So reagieren Anwohner: Nach Kampfjetabsturz in Spangdahlem: „Man hat schon irgendwie Angst“

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So reagieren Anwohner: Nach Kampfjetabsturz in Spangdahlem: „Man hat schon irgendwie Angst“
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So reagieren Anwohner Nach Kampfjetabsturz in Spangdahlem: „Man hat schon irgendwie Angst“

Nach dem Absturz eines F-16-Kampfflugzeugs auf der Airbase Spangdahlem: Erste Reaktionen in den umliegenden Dörfern.

22.09.2026 , 19:40 Uhr

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F-16-Kampfjet über US-Airbase in der Eifel abgestürzt

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Foto: Trierischer Volksfreund/Privat

Es ist ein schöner Spätsommertag in der Eifel: knallblauer Himmel, Sonnenschein. Nur eine dunkle Rauchwolke über der Basis der US Air Force bei Spangdahlem deutet darauf hin, dass dort etwas passiert sein muss.

Die Bundesstraße 50 führt direkt an der Basis vorbei. Auch nach einer zeitweisen Sperrung sind noch an allen Einfahrten zur Airbase Autos der deutschen Polizei und amerikanische Streifenwagen zu sehen.

Schwerer SUV stoppt Schaulustige

Während unser Reporter an dem Militärgelände vorbeifährt, ist zwar nichts zu sehen. Aber plötzlich zieht ein schwerer SUV der amerikanischen Polizei heraus, schaltet das Blaulicht ein und hält auf dem Seitenstreifen hinter einem Auto, dessen Fahrer wohl Fotos machen wollte und darauf aufmerksam gemacht wird, dass das hier nicht möglich ist: Militärisches Sperrgebiet.

Hinter dem Zaun zeigt sich das Gelände des Golfplatzes der Base, wo aber an diesem Nachmittag niemand spielt. Irgendwo hinter der Böschung muss etwas passiert sein.

Tatsächlich: Die Nachricht verbreitet sich in den umliegenden Orten Binsfeld, Spangdahlem und Herforst schnell: Eine F-16 des 52. Fighter Wing ist auf der Base im Landeanflug abgestürzt. Auch wenn die Sonne scheint: Momentan herrscht hier Alarmbereitschaft und Unruhe. Anwohner berichten von Polizeisirenen und Feuerwehrfahrzeugen, die zur Base gefahren sind.

In Spangdahlem berichten Passanten von vielen Feuerwehr- und Polizeiautos. „Man hat schon Angst, dass so was mal vor der eigenen Haustür passiert. Das ist ja immer so eine Sache. Ich denke natürlich auch an den Piloten und frage mich, ob er verletzt wurde. Man hat Angst, wenn man von einem Absturz hört“, erzählt eine junge Frau in einer Bäckerei in Binsfeld.

Frau erinnert sich an F-16-Absturz von 2019

Sie ergänzt, dass ihre Schwester den Absturz einer F-16 im Jahr 2019 in der Nähe der Base bei Zemmer (Kreis Trier-Saarburg) um ein Haar mit erlebt habe: „Meine Schwester wunderte sich damals über den Kerosin-Geruch auf der Straße, weil sie kurz nach dem Absturz dort vorbeigefahren ist. Erst am Abend, als damals der Absturz in den Nachrichten kam, stellte sie fest, dass sie in nächster Nähe der Absturzstelle vorbeigefahren war.“

2019 gab es einen technischen Notfall einer F-16 des 52. Fighter Wing, das auf der Base stationiert ist. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten, niemand kam zu Schaden, der Meulenwald bei Zemmer war voller Trümmerteile.

Ein paar Kilometer weiter in Herforst ist der jüngste Absturz Gesprächsthema in der Tankstelle. Elvira Eppers betreibt die Tankstelle schon seit 18 Jahren. „Ich habe selbst gar nichts davon mitbekommen, ich hatte die Tür offen, hätte also eine Explosion gehört haben müssen“, erzählt sie. Aber ihre Kunden hatten Infos über den Absturz. Einer habe ihr Fotos von dem Rauch auf dem Handy gezeigt.

Sirenen aus allen Richtungen

„Was wir hier mitbekommen haben, waren die Sirenen von Feuerwehr und Polizei aus allen Richtungen. Das ist schon beängstigend, wenn man so etwas hört. Das ist ja sehr nahe und man weiß nie, was passiert“, sagt Eppers. Und in Anbetracht der Drohnen-Alarme in den vergangenen Wochen auf Flughäfen in Deutschland und Luxemburg sagt sie: „Früher hat man ja nur an technisches oder menschliches Versagen gedacht, heute denkt man auch in die andere Richtung wie einen Drohnenangriff.“

Sie sei mit der Airbase in der Nachbarschaft aufgewachsen. „Wir leben in Niersbach, für uns ist der Flugverkehr und Fluglärm hier ganz normal,“ erklärt sie. Aber die Angst sei natürlich auch da. „Mein Sohn macht gerade die Erzieherausbildung in der Kita in Binsfeld. Da habe ich natürlich direkt angerufen und nachgefragt, ob etwas passiert ist. Da macht man sich schon Sorgen.“