Parteimitglieder entscheiden, ob sie Dittlis Kandidatur unterstützen. «24 heures» hat Reaktionen aus den verschiedenen politischen Lagern des Kantons eingeholt. Auch für die Rechte macht Dittlis Ankündigung die Bildung eines Bündnisses schwieriger. Kevin Grangier, Präsident der Alliance Vaudoise, «bedauert zutiefst» die Schwierigkeiten der Mitte-Rechts-Parteien, sich zusammenzuschliessen. Er ist der Ansicht, dass diese Situation vor allem den Linken zugutekommt.

Mehr auf Karriere als Gemeinwohl ausgerichtet

Bei der FDP erinnert Florence Bettschart-Narbel daran, dass ihre Partei bereits ein «klar definiertes» Bündnis mit der SVP habe, obwohl es auch liberal-radikale Unterstützung für Valérie Dittli gibt.

Auf der linken Seite fallen die Reaktionen offensiver aus. Die Grünen sehen Dittlis Kandidatur als Fortsetzung einer «chaotischen» Legislaturperiode und wollen die Spaltung der politischen Gegner nutzen, um die Regierungsmehrheit zurückzugewinnen. Die SP kritisiert vor allem das Vorgehen der Ministerin, die als «eher auf ihre Karriere als auf das Kollektiv ausgerichtet» gilt.

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Gabriel Nista

Gabriel Nista (gni), geboren 1995, ist seit 2021 Videojournalist im visuellen Bereich (Video) bei 20 Minuten.

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