Spionage-Drohne bei Bundeswehr-Standort: Bundesanwaltschaft prüft Verdacht

KI-Stimme. InfoDer Fund von Drohnenteilen nahe dem Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf hat Folgen. Die Bundesanwaltschaft prüft nun, ob ein Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig besteht. Eine Sp...

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Spionage-Drohne bei Bundeswehr-Standort: Bundesanwaltschaft prüft Verdacht

KI-Stimme. Info

Der Fund von Drohnenteilen nahe dem Bundeswehr-Fliegerhorst Wunstorf hat Folgen. Die Bundesanwaltschaft prüft nun, ob ein Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig besteht. Eine Sprecherin der Karlsruher Behörde erklärte dazu: „Wenn ein Zusammenhang bestehen könnte, schauen wir uns das an.“

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Nach Informationen aus Sicherheitskreisen handelte es sich nicht um eine handelsübliche Drohne, sondern um ein mit eigenen Bauteilen versehenes Flugobjekt. Sprengstoffspuren seien nicht entdeckt worden, dennoch sei eine gewisse Ähnlichkeit mit der Sprengstoff-Drohne vom Flughafen Leipzig/Halle festzustellen. Dies und der Fundort, rund zwei Kilometer vom Fliegerhorst Wunstorf entfernt, legten den Verdacht nahe, dass es sich um einen russischen Ausspähversuch gehandelt haben könnte. Die Drohne, die zufällig gefunden wurde, lag dort den Angaben zufolge womöglich schon etwas länger am Boden.

Zuvor hatte der NDR über Ähnlichkeiten der Bauweise der nahe Wunstorf gefundenen Drohnenteile zum Leipziger Fall berichtet. Ein Teil solle aus einem 3D-Drucker stammen und so nicht im Handel erhältlich sein. Die Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte dazu, dass sie generell keine Berichte kommentiere.

Ermittler durchsuchen seit Wochenbeginn Gelände bei Hannover

Ermittler suchen seit Anfang der Woche das schwer zugängliche Gelände in der Region Hannover ab. Sie gehen davon aus, dass die Drohne dort abgestürzt und in mehrere Teile zerbrochen ist. Beim Landeskriminalamt (LKA) in Niedersachsen läuft laut der Sprecherin der Bundesanwaltschaft in dem Zusammenhang ein sogenannter Gefahrenabwehrvorgang, der Generalbundesanwalt ermittele nicht im Fall Wunstorf.

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Am Flughafen Leipzig/Halle war Anfang August eine mit Sprengstoff präparierte Drohne neben ukrainischen Frachtflugzeugen gefunden worden. In dem Fall ermittelt der Generalbundesanwalt. Die Bundesregierung macht Russland für den versuchten Angriff verantwortlich. Moskau bestreitet dies.

Zu diesem Dementi und den weiteren Anschuldigungen aus Russland hatte sich kürzlich auch die Nato geäußert. „Die Behauptung des russischen Geheimdienstes, wonach die Nato keine Belege für eine russische Beteiligung an dem Drohnenvorfall in Leipzig gefunden habe, ist absurd“, sagte ein Sprecher. Geheimdienstexperten der Nato seien wie Deutschland zu dem Schluss gekommen, dass Russland hinter dem hybriden Angriff in Leipzig stecke.

„Russland hat nachweislich immer wieder versucht, verbündete Staaten zu destabilisieren und uns davon abzubringen, die Ukraine zu unterstützen“, fügte der Bündnissprecher hinzu. Russlands rücksichtsloses Vorgehen sei gefährlich. Aber man werde sich nicht davon abbringen lassen, die Ukraine weiter zu unterstützen.

Polizeieinsatz in Niedersachsen: Suche nach Drohnenteilen läuft weiter

Ziel des Polizeieinsatzes in Niedersachsen ist es nach früheren Angaben des LKA, auf dem Gelände noch weitere Drohnenteile sowie mögliche Hinweise auf den Eigentümer oder Drohnenpiloten zu finden. Die Suche soll auch am Freitag weitergehen.

Östlich des Gebiets am Steinhuder Meer liegt der Fliegerhorst Wunstorf. Dieser ist ein wichtiger Standort der Bundeswehr, die deutsche A400M-Flotte ist dort stationiert. Das niedersächsische LKA geht nach früheren Angaben davon aus, dass keine Gefährdung für die Bevölkerung bestand.

dpa/jcst