Technaxx FMT1500BT im Test: Dieser DAB+-Autoradioadapter enttäuscht auf ganzer Linie
1 Der Technaxx FMT1500BT ist ein DAB+-Autoradioadapter mit Schwanenhals, der direkt an die 12-Volt-Bordsteckdose (Zigarettenanzünder) zu betreiben ist Alle bis jetzt getesteten DAB+-Autoradioadapter haben ihre ...
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Alle bis jetzt getesteten DAB+-Autoradioadapter haben ihre Aufgabe zumindest zufriedenstellend erledigt. Der Technaxx FMT1500BT lehrt uns im aktuellen Praxistest jedoch, dass man mit einem solchen Gerät Überraschungen in bislang nicht gekannter Dimension erleben kann. Wer hofft, mit dem kompakten Schwanenhals-Adapter billig und unkompliziert Digitalradio im alten Auto nachzurüsten, erlebt im Labor eine herbe Enttäuschung.
Die technischen Daten und Ausstattung im Überblick
Die folgende Tabelle zeigt die Ausstattungsmerkmale des Technaxx FMT1500BT auf einen Blick:
| Merkmal / Funktion | Ausstattung des Technaxx FMT1500BT |
| Bauform / Montage | Schwanenhals-Halterung für die 12-Volt-Bordsteckdose |
| Display | 3,4 cm monochromes, vierzeiliges LCD |
| Zusatz-Anschlüsse | 2x USB-Ladebuchsen (inkl. Schnellladefunktion) am Stecker |
| Audio-Quellen | DAB+, Bluetooth, Aux-In (2,5 mm Klinke), TF-Karte (bis 32 GB) |
| Audio-Ausgang | Kein Aux-Out (Signalübertragung nur via FM-Transmitter) |
| Antennen-Anschluss | MCX-Norm |
Ausstattung und Handhabung des Adapters
Der Technaxx FMT1500BT zählt zu den DAB+-Autoradioadaptern mit Schwanenhals und 12-Volt-Stecker. Damit ist das Gerät direkt an einer 12-Volt-Steckdose, Stichwort Zigarettenanzünder, zu betreiben. Auf diese Weise erspart man sich den Saugnapf an der Windschutzscheibe oder die teils gar nicht so stabile Halterung für die Belüftungsschlitze, so wie man sie von anderen DAB+-Adaptern kennt. Weiter erspart man sich so zumindest das Kabel für die Stromversorgung. Um auch weiterhin das Smartphone an der 12-Volt-Steckdose aufladen zu können, sind an der Rückseite des 12-Volt-Steckers zwei USB-Ladebuchsen verbaut. Davon bietet eine sogar eine Schnellladefunktion an.
Das zentrale Element des Adapters ist ein 3,4 Zentimeter großes monochromes, vierzeiliges Display. Die obere Zeile dient der Anzeige der Frequenz des integrierten FM-Transmitters, der Uhrzeit und der Signalstärke in Form einer Balkenanzeige. Darunter stehen drei Zeilen mit je 16 Buchstaben, zum Beispiel zur Darstellung des Stationsnamens und des Radiotexts, bereit.
Die Bedienung erfolgt über vier Tasten sowie ein Drehrad. Direkttasten gibt es zum Anpassen der Ausgangsfrequenz des FM-Transmitters, dem Start des DAB+-Sendersuchlaufs, sowie zum Einstieg in die Menüoberfläche und zur Wahl der Betriebsart. Neben DAB+ nimmt der Technaxx auch Audiosignale via Bluetooth, den Aux-Eingang sowie über eine bis zu 32 Gigabyte große TF-Speicherkarte entgegen. Das Buchsenfeld an der linken Seite beinhaltet die in MCX-Norm ausgeführte Antennenbuchse sowie einen als 2,5 Millimeter Klinke ausgeführten Aux-Eingang. Über einen Aux-Ausgang verfügt das Gerät nicht, womit die Verbindung zum im Fahrzeug eingebauten Radio ausschließlich über den FM-Transmitter erfolgen kann.

Inbetriebnahme mit Hürden
Der FMT1500BT scheint für unterschiedliche Märkte gesondert vorprogrammiert zu werden. Von zwei vorliegenden Testgeräten hatte eines bereits die Senderliste des privaten NRW-Multiplexes eingespielt, beim zweiten war es das öffentlich-rechtliche Paket für die Region Oslo in Norwegen. Somit führt der DAB+-Autoradioadapter bei der erstmaligen Inbetriebnahme auch keinen automatischen Sendersuchlauf durch. Dieser ist erst durch ein rund dreisekündiges Betätigen der Scan-Taste (Beschriftung: SCN) manuell zu starten.
Der Funktionsumfang bei DAB+ beschränkt sich auf das absolut Notwendige. Die Programme werden im Zuge des Auto-Scans in der gefundenen Reihenfolge Mux für Mux eingelesen und sind in Folge mit den beiden Pfeiltasten am Gerät auszuwählen. Im Display werden der Stationsname und, meist mit merklicher Verzögerung, auch der Radiotext eingeblendet. Speicherplätze für Favoritenkanäle stehen keine zur Verfügung.
Der Empfangstest: Extreme Taubheit im Labor
Bislang war es noch nie der Fall, dass das Testlabor einen DAB+-Autoradio-Adapter mit derartigen Empfangsleistungen erreicht hat. Gewöhnlich werden über die Dachantenne stationär an die 140 Programme von 14 Multiplexen eingelesen. Mit dem Technaxx FMT1500BT werden indes nur die drei ortsüblichen Pakete mit insgesamt 38 Programmen empfangen.
Diese extreme Taubheit des DAB+-Adapters macht es auch schwierig zu ergründen, ob er mit mehr als 100 Stationen klarkommt oder auch am bekannten „100er-Problem“ leidet. Erst an einer stationären Antenne mit zwei nachgeschalteten Hochleistungsverstärkern wurde vom FMT1500BT das eingelesen, was für andere Digitalradios absolut keine Herausforderung darstellt. Zumindest so konnte sichergestellt werden, dass der DAB+-Adapter prinzipiell mit über 100 Stationen umgehen kann.

In weiterer Folge wurde der DAB+-Autoradioadapter an einer Auto-Magnetfußantenne getestet. Mit ihr wurde nur einer der drei ortsüblichen Multiplexe eingelesen. An einem zweiten Testort wurde mit einer stationären Dachantenne kein einziger von acht möglichen Multiplexen empfangen. Damit hat sich eine anschließende Testfahrt in der Praxis komplett erübrigt.

FM-Transmitter und RDS mit Absturzpotential
Schenkt man den technischen Daten des FMT1500BT Glauben, arbeitet der integrierte FM-Transmitter mit einer maximalen Sendeleistung von 2,5 Milliwatt, die für die Überbrückung von Distanzen von weniger als fünf Metern genügen soll. In der Praxis lassen sich aber aus dem Inneren eines Hauses in den Garten jedenfalls 25 Meter in Stereo überbrücken. Gutes Mono schafft das Gerät bis zu einer Distanz von 40 Metern.
So richtig stabil arbeitet der FM-Transmitter des FMT1500BT allerdings nicht. Immer wieder kommt es in vergleichsweise kurzen Abständen von meist weniger als einer Minute zu kurzen Signaleinbrüchen. Sie lassen sich mit einem geeigneten UKW-Radio mit Signalanzeige eindeutig nachweisen. Zwar wird die Übertragung des DAB+-Programms auf UKW nicht permanent unterbrochen, die Aussetzer können im Auto aber für wiederkehrendes, extrem nerviges Rauschen sorgen.
Gefährliche Fehler im RDS-Protokoll

Der Technaxx FMT1500BT überträgt per RDS den Stationsnamen des gerade gehörten Senders. Dem Anschein nach dürften dabei aber die RDS-Parameter nicht allzu genau eingehalten werden. Mehrere getestete Autoradios hatten erhebliche Probleme damit, nach einem Programmwechsel den neuen Stationsnamen einzulesen. Teilweise gelang dies erst nach etwa einer Minute. Meist ist man jedoch gezwungen, am UKW-Radio kurz auf eine benachbarte Frequenz zu wechseln und dann wieder auf jene des Transmitters zurückzukehren. Gelegentlich werden trotz dieser Maßnahme überhaupt keine RDS-Kennungen eingelesen. Abgesehen davon klappt die Übertragung des Stationsnamens meist nur dann fehlerfrei, solange dieser unter acht Zeichen lang ist. Ansonsten werden die Namen immer wieder fehlerhaft mit Sonderzeichen ergänzt.
Richtig unangenehm kann der Einsatz des FMT1500BT im Fahrzeug werden: Die nicht korrekte RDS-Signalisierung hat nämlich das Potenzial, das im Auto fest eingebaute Werksradio komplett zum Einfrieren zu bringen. Bis dieses mühsam neu bootet, sind keinerlei Bedienungen im Fahrzeug mehr möglich. Davon betroffen ist unter anderem auch die Rückfahrkamera, die während dieses Systemabsturzes nicht in Funktion treten kann – ein echtes Sicherheitsrisiko beim Rangieren.
Fazit
Noch nie ist ein Testergebnis im Labor so eindeutig ausgefallen wie beim Technaxx FMT1500BT. Was nützt dem Autofahrer ein DAB+-Autoradioadapter, mit dem man schlichtweg nichts empfangen kann? Gar nichts! So gesehen ist es am Ende auch völlig egal, dass sein RDS nicht normgerecht funktioniert und der FM-Transmitter immer wieder kurze Aussetzer hat.
Wäre im Test nur ein einziges Gerät vorgelegen, wäre der Verdacht aufgekommen, dass es sich um ein defektes Montagsmodell handelt. Wenn aber zwei unabhängig voneinander getestete Geräte exakt dieselben gravierenden Effekte zeigen, spricht das leider für die mangelhafte Qualität dieses Produkts.
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