News am Morgen - Nachrichten vom 23. Juli 2026
Heute ist Tag fünf nach dem Rücktritt von Jens Spahn und Tag acht nach seiner Verkündung, dass er Vater geworden ist. Und nachdem der Sturm darum etwas abflaut, ist endlich Zeit, um zu fragen: Was ist da eigent...
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Heute ist Tag fünf nach dem Rücktritt von Jens Spahn und Tag acht nach seiner Verkündung, dass er Vater geworden ist. Und nachdem der Sturm darum etwas abflaut, ist endlich Zeit, um zu fragen: Was ist da eigentlich passiert? Und wieso ging es so schnell?
Meine Kollegen Christoph Koopmann, Henrike Roßbach und Robert Roßmann haben recherchiert und befinden: „Dass die knapp 24-jährige politische Karriere des Ex-Fraktionsvorsitzenden, Ex-Bundesministers und Ex-Staatssekretärs Jens Spahn in nur drei Tagen in sich zusammenfallen konnte wie ein Soufflée, ist das Ergebnis eines Aufstands der Basis.“ Einen besonderen Vertreter der Basis haben sie getroffen: Niklas Frigger, Lehrer und Initiator eines offenen Briefs mit einer Rücktrittsforderung an Jens Spahn. Er ist für die CDU stellvertretender Bürgermeister ausgerechnet in Brilon im Sauerland, also im Geburtsort von Friedrich Merz.
Derweil arbeitet dieser schon an der Nachfolge von Jens Spahn. Thorsten Frei soll neuer Fraktionsvorsitzender werden, so will es jedenfalls der Bundeskanzler. Gewählt wird allerdings erst am nächsten Mittwoch. Ist Frei eine gute Wahl? Vielleicht. Mein Kollege Detlef Esslinger formuliert es so: „Friedrich Merz steht bislang nicht im Ruf, ein Entdecker von Talenten zu sein, auf die sonst keiner kommt.“
Aber was heißt schon Talent? Womöglich ist das heute auch etwas anderes als einst. Diverse Studien wollen jedenfalls herausgefunden haben, dass die durchschnittliche Intelligenz schon seit Jahrzehnten sinkt. Und falls Sie sich jetzt ertappt fühlen: Ja, womöglich sind Sie tatsächlich nicht mehr ganz so blitzgescheit wie einst. Aber viele Forscher glauben nicht, dass die Intelligenz generell abnimmt. Welche andere Erklärung sie für die sinkenden IQ-Testergebnisse gefunden haben, lesen Sie in diesem Text.
Was heute wichtig ist
USA und Saudi-Arabien unterzeichnen Atomabkommen – Experten reagieren besorgt. Saudi-Arabien soll künftig auch eigenes Uran anreichern dürfen. Die Sicherheitsstandards sollen laut Medienberichten nicht so streng sein wie in anderen Ländern. Kritiker befürchten, es könnte den Weg für saudische Atomwaffen ebnen - und Iran provozieren. Zum Artikel
- Liveblog zur US-Politik: Was die USA sich von dem Atom-Deal erhoffen
Huthi beschießen Öltanker im Roten Meer. Trump glaubt nicht, dass Teheran für einen Deal bereit ist – und droht. Die USA haben Spezialeinheiten in die Region verlegt. Das US-Militär greift eine weitere Nacht in Folge iranische Ziele an. Derweil beschießt die Huthi-Miliz im Roten Meer zwei Öltanker. Zum Liveblog zum Krieg in Nahost
Wie Frei designierter Fraktionsvorsitzender wurde – und welche Lücke Spahn lässt. Thorsten Frei soll neuer Fraktionsvorsitzender der Union werden. Begonnen hat der Basis-Aufstand gegen Spahn ausgerechnet in der Heimat des Kanzlers: in Brilon. Mit Spahn fehlt ein Stabilisator der Koalition. Kann mit Frei ein Neustart gelingen? Die Probleme der Union in den Kommunen und an der Basis sind damit aber nicht weg. Zum Artikel
- MEINUNG Leihmutterschaft: Die Kritik an Spahn hat jedes Maß verloren
EXKLUSIV Deutsche Wirtschaft dürfte bis 2045 nur um 0,9 Prozent pro Jahr wachsen. Die einzige Wachstumsquelle für die deutsche Wirtschaft könnte künftig der technologische Fortschritt sein, findet eine Studie des Forschungsinstituts Prognos. Selbst für dieses kleine Wachstum müsse das Land aber viel stärker als bisher in digitale Lösungen investieren. Zum Artikel
Frankreich: Modelagent mit Beziehungen zu Epstein tot aufgefunden. Die Todesursache von Daniel Siad wird von den französischen Behörden noch untersucht. Er sollte voraussichtlich von der französischen Staatsanwaltschaft vernommen werden. Sein Name taucht über zweitausend Mal in den Epstein-Files auf. Zum Artikel
- In Epsteins Netz: Sie dachten, sie werden Models
- Medizin: Wie starb Jeffrey Epstein?
Podcast: Der Zug – wie starb Hannes? Am 1. Oktober 2016 steigt Hannes Schindler in einen Zug – und kommt nie wieder nach Hause. Der 25-Jährige stürzt während der Fahrt aus der Regionalbahn und stirbt an seinen schweren Verletzungen. Schnell stellt sich die Frage: Wurde Hannes gestoßen oder ist er in Panik gesprungen? Die neue Podcast-Serie von „Mord auf Ex“ und der SZ. Zum Podcast
Weitere wichtige Themen
- SZ-Podcast „Auf den Punkt“: Cyberangriffe: Wie mächtig wird die KI?
- Braunau am Inn: In Hitlers Geburtshaus ist nun die Polizei eingezogen
- Ukrainische Drohnenangriffe: Russland geht das Benzin aus
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Dossier Digitalwende: Digitale Brieftasche: Was Deutschland von der Ukraine lernen kann. Die Ukraine bündelt Nachweise und staatliche Dienste längst in der staatlichen App Diia. Die frühere Vize-Digitalministerin Liudmyla Rabchynska erklärt im Interview, was Deutschland daraus für die Eudi-Wallet lernen kann. Auch wichtig: Das Kabinett hat ein neues Programm für die Cybersicherheit der Bundesverwaltung beschlossen. Zum Briefing
Dossier Geoökonomie: Wechselrichter gibt es auch aus deutscher Produktion. Der Solartechnikhersteller SMA will Europas Abhängigkeit von chinesischen Wechselrichtern verringern. Über deren Cloudzugänge könnten Angreifer große Teile der Solarleistung manipulieren und das Stromnetz stören, warnen Regierungsstellen. Der deutsche Hersteller verspricht eine sicherere Alternative zu geringen Mehrkosten. Zum Briefing