Bissspuren am Arm: Chinesische Judoka sorgt bei Asienspielen für handfesten Skandal

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Bissspuren am Arm: Chinesische Judoka sorgt bei Asienspielen für handfesten Skandal

Skandal bei den Asienspielen: Chinesische Judoka beißt ihre Gegnerin

Stand: 03.10.2026, 16:28 Uhr

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Eine bizarre Szene sorgt bei den Asienspielen für Aufsehen. Judoka Tang Jing beißt ihre Gegnerin in den Arm und wird disqualifiziert – darf kurz darauf aber wieder antreten.

Nagoya – Judo ist für seine intensiven Zweikämpfe bekannt, bei den Asienspielen in Japan ging eine Athletin jetzt aber deutlich zu weit. Im Viertelfinale der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm kam es zwischen der Chinesin Tang Jing und Lokalmatadorin Rin Maeda zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall. Tang biss ihrer japanischen Gegnerin in den Arm und bekam unmittelbar die Konsequenzen zu spüren.

Bei den Asienspielen in Nagoya kam es im Judo zu einem ungewöhnlichen Beiß-Vorfall. Das Bild zeigt einen anderen Kampf.

Bei den Asienspielen in Nagoya kam es im Judo zu einem ungewöhnlichen Beiß-Vorfall. Das Bild zeigt einen anderen Kampf. © Yuichi Yamazaki/AFP

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, machte Maeda den Kampfrichter während des Duells auf den Vorfall aufmerksam. Die Offiziellen überprüften dann Videoaufnahmen der Szene und disqualifizierten Tang wegen unsportlichen Verhaltens. Auf Maedas Arm waren oberhalb des Handgelenks deutliche Spuren zu erkennen. Die chinesische Judoka zeigte sich mit der Entscheidung erst nicht einverstanden, dann reichte sie ihrer Gegnerin die Hand und verließ die Matte.

Deutliche Bissspuren bei Gegnerin zu erkennen

Auch Maki Tsukada, Trainerin der japanischen Frauen-Nationalmannschaft, zeigte sich nach dem ungewöhnlichen Vorfall überrascht. Die Spuren seien trotz eines Schutz-Tapes auf Maedas Arm deutlich sichtbar gewesen. Zeitweise habe sogar die Befürchtung bestanden, dass die Stelle zu bluten beginnen könnte. Eine medizinische Behandlung benötigte die Japanerin aber nicht.

Sportlich ließ sich Maeda von dem Zwischenfall nicht aus der Bahn werfen. Die erst 21-Jährige setzte ihren Weg durch das Turnier fort und sicherte sich am Ende sogar die Goldmedaille in der Klasse bis 70 Kilogramm. Nach ihrem Sieg erklärte sie, erst nur einen leichten Kontakt mit den Zähnen wahrgenommen zu haben, erst danach habe die Stelle mehr geschmerzt.

Für mehr Verwunderung sorgte zwei Tage später Tangs Rückkehr auf die Matte. Die Disqualifikation bedeutete wohl keine Sperre für den weiteren Verlauf der Asienspiele. Am Samstag trat die 31-Jährige für China im Mixed-Team-Wettbewerb an und stand im Viertelfinale gegen Südkorea wieder auf der Matte. Dort gewann Tang ihren Kampf. (luh)