Salesforce: Software-Firma hebt Jahresziele dank KI-Boom an
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Software-Firma: Salesforce hebt Jahresziele dank KI-Boom an
Das Software-Unternehmen setzt auf KI und ist damit erfolgreich. Die Prognose wurde übertroffen und die Aktie ist im Aufwind.
Das Logo von Salesforce. Foto: REUTERS
Eine starke Nachfrage nach neuen Werkzeugen für Künstliche Intelligenz (KI) stimmt Salesforce zuversichtlicher: Der SAP-Rivale hob am Mittwoch seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Die Aktien des US-Konzerns legten im nachbörslichen Handel um sieben Prozent zu.
„Wir sehen eine unglaubliche Nachfrage nach unseren KI- und Datenprodukten“, sagte Konzernchef Marc Benioff. Der jährlich wiederkehrende Umsatz in diesem Bereich stehe kurz davor, die Marke von vier Milliarden Dollar zu überschreiten. Salesforce sieht in KI-gestützten Werkzeugen und autonomen Agenten, die Aufgaben in Vertrieb, Service und Marketing automatisieren, einen wichtigen Wachstumstreiber.
Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Salesforce nun einen Umsatz zwischen 46,1 und 46,4 Milliarden Dollar, nachdem zuvor 45,9 bis 46,2 Milliarden in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 16,67 bis 16,71 Dollar steigen. Bislang war das Unternehmen aus San Francisco von 14,06 bis 14,12 Dollar ausgegangen.
Der Umsatz im abgelaufenen Quartal lag bei 11,35 Milliarden Dollar rund damit leicht über den 11,32 Milliarden, die LSEG zufolge von Experten erwartet wurden. Der Gewinn je Aktie von 5,90 Dollar lag ebenfalls über den prognostizierten 3,26 Dollar. Das Unternehmen selbst hatte hier Erlöse von 11,27 bis 11,35 Milliarden Dollar und einen Gewinn zwischen 3,25 und 3,27 Dollar je Aktie in Aussicht gestellt.
Im vorangegangenen Quartal hatte Salesforce zwar ein Rekordergebnis erwirtschaftet, mit einem enttäuschenden Ausblick jedoch der Furcht vor einer „SaaSpocalypse“ neue Nahrung gegeben. Darunter verstehen Experten die Verdrängung traditioneller Firmensoftware (Software-as-a-Service, SaaS). Einige Anleger befürchten, dass sich Unternehmen ihre Anwendungen für Buchhaltung oder Lagerverwaltung künftig zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten von ChatGPT & Co programmieren lassen. Vor allem das Startup Anthropic hat in den vergangenen Monaten mit Zusatzmodulen für seine KI „Claude“ wiederholt für Unruhe gesorgt. Daher haben die Aktien von Unternehmen wie Salesforce oder SAP seit Anfang 2025 teilweise knapp 50 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
Zur Stärkung des KI-Geschäfts kündigte Salesforce vor einigen Wochen die Übernahme des Startups Fin für 3,6 Milliarden Dollar an. Das Unternehmen bietet eine Plattform für sogenannte KI-Agenten an, die komplexe Aufgaben weitgehend selbstständig erledigen können. Diese können unter anderem Supportanfragen über Live-Chat, Telefon oder andere Kanäle bearbeiten. Zu den Kunden von Fin gehören unter anderem Anthropic und DoorDash, die Mutter des Essenslieferanten „Wolt“.

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