Stiftung Warentest: Nur eine Butter gilt bei Stiftung Warentest und Öko-Test gleichzeitig als „gut

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Stiftung Warentest: Nur eine Butter gilt bei Stiftung Warentest und Öko-Test gleichzeitig als „gut

Stiftung Warentest Nur eine Butter gilt bei Stiftung Warentest und Öko-Test gleichzeitig als „gut"

Update · Großer Gegensatz bei den Testergebnissen: Während bei Öko-Test fast alle Buttermarken durchfallen, bewertet die Stiftung Warentest die meisten Sorten mit „gut“. Wie kann das sein?

28.08.2026 , 08:21 Uhr

Fast alle Marken fallen bei Öko-Test durch, bei Stiftung Warentest erhalten die meisten ein „gut“ (Symbolbild)

Fast alle Marken fallen bei Öko-Test durch, bei Stiftung Warentest erhalten die meisten ein „gut“ (Symbolbild)

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp/Patrick Pleul

  • Öko-Test (12/2022) fällt ein hartes Butter-Urteil: 7 von 20 Marken fallen durch.
  • Im Testbericht von Stiftung Warentest (12/2023) schneiden hingegen 24 von 30 Butter-Marken mit „gut“ ab.
  • Hinweis: Die angegebenen Preise wurden am 7. Juli 2026 erhoben.

Verbraucher dürfen sich derzeit über sehr niedrige Butterpreise freuen. Besonders Aldi und Lidl liefern sich bereits seit Herbst 2025 einen Preiskampf um die günstigste Eigenmarken-Butter. Betrug der Preis für eine 250-Gramm-Packung im Februar 2025 noch 2,39 Euro, so erreichte er im Dezember 2025 mit 0,99 Euro ein „Zehn-Jahrestief“. Auch Rewe, Edeka, Kaufland, Penny, Netto und Norma zogen nach.

Nach einem kurzen Anstieg sind die Butterpreise seitdem wieder gesunken. Nun, im Sommer 2026, sind sie in Deutschland auf dem niedrigsten Stand des laufenden Jahres. Bei Aldi und Lidl kostet eine 250-Gramm-Packung der Eigenmarken-Butter derzeit nur 1,05 Euro.

Hintergrund des Preisverfalls ist eine gesteigerte Milchproduktion: Mehr Milch mit höherem Fettgehalt drückt die Produktionskosten für Butter. Hinzu kommt ein schwacher US-Dollar, der den Export verteuert und damit das inländische Angebot erhöht.

Experten warnen jedoch: Für Landwirtinnen und Landwirte liegen die Erzeugerpreise inzwischen unter den Produktionskosten – die für Verbraucher erfreulichen Tiefpreise haben für die Branche eine Kehrseite. Die entscheidende Frage bleibt damit dieselbe wie beim Blick auf die Testergebnisse von Stiftung Warentest und Öko-Test: Ein niedriger Preis allein sagt noch nichts über die Qualität aus.

Test-Desaster: Fasst alle Butter-Marken fallen bei Öko-Test durch

Bereits im Dezember 2022 ließ Öko-Test 20 Buttermarken im Labor prüfen – darunter süße, saure und mildgesäuerte Sorten, sieben davon mit Bio-Zertifizierung. Untersucht wurden unter anderem Streichfähigkeit, pH-Wert, Wasserverteilung, Schadstoffbelastung und Geschmack.

Das Ergebnis war ernüchternd: 16 von 20 Produkten fielen durch. Besonders kritisch bewerteten die Tester erhöhte Mineralölrückstände, die sich im Körper anreichern können. Spitzenreiter der Belastung war die ÖMA Allgäuer Bauernbutter Sauerrahm, deren Mineralölgehalt den EU-Richtwert um das Zehnfache überschritt.

Auch die bekannte Marke Kerrygold schnitt mit „ungenügend (6)“ ab – wegen stark erhöhter Schadstoffwerte, leicht ranzigem Geschmack und ungleichmäßiger Konsistenz.

Einziger Lichtblick war die Bio-Fassbutter der Gläsernen Molkerei, die als einziges Produkt mit „gut“ abschnitt. Sie war frei von bedenklichen Rückständen und überzeugte die Tester in Qualität und Geschmack. Mit einem Preis von 4,49 Euro für 250 Gramm kostet der Öko-Testsieger allerdings mehr als dreimal so viel wie Discounter-Butter.

Alle ausführlichen Ergebnisse können Sie im Bericht von Öko-Test zu Butter nachlesen (Bezahlschranke, Heft Dezember 2022)

Stiftung Warentest: Die meisten Buttersorten sind „gut“

Ein Jahr später, im Dezember 2023, kam die Stiftung Warentest zu deutlich positiveren Ergebnissen. Von 30 getesteten Buttermarken erhielten 24 das Qualitätsurteil „gut“. Untersucht wurden sowohl mildgesäuerte, Süßrahm- als auch Sauerrahmbutter.

Testsieger wurde die Milbona Bio Butter von Lidl mit der Bestnote „sehr gut (1,7)“. Diese Bio-Eigenmarke war bei Öko-Test nicht im Prüfprogramm enthalten. Auffällig ist jedoch, dass bekannte Marken wie Meggle Feine Butter und Weihenstephan Butter, die bei Öko-Test noch mit „ungenügend“ wegen stark erhöhter Mineralölrückstände durchgefallen waren, bei Stiftung Warentest mit „gut (1,9)“ abschnitten.

Die Bio-Fassbutter der Gläsernen Molkerei, die bei Öko-Test als einziges Produkt überzeugte, erhielt bei Stiftung Warentest ebenfalls ein „gut (2,2)“. Während mikrobiologische Qualität und Streichfähigkeit mit „sehr gut“ bewertet wurden, schnitt sie im sensorischen Urteil – also bei Aussehen, Geruch, Geschmack, Textur und Mundgefühl – nur mit „befriedigend“ ab.

Alle ausführlichen Ergebnisse können Sie im Bericht von Stiftung Warentest zu Butter nachlesen (Bezahlschranke, Heft Dezember 2023)

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde seit seiner Erstveröffentlichung am 7. September 2023 immer wieder aktualisiert und überarbeitet und mit Künstlicher Intelligenz optimiert. Der Inhalt wurde von der Redaktion überprüft.