Spur endet über dem Kaspischen Meer: Daten von Lufthansa-Flieger zwingen Crew zum Umplanen

tzWeltStand: 16.09.2026, 07:42 UhrKommentareUns auf Google folgenDer Lufhansa-Flieger war in Frankfurt gestartet. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpaEin Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Delhi musste umkehren. Üb...

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Spur endet über dem Kaspischen Meer: Daten von Lufthansa-Flieger zwingen Crew zum Umplanen

Stand: 16.09.2026, 07:42 Uhr

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Lufthansa-Flugtzeuge

Der Lufhansa-Flieger war in Frankfurt gestartet. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa

Ein Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Delhi musste umkehren. Über Turkmenistan fielen Positionsdaten falsch aus. Danach begann für Passagiere ein langer Zwischenstopp in Baku.

Frankfurt – Mitten in der Nacht, irgendwo über Turkmenistan, in fast zwölf Kilometern Höhe: Plötzlich zeigen die Positionsdaten einer Lufthansa-Maschine falsche Standortdaten an. Schnell ist klar: So kann die Reise, die eigentlich vom Flughafen Frankfurt nach Delhi führen sollte, nicht weitergehen.

Was war passiert: Flug LH760 startete am Dienstag, 25. August, planmäßig in Frankfurt. Nach Indien sollte es mit dem Lufthansa-Flieger gehen. Doch über Turkmenistan spielten bei der Boeing 787-9 die Positionsmessgeräte verrückt. Eine Lufthansa-Sprecherin wird später erklären, dass eine Störung der Satellitenkommunikation der Auslöser war. Sicher ist: Die Crew erschied sich, den Flug abzubrechen und steuerte den Heydar Aliyev International Airport in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku an. Um 23.26 Uhr Ortszeit landete die Maschine dort sicher, wie das Fachportal Aviation Herald berichtet.

Passagiere aus Frankfurt sitzen zwischenzeitlich in Aserbaidschan fest

Danach gehen die Schilderungen auseinander: Laut Aviation Herald berichteten Reisende von ausbleibenden Informationen und wenig Wasser. Bei der Lufthansa heißt es gegenüber T-Online: Wer kurzfristig ein Visum für Aserbaidschan bekam, kam in einem Baku-Hotel unter. Um die anderen Passagiere wurde sich am Flughafen gekümmert. Rund 24 Stunden nach der Landung stand das Flugzeug laut Berliner Morgenpost noch immer am Boden in Baku.

Daten des Tracking-Portals Flightradar24 dokumentieren den Vorfall eindrücklich: Mitten über dem Kaspischen Meer bricht die Flugspur des Flugs LH760 nach diversen wilden Schleifen über die Region abrupt ab. So schlimm endete der Zwischenfall in Wahrheit nicht. Doch für die betroffenen Passagiere brachte die unfreiwillige Zwischenstation in Baku eine erhebliche Verspätung: Dann ging es für sie weiter in Richtung Delhi, wo sie der Flieger vom Flughafen Frankfurt schon deutlich früher hätte hinbringen sollen.