SPD und klar! sprechen keine Wahlempfehlung für Münster aus
StartseitePolitikStand: 19.08.2026, 07:34 UhrKommentareUns auf Google folgenNach Auszählung des ersten Wahlgangs und ihrem Einzug in die Stichwahl am 30. August gratulierten und umarmten sich Jörg Schroeter (li...
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Stand: 19.08.2026, 07:34 Uhr
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Zur Bürgermeister-Stichwahl am 30. August äußern sich SPD und Wählergemeinschaft klar! neutral. Beide Fraktionen wollen weder Jörg Schroeter noch Marcus Milligan unterstützen.
Münster – Das Ergebnis des ersten Wahlgangs der Münsterer Bürgermeister-Wahl hatte gerade festgestanden, da gaben die unterlegenen Kandidatinnen und Kandidaten bereits ihre Empfehlung für die Stichwahl am 30. August ab: Denise Hast (CDU), Claudia Weber (Grüne) und Jürgen Kreher (parteilos) kündigten an, sich für den entscheidenden Durchgang hinter FDP-Bewerber Jörg Schroeter zu stellen. Einzig der parteilose Sven Diehl ließ verlauten, Marcus Milligan zu unterstützen. Am Wochenende haben sich nun auch SPD und klar! – die beide Fraktionen in der Münsterer Gemeindevertretung stellen, aber keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten aufboten – zu dieser Frage geäußert.
Die SPD tut dies in einem recht ausführlichen Statement, das mit der Beurteilung des Ergebnisses des ersten Wahlgangs beginnt. „Wir müssen ehrlich sagen, dass wir mit einer höheren Wahlbeteiligung gerechnet hatten“, schreiben die Genossen zuerst. Tatsächlich war es am zweiten August-Sonntag 43,3 Prozent der 10.883 Wahlberechtigten egal gewesen, wer in den nächsten sechs Jahren ihr Verwaltungschef wird. In absoluter Zahl die mit Abstand größte Gruppe. Vor diesem Hintergrund blicke die SPD mit „Enttäuschung auf das erste Ergebnis, denn wir hatten uns hier einen noch stärkeren Rückenwind für die demokratische Beteiligung in unserer Gemeinde gewünscht.“
Schwache Wahlbeteiligung im ersten Wahlgang
Dann gehen die Sozialdemokraten zur potenziellen Unterstützung eines Kandidaten über und geben bekannt, dass sie sich weder für die Wahl von Jörg Schroeter (holte 26,4 Prozent) noch von Marcus Milligan (35,5 Prozent) aussprechen. „Wir haben zu beiden Kandidaten einen guten Draht und können mit beiden zusammenarbeiten“, schreibt die SPD. „Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, keine Wahlempfehlung auszusprechen. Wir sind davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist, um die Entscheidung ganz in die Hände der Bürgerinnen und Bürger zu legen und den demokratischen Prozess zu stärken.“
Die Wählergemeinschaft klar! macht es (ebenfalls schriftlich) derweil kurz und bündig und enthält sich ebenfalls einer Empfehlung. Auch klar! sehe „die geringe Wahlbeteiligung kritisch, gerade angesichts der großen Zahl an Kandidatinnen und Kandidaten, der intensiven öffentlichen Präsenz und der vielen Aktionen während der kurzen Wahlkampf-Phase“. Dass so viele Bürger ihr Wahlrecht nicht genutzt hätten, finde man „bedauerlich“. Wie vor dem ersten Wahlgang verzichte man auch für die Stichwahl darauf, einen Kandidaten zu unterstützen: „Solange es innerhalb unserer Wählergemeinschaft kein einstimmiges Votum gibt, sprechen wir als klar! keine Wahlempfehlung aus.“ (Jens Dörr)