Stadtklinik etabliert neues Verfahren bei risikoreichen Eingriffen am Herzen
StartseiteLokalesBad TölzBad TölzStand: 08.08.2026, 12:36 UhrKommentareUns auf Google folgenVor der Impella-Steuerungseinheit: Prof. Dr. med. Christopher Stremmel. Rechts die verpackte Pumpe, die über einen Lei...
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Stand: 08.08.2026, 12:36 Uhr
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Die Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz etabliert ein neues Verfahren für besonders risikoreiche Eingriffe am Herzen. Zudem wurde der neue Chefarzt offiziell zum Professor ernannt.
Bad Tölz – Die Asklepios-Stadtklinik Bad Tölz baut ihre Herzmedizin weiter aus. Mit Prof. Dr. med. Christopher Stremmel steht seit Anfang des Jahres ein neuer Chefarzt an der Spitze der Inneren Medizin I/Kardiologie (wir berichteten). Nun wurde der Herzspezialist auch offiziell zum Professor ernannt. Gleichzeitig etabliert die Klinik ein neues Verfahren für besonders risikoreiche Eingriffe am Herzen.
Erstmals kommt bei ausgewählten Hochrisiko-Patienten die Impella CP zum Einsatz
Die Ernennung zum Professor erfolgte laut Mitteilung der Klinik am 17. Juli und würdigt Stremmels wissenschaftliche Arbeit sowie seine langjährige Erfahrung in der interventionellen Kardiologie. Der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie verfügt zudem über Zusatzqualifikationen in Intensiv-, Notfall- und Sportmedizin. Sein Schwerpunkt liegt auf der Behandlung komplexer Herz-Kreislauf-Erkrankungen und auf anspruchsvollen Kathetereingriffen.
Mit dem Amtsantritt des neuen Chefarztes erweitert die Stadtklinik auch ihr medizinisches Angebot. Erstmals kommt in Bad Tölz bei ausgewählten Hochrisiko-Patienten die sogenannte Impella CP zum Einsatz. Die mikroaxiale Herzpumpe unterstützt während einer Koronarintervention vorübergehend den Kreislauf und entlastet das Herz.
Neues Verfahren ermöglicht es, „mit maximaler Sicherheit zu arbeiten“
Koronarinterventionen dienen dazu, verengte Herzkranzgefäße mithilfe eines Katheters zu erweitern und mit Stents offen zu halten, erklärt die Klinik. Bei Patientinnen und Patienten mit stark eingeschränkter Herzfunktion oder komplexen Gefäßveränderungen kann ein solcher Eingriff jedoch den Kreislauf erheblich belasten. Genau hier setzt die Impella CP an: Sie wird über die Leistenarterie bis in die linke Herzkammer eingeführt und pumpt Blut in die Hauptschlagader. Dadurch übernimmt sie zeitweise einen Teil der Herzarbeit und sorgt für mehr Stabilität während der Behandlung. Fachleute sprechen von einer „Protected PCI“, also einer geschützten Koronarintervention.
„Die Impella CP ermöglicht es uns, auch bei sehr komplexen und risikoreichen Eingriffen strukturiert, kontrolliert und mit maximaler Sicherheit zu arbeiten“, erklärt Prof. Stremmel. Das Verfahren erweitere die therapeutischen Möglichkeiten erheblich und komme insbesondere Patienten zugute, die bislang nur eingeschränkt behandelt werden konnten. Nach dem Eingriff wird die Herzpumpe meist noch im Herzkatheterlabor oder nach kurzer Überwachung wieder entfernt.
Mit der neuen Technologie und der Berufung des neuen Chefarztes setzt die Klinik nach eigenen Angaben ihren Ausbau der spezialisierten Herzmedizin konsequent fort.