Treibstoffdiebstahl im Aargau: Anstieg um 50% seit Jahresbeginn
Publiziert11. August 2026, 17:52Kanton AargauTeurer Sprit: Immer mehr Autofahrer tanken, ohne zu bezahlenIm Kanton Aargau häufen sich die Fälle von Treibstoffdiebstahl. Die Polizei nennt als möglichen Grund die...
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Publiziert11. August 2026, 17:52
Kanton AargauTeurer Sprit: Immer mehr Autofahrer tanken, ohne zu bezahlen
Im Kanton Aargau häufen sich die Fälle von Treibstoffdiebstahl. Die Polizei nennt als möglichen Grund die stark gestiegenen Treibstoffpreise.

Darum gehts
- Im Kanton Aargau haben sich die Fälle von Tankbetrug seit Jahresbeginn auf 40 Fälle verdoppelt – auch der Treibstoffdiebstahl stieg von 40 auf 50 Fälle.
- Als Ursache gilt der starke Anstieg der Benzinpreise.
- Auch Shell meldet mehr Fälle als früher; Migrol hingegen verzeichnet ein konstantes Niveau.
Über fünf Monate tobt der Krieg der USA und Israels gegen den Iran bereits. Wegen der Blockade der Strasse von Hormus sind die Benzinpreise seither auf einem Hoch. Die hohen Frachtkosten wegen des tiefen Rheinpegels verteuern den Sprit zusätzlich. Seither häufen sich die Fälle von Treibstoffdiebstahl und Tankbetrug, wie das Portal «Nau» berichtet.
Im Kanton Aargau gab es seit Jahresbeginn bis Ende Juli 50 Fälle von Treibstoffdiebstahl, wie die Kantonspolizei Aargau dem Portal mitteilt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch rund 40 Fälle. Auch die Zahl der Vorfälle, bei denen Personen tanken und ohne zu bezahlen davonfahren, stieg deutlich. Im Vorjahreszeitraum waren es noch knapp 20 Fälle, dieses Jahr registrierte die Kantonspolizei bereits 40 Fälle.
Auch Shell meldet mehr Fälle
Nicht nur im Aargau sind Tankstellen zunehmend mit dem Problem konfrontiert. Shell registriert schweizweit einige Fälle mehr als früher, als die Preise noch niedriger waren, wie Sprecherin Jane Nüssli auf Anfrage von 20 Minuten sagt.
Bei der Migrol heisst es auf Anfrage, das Unternehmen verzeichne regelmässig einzelne Fälle von Kundinnen und Kunden, die eine Tankstelle verlassen, ohne den Treibstoff zu bezahlen. Die Zahl bewege sich aber auf einem konstanten Niveau.
Wie wirken sich die hohen Benzinpreise auf deinen Alltag aus?
Ich fahre weniger Auto und überlege mir jede Fahrt gut.
Ich nutze öfter den ÖV oder das Velo, wo es geht.
Ich merke die Preissteigerung kaum, da ich nicht oft tanke.
Ich muss an anderen Stellen sparen, um mir das Tanken leisten zu können.
Ich bin nicht betroffen, da ich kein Auto besitze.
Ich finde es eine Frechheit, bin aber aufs Auto angewiesen.
Bernhard Graser von der Kantonspolizei Aargau sagt gegenüber «Nau», er könne keine Angaben zu den jeweiligen Umständen der einzelnen Diebstähle machen. Die Auswertung zeige aber, dass die Fälle mutmasslich als Folge der stark gestiegenen Treibstoffpreise zugenommen haben.
Während die Menschen auf die Preiserhöhungen bei Lebensmitteln oder anderen Alltagsprodukten noch mit Verzicht oder dem Ausweichen auf billigere Eigenmarken reagieren können, geht das beim Sprit nicht. Viele sind aufs Auto angewiesen, um etwa zur Arbeit zu kommen.
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Fabian Pöschl (fpo) arbeitet seit 2020 für 20 Minuten. Er ist Verantwortlicher Wirtschaftsnews im Ressort Wirtschaft
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