Stadtteil im Wandel: Die größte Bauruine Triers und sechs weitere Projekte im Westen der Stadt

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Stadtteil im Wandel: Die größte Bauruine Triers und sechs weitere Projekte im Westen der Stadt

Stadtteil im Wandel Die größte Bauruine Triers und sechs weitere Projekte im Westen der Stadt

Trier · Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte. Eine Drohnenaufnahme zeigt sieben Projekte in Trier-West auf einen Blick. Über einen Stadtteil, in dem sich viel tut.

11.08.2026 , 07:05 Uhr

Die wichtigsten Projekte auf einen Blick: So sieht Trier-West von oben aus.

Foto: Hans Krämer

Der Trierer Westen hatte in der Vergangenheit nicht den besten Ruf. Doch das ändert sich. Aktuell tut sich dort so viel wie in kaum einem anderen Ortsteil von Trier. Unsere Drohnenaufnahme zeigt einige der wichtigsten Projekte auf einen Blick.

Trier-West: Sieben Projekte auf einen Blick

(1) Die Lokrichthalle des ehemaligen Eisenbahnausbesserungswerks: Die riesige Halle ist laut der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier 170 Meter lang und hat eine Grundfläche von 12.200 Quadratmetern. Das Werk wurde 1986 geschlossen. Wie der Volksfreund berichtete, ist das Dach der Halle wegen Einsturzgefahr fast komplett demontiert worden.

Die Lokrichthalle war über lange Jahre ein „Lost Place“, in dem sich unter anderem Graffitikünstler verewigt haben. Seit ein paar Jahren gibt es jedoch neue Pläne für das Gelände. Der luxemburgische Bauunternehmer Antoine Feidt und seine Partner haben 2021 ihr Vorhaben präsentiert. Im Innenraum der Fassadenmauern soll ein Wohnquartier mit mehreren Hundert Wohnungen sowie ein Hotel errichtet werden. Rund um das Gebäude ist ergänzende Wohnbebauung geplant. Nach dem Konjunktureinbruch im Baugewerbe und dem Ende der Niedrigzinsphase wurde das Projekt bislang jedoch nur in Ansätzen umgesetzt.

(2) Die ehemalige Jägerkaserne: Das 6,2 Hektar große Gebiet wird von der Bundeswehr seit 2014 nicht mehr genutzt. Die Stadt Trier hatte es übernommen und an die Entwicklungsgesellschaft für urbane Projektentwicklung mbH (EGP) verkauft. Die plant dort das neue Irrbachquartier mit etwa 220 Wohnungen. Ein großer Teil davon soll als geförderter Wohnraum mit barrierefreien Wohnungen entstehen. Der nördliche Teil des Grundstücks soll gewerblich, für Freizeitzwecke und als Grünanlage genutzt werden. Auch die Entwicklung der ehemaligen Kaserne stockt angesichts der Zinshochphase und steigender Baupreise.

(3) Das ehemalige Busdepot der Stadtwerke Trier (SWT): Dort entsteht ein neues Wohngebiet mit rund 130 Einheiten. Im Zentrum des Projektes Wohnraum West steht das Ziel, bezahlbare Wohnungen zu schaffen. Die Wohnungsbaupartner BVT Bau- und Vermietungsgenossenschaft Trier, Caritasverband Region Trier, Wohnungsbau und Treuhand AG und Samok-Bau Verwaltungs- und Wohnungsbaugesellschaft haben jeweils einen Teil des Grundstücks gekauft.

Dort errichten sie in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Architekturbüros Zwei- und Mehrfamilienhäuser. Die Bauarbeiten haben im Frühjahr 2025 begonnen. Vor Kurzem sind bereits die ersten Mieter in ihre neuen Wohnungen eingezogen. Abgeschlossen wird das Bauprojekt voraussichtlich im nächsten Jahr.

Was passiert in Zukunft mit der alten Maschinenhalle?

(4) Das Regionalzentrum der Westnetz GmbH: Das Unternehmen Westnetz ist eine Tochtergesellschaft der Westenergie AG und als Strom- und Gasverteilnetzbetreiber für den Westen Deutschlands und damit auch für einen großen Teil der Region Trier/Eifel/Mosel zuständig.

(5) Die Maschinenhalle des ehemaligen Kraftwerks Trier-West: Wie der Volksfreund berichtete, wurde das Gebäude vor einigen Jahren von den Stadtwerken Trier gekauft. Der Klinkerbau ist denkmalgeschützt und wurde in den Jahren 1902/03 errichtet. Als Elektrizitätswerk war die Maschinenhalle früher der Mittelpunkt des Trierer Straßenbahnnetzes. Die Fläche neben der Halle wird in Zukunft im Rahmen des Projektes Wohnraum West als Parkfläche genutzt. In einem Nebengebäude der Maschinenhalle entsteht außerdem die Heizzentrale für das Wohnprojekt.

Neue Verbindungsstraße in Trier-West seit Juni vollständig befahrbar

(6) Die neue Verbindungsstraße in Trier-West: Die neue Straße führt unter anderem an der ehemaligen Lokrichthalle vorbei. Die Strecke wurde im Juni auf ihrer gesamten Länge von 1,5 Kilometern für den Verkehr freigegeben. Sie ist eine Maßnahme des Fördergebietes „Wachstum und nachhaltige Erneuerung Trier-West“. Die Straße, die in die beiden Abschnitte „Über Brücken“ und „An der Lokrichthalle“ unterteilt ist, soll die Achsen Aachener Straße/Luxemburger Straße sowie die Eurener Straße entlasten. Der Abschnitt „Über Brücken“ kann bereits seit Mai 2025 befahren werden. Nach dem Bau eines neuen Kreisverkehrs in Höhe der Römerbrücke wird diese Straße stärker genutzt werden können.

(7) Großbaustelle auf dem Gelände des ehemaligen Ausbesserungswerks: Wie der Volksfreund berichtete, entstehen direkt neben der neuen Verbindungsstraße Gebäude mit kleinen Appartements von zwei bis drei Zimmern. Wichtigste Zielgruppe für die neuen Wohnungen sind Luxemburg-Pendler. Ursprünglich war hier ein Pflegeheim geplant. Der Investor dafür hatte sich jedoch von dem Projekt zurückgezogen.