Einmal tief durchatmen: Was steckt wirklich hinter dem KI-Hype des Sommers?

Die letzten Monate waren geprägt von einem regelrechten KI-Hype. Ende April behauptete beispielsweise Anthropic, dass sein Modell „Claude Mythos“ besser darin sei, Software-Schwachstellen zu finden als die meis...

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Einmal tief durchatmen: Was steckt wirklich hinter dem KI-Hype des Sommers?

Die letzten Monate waren geprägt von einem regelrechten KI-Hype. Ende April behauptete beispielsweise Anthropic, dass sein Modell „Claude Mythos“ besser darin sei, Software-Schwachstellen zu finden als die meisten Sicherheitsexperten. Wie um dies zu beweisen, kam es etwas später zum Hacking-Vorfall bei Open AI und Hugging Face, woraufhin Anthropic (erstaunlich stolz) und Meta (eher widerwillig) ähnliche Vorfälle im Zusammenhang mit ihren Modellen offenlegten.

Wieder kurz danach folgte die Behauptung von Anthropic, eines seiner Modelle habe einen wichtigen Durchbruch in der Mathematikforschung erzielt; bald darauf meldete OpenAI einen ähnlichen Erfolg. Zuletzt sorgte auch noch der Anthropic-Ingenieur Jacob Coxon für Aufsehen, als er seinen Abtritt bei dem Unternehmen verkündete und gleichzeitig behauptete, dass sowohl Anthropic als auch OpenAI „auf direktem Weg auf eine sich selbst verbessernde Superintelligenz zusteuern und mit unseren Leben spielen“.

Großes Medieninteresse, doch was bleibt von den KI-Hacking-Vorfällen?

Jedes dieser Ereignisse wurde von Medien und in sozialen Netzwerken nahezu atemlos begleitet, wobei oft die anthropomorphisierenden Darstellungen der Unternehmen wiederholt wurden – die darauf abzielen, ihre Software nicht nur als leistungsstark, sondern als im Entstehen begriffene „allgemeine künstliche Intelligenz“ (AGI) darzustellen. Was geht hier wirklich vor sich? Sind wir Zeugen einer Reihe massiver, unsere Zivilisation verändernder technologischer Durchbrüche, oder handelt es sich um schlichtes Marketing?

Klar ist: Hier bauschen nicht nur die Unternehmen die Vorfälle offenbar massiv auf (die in Fällen illegaler Hackerangriffe durch KI als Schuldeingeständnisse präsentiert wird), sondern unserer Ansicht nach auch das Presseumfeld. Doch sobald Expert:innen der jeweiligen Fachgebiete etwas Zeit haben, die Geschehnisse näher zu untersuchen, ergibt sich oft ein ganz anderes Bild – eines, das dann aber weniger mediale Aufmerksamkeit erhält.

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