Thomas Müller legt Tor auf und scheitert selbst – dann bricht Vancouver komplett ein
StartseiteSportFußballThomas Müller kassiert nach Säge-Jubel bitteren DämpferStand: 08.08.2026, 12:44 UhrKommentareUns auf Google folgenThomas Müller jubelte beim Führungstreffer gegen Juarez noch ausgelassen. ...
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Thomas Müller kassiert nach Säge-Jubel bitteren Dämpfer
Stand: 08.08.2026, 12:44 Uhr
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Thomas Müller jubelte beim Führungstreffer gegen Juarez noch ausgelassen. Dann drehte der Gegner die Partie – und Vancouver schied aus dem Leagues Cup aus.
Vancouver – Der Säge-Jubel war da, die Euphorie war da – und dann kam Juarez. Thomas Müller erlebte am Freitag im BC Place einen dieser Abende, die den Fußball so unberechenbar machen. Die Vancouver Whitecaps gingen früh in Führung, Müller feierte ausgelassen, doch am Ende stand ein bitteres 1:3 (1:1) gegen den FC Juarez – und das frühzeitige Aus im Leagues Cup.

Dabei lief zunächst alles nach Plan. Jeevan Badwal traf in der 12. Minute zur Führung, eingeleitet von Müller, der als Kapitän von Beginn an auf dem Platz stand. Die Legende des FC Bayern zelebrierte den Treffer mit seinem charakteristischen Jubel. Kurz darauf hätte der 36-Jährige selbst nachlegen können, scheiterte aber am Keeper – weitere Chancen, die er für Mitspieler auflegte, blieben ebenfalls ungenutzt.
Müller mit Vancouver nach zwei Pleiten raus
Juarez nutzte die Gunst der Stunde eiskalt: Ettson Ayon glich noch vor der Pause aus (34.), Oscar Estupinan erhöhte nach dem Wechsel (74.), und Ricardinho setzte in der Nachspielzeit den endgültigen Schlusspunkt (90.+6). Für die Whitecaps war es bereits die zweite Niederlage in der Gruppenphase. Schon zum Auftakt hatte Vancouver gegen CF Atlante verloren, als Müller als Joker kam, aber den 0:1-Rückstand nicht mehr umdrehen konnte.
Zwei Spiele, zwei Niederlagen – das Viertelfinale des nordamerikanischen Turniers, das MLS- und Liga-MX-Klubs zusammenbringt, ist für die Vancouver Whitecaps damit außer Reichweite. Die Leistung gegen Juarez war trotz klarem Chancenplus schlicht zu wenig. Für Müller persönlich bleibt ein zwiespältiger Abend. Der Weltmeister von 2014, der seit einem Jahr an der Pazifikküste lebt und sich nach eigener Aussage auf einer „irren Reise“ befindet, hatte zuletzt in der MLS aufgezeigt und die Whitecaps als Tabellenführer der Western Conference in die WM-Pause geführt.
Der Leagues Cup ist für Vancouver damit abgehakt – doch das muss kein Beinbruch sein. In der MLS sind die Whitecaps nach wie vor ein ernsthafter Titelanwärter, und Müller, dessen Vertrag bis Ende 2026 läuft, hat die Meisterschaft als erklärtes Ziel ausgegeben. Im vergangenen Jahr scheiterte Müller mit Vancouver erst im MLS-Finale an Inter Miami und Lionel Messi. Der berühmte Säge-Jubel wird also wiederkommen – die Frage ist nur, ob er am Ende der Saison auch den ganz großen Titel begleitet. (ck)