Nobelpreisträgerin scherzt über Trump: „Vielleicht teile ich den Preis mit ihm“
Nach Nobelpreis-Entscheidung Trump beschimpft Komitee – Preisträgerin spottetVon t-online, reuters, mal10.10.2026 - 07:32 UhrLesedauer: 2 Min.Donald Trump kritisiert die Vergabe des Friedensnobelpreises scharf....
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Nach Nobelpreis-Entscheidung
Trump beschimpft Komitee – Preisträgerin spottet
Von t-online, reuters, mal
10.10.2026 - 07:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Donald Trump kritisiert die Vergabe des Friedensnobelpreises scharf. Die Preisträgerin hatte zuvor mit einem Seitenhieb auf ihn reagiert.
US-Präsident Donald Trump hat sich am Freitag erneut darüber beschwert, dass er den Friedensnobelpreis nicht erhalten habe. Er bezeichnete die Entscheidung des Nobelpreiskomitees als schändlich und peinlich. "Dies ist ein unauslöschlicher Schandfleck für das Land Norwegen und für jene Leute, die eine solch schändliche und peinliche Entscheidung getroffen haben", sagte Trump in einer Wahlkampfrede im Bundesstaat New York.
Er habe geholfen, Kriege zwischen Nord- und Südkorea, Japan und Nordkorea sowie China und Taiwan zu verhindern, sagte er, ohne dafür Belege zu nennen. "Der Friedensnobelpreis wurde von einer Handvoll radikaler Ideologen, die antidemokratisch und wirkliche Feinde der Zivilisation sind, für immer diskreditiert. Und wir werden das nicht vergessen, Norwegen", sagte er.
"Mysteriöse Person": Trump kritisiert Wahl der Friedensnobelpreisträgerin
Trump äußerte sich wenige Stunden, nachdem das Komitee den diesjährigen Preis an die südafrikanische Juristin und Menschenrechtlerin Navanethem "Navi" Pillay verliehen hatte. Die 85-Jährige werde für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht geehrt, teilte das norwegische Nobelkomitee am Freitag in Oslo mit.
Pillay war in ihrer Laufbahn unter anderem Richterin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) und UN-Menschenrechtskommissarin. Pillay leitete auch die UN-Untersuchungskommission zu den besetzten palästinensischen Gebieten, die im vergangenen Jahr zu dem Schluss kam, dass Israel im Gazastreifen einen Völkermord begangen habe. Israel hatte den Bericht als "skandalös" zurückgewiesen.
In seiner Wahlkampfrede in Syracuse im Bundesstaat New York bezeichnete Trump Pillay als "mysteriöse Person". "Ich habe noch nie von dieser Person gehört", sagte er. Niemand habe das.
Preisträgerin spottet über Trump
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Pillay selbst hatte zuvor über Trumps Behauptung, er verdiene die Auszeichnung, gescherzt. Bei einer Fachtagung zum Völkerstrafrecht in Nürnberg sagte sie unter dem Applaus ihrer Kollegen: "Wenn ihr noch ein bisschen lauter klatscht, teile ich den Preis vielleicht mit Trump." Das Publikum lachte. Zu sehen ist die Szene in einem Video, das Amnesty-International-Generalsekretärin Agnès Callamard auf der Plattform X veröffentlichte.
Der Kommentar fiel noch vor Trumps jüngsten Beschwerden. Trump hat bisher in jedem Jahr seiner Präsidentschaft seine Enttäuschung darüber geäußert, den Preis nicht gewonnen zu haben.