Spannender Wahlabend: Das ist der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land

Die Wahl zum Bürgermeister ist gelaufen: Christoph Biegel (CDU) und Amtsinhaber Michael Holstein (Freie Wähler) lieferten sich ein spannendes Duell. Die Entscheidung fiel überraschend eindeutig aus.

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Spannender Wahlabend: Das ist der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land

Spannender Wahlabend Das ist der neue Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land

Trier · Die Wahl zum Bürgermeister ist gelaufen: Christoph Biegel (CDU) und Amtsinhaber Michael Holstein (Freie Wähler) lieferten sich ein spannendes Duell. Die Entscheidung fiel überraschend eindeutig aus.

27.09.2026 , 19:34 Uhr

Christoph Biegel (CDU) ist neuer Bürgermeister in der Verbandsgemeinde Trier Land. Mit ihm freut sich seine Ehefrau Diana.

Foto: Andreas Sommer

Zahlreiche Igeler standen heute vor einer schwierigen Entscheidung: Wem geben sie ihre Stimme in der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters von Trier-Land? Noch vor zwei Wochen war für die meisten die Sache glasklar: Ihr Favorit war SPD-Kandidat Thomas Neises. Und der verwies Michael Holstein (Freie (FWG) Wähler) und Christoph Biegel (CDU) auf die hinteren Plätze.

34,9 Prozent der Stimmen verbuchte der Unternehmer aus Trier-Pfalzel für sich. Ein einmaliger Spitzenplatz. Am Ende des Tages zog Neises jedoch den Kürzeren und schied aus.

Einen endgültigen Sieger gab es am 13. September jedoch nicht. Amtsinhaber Michael Holstein (FWG) landete mit 38 Prozent der Wählerstimmen knapp vor Herausforderer Christoph Biegel von der CDU (36,4 Prozent) und Thomas Neises (25,7 Prozent). Und so wurden an diesem Sonntag wiederum die 17.000 Wahlberechtigten aus den elf Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde dazu aufgerufen, an die Urnen zu treten.

Beide Kandidaten sind zunächst optimistisch

Wer sitzt ab dem 1. März 2027 im Chefsessel des Rathauses, wenn Michael Holsteins Amtszeit zu Ende ist? Sprechen die Wähler dem 53-Jährigen aus Kordel das Vertrauen für eine zweite Amtsperiode aus oder sind sie der Meinung, es sei Zeit für einen Wechsel und favorisieren den 45-jährigen Christoph Biegel (CDU) aus Welschbillig? Die SPD Trier-Land jedenfalls hat nach ihrer Wahlschlappe eine Empfehlung für Biegel abgegeben.

Der Christdemokrat glaubte fest an seine Chance. Immerhin habe das erste Ergebnis am 13. September „keine eindeutige Tendenz für den Amtsinhaber“ gezeigt. Michael Holstein blieb ebenfalls optimistisch. Die Situation erinnere ihn an die Wahl 2018, als er nach dem ersten Wahlgang auch knapp vor dem CDU-Bewerber gelegen habe – und später zum Bürgermeister gewählt worden sei.

Erleichterte Anhänger, enttäuschter Amtsinhaber

Doch wird ihm das diesmal ebenfalls gelingen? Die Nervosität steigt, als um 18 Uhr die ersten Wahlergebnisse im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde-Verwaltung präsentiert werden. Schnell steht fest: Christoph Biegel hat die Wahl zum Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land gewonnen. 56,4 Prozent der Wähler stimmten für ihn, 43,6 Prozent für Michael Holstein. Ein klares Ergebnis. Bei den Anhängern bricht sich Jubel und Erleichterung Bahn. Vorbei die Anspannung, der Druck, die Schmetterlinge im Bauch.

Langsur-Metzdorf hatte als erstes alle Stimmen ausgezählt: 67,9 Prozent für Biegel, 32,1 Prozent für Holstein. Alle im Saal halten die Luft an. Stetig tröpfeln nun die Ergebnisse ein. Elf von 34 Gebieten sind um 18.12 Uhr ausgezählt und Christoph Biegel führt immer noch mit 54,6 Prozent. Für 69,3 Prozent der Franzenheimer ist jedoch klar: Ihr Favorit ist Michael Holstein, ebenso wie für die Hockweilerer: 75 Prozent wollten Holstein als Bürgermeister behalten. Biegels Vorsprung schmilzt, aber nur kurz. im Promillebereich.

Immer mehr ausgezählte Bezirke erscheinen auf der Anzeigentafel. Nach 21 ausgezählten Gebieten führt Biegel immer noch. Gedämpftes Gemurmel im Saal. Beide Kandidaten verfolgen begierig die einlaufenden Ergebnisse, während sich die Zuschauer nur flüsternd unterhalten. In seinem Heimatort Welschbillig räumt Christoph Biegel ab: 61,5 Prozent der Stimmen gehören ihm, 38,5 Prozent Michael Holstein. „Es sieht schlecht für uns aus“, murmelt ein Holstein-Anhänger.

Igeler folgen der Empfehlung der SPD

Für wen haben sich die Igeler dieses Mal entschieden? Sind sie der Empfehlung gefolgt und haben Biegel gewählt? Ja. 56,8 Prozent stimmen für ihn, 43,2 Prozent für Holstein. Und der holt den Vorsprung seines Kontrahenten auch nicht mehr auf. Ein Trostpflaster immerhin: Die Kordeler haben sich mit 67,6 Prozent für ihren Kordeler Jung‘, Holstein, entschieden.

Um 18.55 Uhr sagt Michael Holstein: „Dann gehe ich mal gratulieren.“ Christoph Biegel ist noch völlig überwältigt. „Wahrscheinlich realisiere ich erst morgen, was hier geschehen ist. Man hat ja damit gerechnet, dass es knapp wird, aber das Ergebnis war jetzt doch recht deutlich.“ Sichtlich enttäuscht sagt Michael Holstein: „Ich habe auch gedacht, dass das Rennen komplett offen ist und es ein knappes Rennen wird. Die Zahlen haben aber gezeigt, dass es so nicht war. Ich konnte mit meinen Themen und Inhalten die Menschen so nicht erreichen.“

Die Wahlbeteiligung lag bei 40,4 Prozent.