Social-Media-Verbot: Knapp die Hälfte der Jugendlichen für Altersgrenze bei sozialen Medien

Die große Mehrheit der Jugendlichen findet, dass soziale Medien ihnen eher guttun. Trotzdem spricht sich fast die Hälfte in einer Umfrage für eine Altersgrenze aus. Quelle: ...

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Social-Media-Verbot: Knapp die Hälfte der Jugendlichen für Altersgrenze bei sozialen Medien

Die große Mehrheit der Jugendlichen findet, dass soziale Medien ihnen eher guttun. Trotzdem spricht sich fast die Hälfte in einer Umfrage für eine Altersgrenze aus.

Quelle: DIE ZEIT, KNA, dpa, AFP,

akm

Aktualisiert am 27. August 2026, 7:26 Uhr

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Social-Media-Verbot Kinder Jugendliche Techniker Krankenkasse
47 Prozent der Jugendlichen in Deutschland wollen soziale Medien erst ab einem bestimmten Alter zulassen. Sie schlagen im Schnitt eine Altersgrenze von 14 Jahren vor. © Nick Fancher/​unsplash.com

Fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland ist für eine Altersgrenze bei sozialen Medien. Das zeigt eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) unter zwölf- bis 17-Jährigen. 47 Prozent der Befragten wünschen sich demnach, dass Kinder und Jugendliche soziale Medien erst ab einem bestimmten Alter nutzen dürfen. Im Durchschnitt nannten sie 14 Jahre als ihrer Meinung nach passende Altersgrenze.

Weitere acht Prozent gehen noch weiter: Sie sind grundsätzlich dafür, dass Kinder und Jugendliche soziale Medien nicht nutzen dürfen. Damit sprechen sich insgesamt 55 Prozent der Jugendlichen zumindest teilweise für ein Verbot oder eine Altersgrenze aus. 39 Prozent lehnen solche Einschränkungen dagegen ab.

Trotzdem sehen die meisten Jugendlichen soziale Medien nicht generell negativ. 80 Prozent sagen, dass soziale Netzwerke ihnen insgesamt eher gut oder sogar sehr guttun.

Hohe Nutzungsdauer wirkt sich auf Stimmung aus

Bei der Stimmung der Jugendlichen zeigen sich Unterschiede je nach Nutzungsdauer. Wer besonders viel Zeit in sozialen Medien verbringt, berichtet häufiger von schlechter Laune. Von den Jugendlichen, die täglich mindestens vier Stunden soziale Medien nutzen, sagen 49 Prozent, dass sie oft oder ständig schlecht gelaunt seien. Bei einer täglichen Nutzung von ein bis zwei Stunden sind es dagegen nur 20 Prozent.

Mit zunehmender Nutzungsdauer wurden in der Umfrage außerdem weitere Probleme häufiger genannt. Dazu gehören Unsicherheit, ein negatives Selbstbild, Gereiztheit, Unruhe und Erschöpfung. Auch körperliche Beschwerden treten bei Vielnutzern häufiger auf. Sie berichten öfter von Schlafproblemen, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verspannungen und gereizten Augen.

Jugendliche fordern Social-Media-Workshops

Am meisten stören sich die Jugendlichen mit 57 Prozent an Werbung. Gefolgt von Fake-Inhalten mit 52 Prozent. 36 Prozent sagen, dass sie zu viel Zeit in sozialen Medien verbringen. Weitere 35 Prozent berichten von Mobbing und Beleidigungen. 31 Prozent fühlen sich durch unangemessene Bilder belastet, etwa Darstellungen von Gewalt.

Laut der Umfrage wünschen sich Heranwachsende mehr Unterstützung durch Lernvideos zu den Gefahren von Social Media auf den Plattformen, speziell geschulte Medienscouts in der Schule sowie mehr Austausch mit Eltern. 42 Prozent sind der Meinung, dass ihnen Social-Media-Workshops oder -Projekte helfen könnten. Nur 12 Prozent gaben an, ohne solche Angebote klarzukommen.

Für die Online-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut eye square im April und Mai 2026 bundesweit 1.400 junge Leute zwischen 12 und 17 Jahren befragt.