Stiftung Warentest: „Lebensgefahr“ – Warnung vor Kindersitzen wird auf acht Modelle ausgeweitet

Bereits im Oktober 2025 hatte Stiftung Warentest vor zwei Kindersitz-Modellen gewarnt. Nun weitet sich die Bandbreite „mangelhafter“ Modelle aus. Mittlerweile wird vor acht Modellen gewarnt.

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Stiftung Warentest: „Lebensgefahr“ – Warnung vor Kindersitzen wird auf acht Modelle ausgeweitet

Stiftung Warentest „Lebensgefahr“ – Warnung vor Kindersitzen wird auf acht Modelle ausgeweitet

Service | Berlin · Bereits im Oktober 2025 hatte Stiftung Warentest vor zwei Kindersitz-Modellen gewarnt. Nun weitet sich die Bandbreite „mangelhafter“ Modelle aus. Mittlerweile wird vor acht Modellen gewarnt.

28.08.2026 , 08:18 Uhr

Sicherheitsrisiko im Crashtest: Acht Kindersitze zeigten gravierende Mängel und versagten im Frontalaufprall. Laut Stiftung Warentest besteht „Lebensgefahr“.

Sicherheitsrisiko im Crashtest: Acht Kindersitze zeigten gravierende Mängel und versagten im Frontalaufprall. Laut Stiftung Warentest besteht „Lebensgefahr“.

Foto: dpa/Nicolas Armer

Bereits im Oktober hat die Stiftung Warentest Kindersitze fürs Auto untersucht und kam teilweise zu einem verheerenden Urteil. Damals fielen zwei Sitze durch, nun sind allerdings Klone der mangelhaften Sitze aufgetaucht. Vor insgesamt acht Autokindersitzen warnen die Prüfer nun. Sie alle wiesen im Crashtest gravierende Sicherheitsmängel auf, die im Ernstfall lebensgefährlich sein können.

  • Acht Autokindersitze sind bei Stiftung Warentest durchgefallen: Im Crashtest traten gravierende Sicherheitsmängel auf – im Ernstfall potenziell lebensgefährlich.
  • Sieben Modelle sind baugleiche Klon-Sitze des Reecle 360 (ZA 10 i-Size) und werden unter unterschiedlichen Markennamen, vor allem online, verkauft; erkennbar an der Zulassungsnummer E8 0313715 (orangefarbenes Siegel).
  • Auch die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 (mit Basis Mink FX2) ist betroffen; Stiftung Warentest rät zur sofortigen Nichtnutzung – Kinderkraft bietet Umtausch oder Rückerstattung an.

Bereits im Oktober 2025 fielen zwei baugleiche Modelle durch

Sieben der Modelle sind baugleiche Kindersitze des Reecle 360 (ZA 10 i-Size). Vor diesem Modell warnte die Stiftung Warentest bereits im Oktober 2025. Die Sitzschale riss in rückwärtsgerichteter Position beim simulierten Frontalaufprall von ihrer Basis und schleuderte mitsamt Testdummy durch das Testfahrzeug.

Besonders tückisch: Die betroffenen Sitze werden unter verschiedenen Markennamen angeboten, überwiegend im Online-Handel. Ob ein Modell sicherheitsrelevante Mängel hat, können Sie anhand der Zulassungsnummer prüfen. Sie befindet sich auf einem orangefarbenen Siegel, in der Regel unter dem Kindersitz oder an dessen Seite. Alle sieben Modelle tragen die Nummer E8 0313715.

Auch eine Babyschale ist von der Warnung betroffen

Zusätzlich fiel die Babyschale Kinderkraft Mink Pro 2 mit der Basisstation Mink FX2 im Test durch. Auch sie riss beim simulierten Frontalcrash von der Basis ab.

Die betroffenen Sitze sollen laut Stiftung Warentest ab sofort nicht mehr genutzt werden. Wer einen solchen Sitz hat, solle sich an den jeweiligen Anbieter wenden. Die Firma Kinderkraft bietet für die Babyschale Mink Pro 2 einen kostenlosen Umtausch oder eine vollständige Rückerstattung an. Der Hersteller der sieben Klon-Sitze, die chinesische Firma Yangzhou Lettas Baby Product CO., LTD, verwies zuletzt laut Stiftung Warentest auf sein Kundenserviceteam.

© dpa-infocom, dpa:260408-930-918317/1

(pjl)