Sie war eigentlich schon raus, jetzt kämpft sie ums Finale: Geretsriederin (20) will tz-Wiesn-Madl werden
StartseiteLokalesGeretsried-WolfratshausenGeretsriedStand: 24.08.2026, 19:00 UhrKommentareUns auf Google folgenAnna-Sophie Wipper bewirbt sich um den Titel tz-Wiesn-Madl. Für das Halbfinale musste schnell ein n...
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Stand: 24.08.2026, 19:00 Uhr
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Anna-Sophie Wipper aus Geretsried will tz-Wiesn-Madl werden. Holt sie genug Stimmen, steht die 20-Jährige im Finale.
Geretsried – Während viele Bewerberinnen schon lange davon träumen, tz-Wiesn-Madl zu werden, fiel bei Anna-Sophie Wipper der Entschluss recht spontan. Große Chancen hatte sie sich nicht ausgerechnet. Aber jetzt hat die Geretsriederin der Ehrgeiz gepackt. Die 20-Jährige hat es unter die Top 25 geschafft. Holt sie diese Woche noch genug Stimmen, steht sie im Finale.
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Sie war eigentlich schon raus, jetzt kämpft sie ums Finale: Geretsriederin (20) will tz-Wiesn-Madl werden
„Ich habe den Aufruf zur Bewerbung auf Instagram gesehen“, erzählt die junge Frau. Das war um 2 Uhr nachts. „Aber ich war nüchtern“, betont die Geretsriederin und lacht. Die tz sucht jedes Jahr das Wiesn-Madl. Die Gewinnerin darf sich auf Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro freuen. Für Wipper hat die Wiesn etwas Magisches. „Vor allem, wenn man jung ist“, sagt sie. „Alles ist bunt und laut. Man hat dort einfach eine gute Zeit.“ Erhofft habe sie sich bei dem Wettbewerb am Anfang nichts. „Dann bin ich immer weiter gekommen.“
Ich hab‘ so Bock drauf.
Sie erhielt zu wenig Stimmen
Schnell folgte die Enttäuschung: Bei der Abstimmung für die Top 25 sammelte sie nicht genug Stimmen. „Auch die Likes und Kommentare bei Instagram haben es nicht rausgerissen“, erzählt Wipper. „Ich war eigentlich schon raus.“ Doch dann klingelte ihr Telefon. „Ich wurde angerufen, dass ich nachrücken kann, wenn ich Lust habe.“ Eine andere Bewerberin war abgesprungen.
Wipper war zuerst unsicher, ob sie weitermachen soll. „Aber ich habe viel Zuspruch von meiner Familie und Freunden erfahren und dachte mir, das ist eine gute Erfahrung“, so die gelernte Industriemechanikerin, die ab September auf die BOS geht. „Was habe ich zu verlieren?“ Dann musste schnell ein Dirndl her. Denn Wippers Tracht war bei der Schneiderin und in zwei Tagen sollte sie schon im Dirndl in der Spielbank in Garmisch-Partenkirchen stehen. Dort fand vergangene Woche das Halbfinale statt.
Vor dem Halbfinale war die Aufregung groß
„Ich war so aufgeregt am Tag davor“, blickt die 20-Jährige zurück. „Man weiß ja nicht, wie die anderen Mädels so sind.“ Vor Ort war sie begeistert. „Es war eine tolle Stimmung.“ Alle Konkurrentinnen haben einander unterstützt. Wipper hat sogar einer anderen beim Fertigmachen geholfen und der Mitbewerberin die Haare gelockt.
In der Spielbank wartete auf die jungen Frauen ein Fotoshooting. „Die anderen Mädels hatten schon Erfahrung mit Shootings, ich nicht. Ich stehe lieber hinter der Kamera und fotografiere andere“, verrät Wipper. „Es war richtig cool.“ Geshootet wurde unter anderem an den Spieltischen. „Aber weil ich noch nicht 21 bin, durfte ich nicht an die Blackjack-Tische“, erzählt die Geretsriederin. Stattdessen wurde sie mit Cocktail in der Hand an der Bar abgelichtet.
Dann wurde es ernst: Für die Kandidatinnen ging es auf den Laufsteg. „Ich war unfassbar aufgeregt“, berichtet Wipper, „noch dazu war ich eine der letzten.“ Jede lief einzeln die Treppe in der Spielbank hinunter – Wipper hatte sich dafür extra flache Schuhe angezogen – und am Publikum sowie der Jury vorbei. Unten musste sich die 20-Jährige dann vorstellen und sagen, warum sie tz-Wiesn-Madl werden möchte. „Ich will vor allem jüngeren Mädels zeigen, dass man an seine Träume glauben soll“, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Ihr ist wichtig, zu zeigen: „Man muss sich einfach trauen. Und sich nicht von anderen einreden lassen, man wäre schüchtern.“
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Das kann Wipper jetzt nicht mehr von sich behaupten. „Ja, ich war mal schüchtern“, gibt sie zu. „Aber während meiner Ausbildung musste ich mich gegen zehn Buben behaupten.“ Und in der Spielbank sprach sie vor 100 Leuten ins Mikrofon.
Fünf Finalistinnen stehen schon fest
Für fünf der 20 gab es in Garmisch-Partenkirchen bereits eine Wildcard, mit der die Frauen vorzeitig ins Finale einziehen. Wipper muss noch bangen, ob sie am 23. September zu den zwölf Finalistinnen gehören wird. „Ja, ich war schon enttäuscht, dass ich keine Wildcard bekommen habe. Ich bin ein schlechter Verlierer“, gesteht sie. Schwamm drüber: „Jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt.“ Wipper will noch mal alle Kräfte bündeln. „Meine Familie und Verwandte unterstützen mich.“
Das Voting für die letzten Plätze im Finale läuft bis 31. August online auf tz.de/wiesnmadl und auf Instagram @tzwiesnmadl. „Man kann jeden Tag abstimmen“, erklärt die Geretsriederin. Das Finalvoting würde dann am 7. September starten. Wipper weiß: „Es wird schwierig.“ Doch das hält ihre Euphorie nicht auf: „Ich hab‘ so Bock drauf!“