Wandbild in Genf: Kunst erinnert an humanitäre Helfer im Krieg
Täglich unter Beschuss Ein Wandbild für die humanitäre Hilfe 22.08.2026, 16:36 Teilen ...
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Täglich unter Beschuss Ein Wandbild für die humanitäre Hilfe
22.08.2026, 16:36
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Ein neues Wandgemälde an den Genfer Universitätsspitälern erinnert daran, dass in Kriegsgebieten täglich Ärzte und Spitäler angegriffen werden. Das Werk, das am Mittwoch enthüllt worden ist, thematisiert die UNO-Resolution 2286, die Ärzte und humanitäre Helfer in Konflikten unter Schutz stellt.
«Die Übermacht derjenigen, die sich um diese Regeln nicht kümmern»: die Tessiner Christian Rebecchi und Pablo Togni bei der Arbeit.
RSI
Die Realität sieht anders aus: Seit Jahresbeginn hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) über 900 Angriffe gegen Spitäler und medizinisches Personal registriert mit fast tausend Toten. Die am stärksten betroffenen Gebiete sind die Ukraine, der Libanon und Gaza.
«Heute gehen wir zur Arbeit mit der Angst, ein Spital zu betreten, um Patienten zu behandeln. Oder wir steigen in einen Krankenwagen, ohne zu wissen, ob wir angehalten oder bombardiert werden», sagte Micaela Serafini, Präsidentin von Ärzte ohne Grenzen Schweiz, anlässlich der Enthüllung des Wandgemäldes.
Der Künstler über das Werk:
Das Werk stammt von den Schweizer Künstlern Christian Rebecchi und Pablo Togni, bekannt als Nevercrew. «Es ging uns darum, die Verantwortung und die Zerbrechlichkeit zu thematisieren», sagt Rebecchi gegenüber dem Radio und Fernsehen der italienischen Schweiz (RSI). Die UNO-Resolution und deren Text sind im Gemälde als Dach dargestellt, «als Schutz», wie Rebecchi sagt. «Gleichzeitig wird es aber zerrissen, wird zerstört durch die Übermacht derjenigen, die sich über diese Regeln hinwegsetzen.»
Ein Schutz, der zu zerreissen droht: Das Wandgemälde am Genfer Unispital soll die Verletzlichkeit der humanitären Helfer thematisieren.
RSI
Die Künstler hoffen, dass ihr Fresko die Menschen dazu bringt, sich mit dem Thema zu befassen und über diese historische Periode nachzudenken, «in der alle Menschenrechte oft missachtet werden und in der bestimmte Mächte für sich das Recht beanspruchen, über Menschenleben und sogar über internationale Gesetze hinwegzugehen», so Rebecchi.
RSI, Telegiornale, 19.8.2026, 20 Uhr