Steam Machine: 30 °C kühler, dafür mit Radiator auf dem Rücken

Stefan Warecka hat Valves Steam Machine (PCGH-Test) auf einen externen Wasserkreislauf umgebaut und das Ergebnis in einem kurzen Video auf Reddit präsentiert. Der Österreicher betreibt den YouTube-Kanal Techmag...

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Steam Machine: 30 °C kühler, dafür mit Radiator auf dem Rücken

Stefan Warecka hat Valves Steam Machine (PCGH-Test) auf einen externen Wasserkreislauf umgebaut und das Ergebnis in einem kurzen Video auf Reddit präsentiert. Der Österreicher betreibt den YouTube-Kanal Techmagnet und verkauft seinen Aufbau als Weltpremiere. Beide Aussagen halten der Gegenprobe nur zum Teil stand: Die Phoenix-2-APU auf der Basis von Zen 4 und Zen 4c läuft dabei messbar kühler, dokumentiert ist davon jedoch vergleichsweise wenig.

Steam Machine unter Wasser: CNC-Block auf der APU

Kernstück des Umbaus ist ein selbst gefräster Kühlblock, welcher direkt auf der Phoenix-2-APU der Steam Machine sitzt. Von dort aus führen Schläuche aus dem Gehäuse heraus zu einem Radiator mit Lüfter, der rückseitig am Würfel befestigt ist.

Als Kühlmittel dient eine neonpinke Flüssigkeit, was dem 16,5 × 15,5 × 15,3 Zentimeter kleinen Wohnzimmer-PC ein cooles Erscheinungsbild zwischen Laboraufbau und Erdbeersirup verleiht. Die Verpackung öffnete Warecka im Video mit einem Winkelschleifer, was den hohen handwerklichen Anspruch belegt.

Was die Wasserkühlung der Steam Machine im Alltag bringt

Stefan Warecka beziffert den Temperaturgewinn seiner wassergekühlten Steam Machine auf 20 bis 30 °C an der APU, nennt aber weder das Lastszenario noch die Messmethode. Im Hintergrund läuft Cyberpunk 2077, Benchmarks oder sogar Frametime-Verläufe zeigt das Video auf Reddid indes nicht.

Einordnen lässt sich der Wert damit nur grob: Valve drosselt CPU und GPU bei 100 °C und schaltet das Gerät oberhalb dieser Marke ab, die rote LED-Leiste an der Front leuchtete bislang deutlich früher auf, ein BIOS-Update soll das korrigieren.

Spürbar wird eine bessere Kühlung folglich nur dort, wo Takt und Leistungsaufnahme am Temperaturlimit hängen. Im PCGH-Test arbeitete die Serienkühlung des Würfels auch unter Volllast leise; das Problem, welches dieser Umbau löst, haben die wenigsten Besitzer ohnehin.

Erste ihrer Art? Wassergekühlte Steam Machines gab es schon 2014

Die Bezeichnung als weltweit erste wassergekühlte Steam Machine gilt ausschließlich für Valves eigenen Würfel. Ein Blick in die CES-Meldungen von 2014 zeigt:

Digital Storm bewarb den Bolt II damals ausdrücklich als erste flüssigkeitsgekühlte Steam Machine, mit geschlossenem Kreislauf, 240-mm-Radiator und einer hauseigenen Steuerplatine namens HydroLux, ab 1.899 US-Dollar.

Der Titel gehört damit zur ersten, von Partnern gebauten Steam-Machine-Generation, welche Valve 2018 einstellte. Für den 2026 erschienenen Nachfolger bleibt Wareckas Umbau nach derzeitigem Stand der erste seiner Art.

Nächste Baustelle: Die Spannungswandler der Steam Machine

Als nächsten Schritt kündigt Warecka die Kühlung der Spannungswandler an, welche er als eigentliche Schwachstelle der Steam Machine benennt. Die MOSFETs seien sehr klein und arbeiteten nahe an den Grenzen ihres thermischen Designs, was demzufolge den Zugriff entsprechend erschwer, so der YouTuber.

Ein vollständiges Video zum Projekt hat er für seinen Youtube-Kanal angekündigt; ein Teardown der Steam Machine, welcher den Umbau vorbereitete, steht dort bereits.

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Nachbau in Deutschland: Gewährleistung und Garantie

Wer den Umbau hierzulande nachbaut, hat bei selbst verursachten Schäden weder gegenüber dem Händler noch gegenüber Valve Ansprüche.

Die zweijährige Gewährleistung nach BGB deckt Mängel ab, welche bereits bei Übergabe vorlagen; ein Loch im Gehäuse und ein gefräster Kühlblock auf der APU zählen nicht dazu. Auch der finanzielle Rahmen spricht gegen Experimente: Die Steam Machine kostete zum Marktstart je nach Ausbaustufe 1.039 bis 1.428 Euro.

  • Der Wasserkühlungs-Umbau senkt die APU-Temperatur laut Erbauer um 20 bis 30 °C, belastbare Benchmarks oder Angaben zur Messmethode fehlen jedoch.
  • Für Spieler dürfte der praktische Vorteil gering bleiben, solange die Serienkühlung weder ins Temperaturlimit läuft noch Takt und Leistung dadurch begrenzt werden.
  • Hardware-Bastler tragen beim Nachbau ein hohes finanzielles Risiko, da selbst verursachte Schäden nicht von der gesetzlichen Gewährleistung abgedeckt sind.

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Quelle: Reddit via PC Gamer