SpaceX-Rakete kracht am Mittwoch in den Mond

Am Mittwochvormittag bietet sich Hobby-Astronomen die Gelegenheit für eine äusserst seltene Beobachtung. Nachdem eine Falcon-9-Rakete im Jahr 2025 auf einer Mission war, wurde ihre Oberstufe im Orbit zurückgelassen. Jetzt soll das Raketenteil auf dem Mond einschlagen.

  • 3 min read
SpaceX-Rakete kracht am Mittwoch in den Mond

Spektakuläres Ereignis

Am Mittwoch schlägt eine SpaceX-Rakete auf dem Mond ein

Am Mittwochvormittag bietet sich Hobby-Astronomen die Gelegenheit für eine äusserst seltene Beobachtung. Nachdem eine Falcon-9-Rakete im Jahr 2025 auf einer Mission war, wurde ihre Oberstufe im Orbit zurückgelassen. Jetzt soll das Raketenteil auf dem Mond einschlagen.

Publiziert: 19:12 Uhr

|

Aktualisiert: 19:15 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Eine Falcon-9-Raketenoberstufe von SpaceX schlägt am Mittwoch auf dem Mond ein
  • Mit 8700 Kilometern pro Stunde trifft sie nahe des Kraters Einstein auf die Mondoberfläche
  • Einschlag wirbelt 12 Tonnen Staub auf, gut sichtbar mit Teleskopen aus Nordamerika
Wiebke_Köhne_Praktikantin News Desk_Ringier Blick_1.jpg

Wiebke KöhneRedaktorin Newsdesk

Am Mittwoch kracht es auf dem Mond: Ein im Weltraum treibendes Raketenteil wird voraussichtlich gegen 8.35 Uhr Schweizer Zeit mit voller Wucht auf dem Erdtrabanten einschlagen. Das Ereignis soll auch von der Erde aus gesehen werden können. Vorausgesetzt, man hat ein Teleskop.

Was kracht am Mittwoch in den Mond?

Bei dem Objekt handelt es sich laut CNN um den oberen Teil einer Falcon-9-Rakete von SpaceX. Die Rakete beförderte im Jahr 2025 erfolgreich zwei Mondlandefähren. Ursprünglich hätte die Oberstufe der Rakete im Anschluss kontrolliert in der Erdatmosphäre verglühen sollen. Da ihr Tank jedoch bereits am Aussetzungspunkt der Sonden leer war, wurde sie in der Erdumlaufbahn zurückgelassen.

Wann trifft die Raketenoberstufe den Mond?

Die Rakete wird am Mittwochmorgen um etwa 8.35 Uhr auf der erdzugewandten Seite des Mondes einschlagen. Daher ist es grundsätzlich möglich, das aussergewöhnliche Spektakel mit einem Teleskop zu beobachten. Da es in der Schweiz bereits hell sein wird, sind die Bedingungen jedoch nicht die besten. Die Einschlagstelle befindet sich Berichten zufolge am westlichen oberen Mondrand in der Nähe des Kraters Einstein. 

Mit welcher Geschwindigkeit trifft die Rakete den Mond?

Laut BBC ist die Raketenoberstufe mit einer Geschwindigkeit von rund 8700 Kilometern pro Stunde unterwegs. Sie ist etwa zwölf Meter lang und wiegt gut vier Tonnen. Da der Mond von keiner Atmosphäre umgeben ist, wird das Objekt praktisch durch nichts abgebremst.

Was gibt es zu beobachten?

Ein Forschungsteam der Universität Texas in Austin hat den Einschlag im Voraus simuliert. Demzufolge soll die Raketenoberstufe zuerst mit dem Triebwerk auf den Mondboden krachen, wo sie einen neuen Krater hinterlassen wird. Schon während der ersten 25 Millisekunden sollen über 12 Tonnen Mondstaub und Mondgestein aufgewirbelt werden. Die gigantische Staubwolke, die mehrere Kilometer hoch wird, soll man von der Erde aus mit dem Teleskop sehen können. Der Krater ist hingegen zu klein, als dass er beobachtet werden könnte. Die beste Sicht auf die Trümmerwolke hat man von den USA und Kanada aus. 

Wieso ist das für die Forschung so relevant?

Wie die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet, können die Beobachtungen des Einschlags unter anderem dabei helfen, Voraussagemodelle von Forschern zu verbessern. Diese werden insbesondere im Hinblick auf die geplante stationäre Mondbasis immer wichtiger, um die Astronauten vor möglichen Einschlägen durch Weltraumschrott zu schützen. Allerdings bergen natürliche Einschläge durch Meteoriten derzeit eine wesentlich höhere Gefahr.