Schweizer Staatsangestellte sollen Mafia-Hinweise zwingend melden

Publiziert22. August 2026, 16:35Neue PflichtStaatsangestellte sollen Mafia-Aktivitäten melden müssenDie Kantone planen eine Meldepflicht für ihre Staatsangestellten. Damit sollen etwa Drogenringe, Menschenhändl...

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Schweizer Staatsangestellte sollen Mafia-Hinweise zwingend melden

Publiziert22. August 2026, 16:35

Neue PflichtStaatsangestellte sollen Mafia-Aktivitäten melden müssen

Die Kantone planen eine Meldepflicht für ihre Staatsangestellten. Damit sollen etwa Drogenringe, Menschenhändler und Cyberkriminelle besser aufgedeckt werden.

Justin Arber

Darum gehts

  • Mafia-Hinweise sollen künftig zwingend gemeldet werden – die Kantone gehen damit weiter als der Bund.
  • Fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés bestätigt, dass die Details zur Meldepflicht bis Ende Jahr ausgearbeitet werden sollen.
  • Das Fedpol erhofft sich dadurch eine bessere Aufdeckung von Drogenringen, Menschenhändlern und Cyberkriminellen.

Der Bund plante, für Staatsangestellte ein Melderecht einzuführen, wenn sie Kenntnis von Mafia-Aktivitäten in ihrem Umfeld erhalten. Die Kantone wollen weitergehen, wie Fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés in der «Samstagsrundschau» von SRF sagt. Sie haben sich darauf geeinigt, dass bis Ende Jahr die Details zu einer Meldepflicht ausgearbeitet werden sollen.

Gelten soll sie für alle Kantons- und Gemeindeangestellten, wie zum Beispiel Sachbearbeiter beim Grundbuchamt oder Lebensmittelinspektoren. Finden sie Hinweise auf organisierte Kriminalität, sollen sie dazu verpflichtet werden, die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten. Für Bundesangestellte gilt bereits eine Meldepflicht.

Das Ziel

Das Fedpol erhofft sich vom neuen Ansatz, dass verdeckte Aktivitäten von Drogenringen, Menschenhändlern oder Cyberkriminellen besser aufgedeckt werden können. Bisher gibt es zur Meldung verdächtiger Aktivitäten keine einheitlichen Bestimmungen, schreibt SRF. In einigen Kantonen machen sich Angestellte möglicherweise sogar wegen Amtsgeheimnisverletzung strafbar.

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Justin Arber

Justin Arber (jar), Jahrgang 1999, arbeitet seit 2022 als Redaktor am Newsdesk. Zeitweise übernimmt er da die Schichtleitung im Früh- und Spätdienst.

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