Thunderbolt 5 verbindet mehrere Mac Studios zu einem Super-Rechner | ifun.de
Apple positioniert den neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra noch deutlicher als Rechner für lokale KI-Anwendungen. Reicht die Leistung eines einzelnen Systems nicht aus, lassen sich mehrere Geräte über Thun...
- 2 min read
Apple positioniert den neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra noch deutlicher als Rechner für lokale KI-Anwendungen. Reicht die Leistung eines einzelnen Systems nicht aus, lassen sich mehrere Geräte über Thunderbolt 5 zusammenschalten. Ein Verbund aus vier Mac Studios soll KI-Modelle laut Apple bis zu dreimal schneller ausführen als ein einzelner Rechner.

Speicher mehrerer Macs gemeinsam nutzen
Grundlage dafür sind Thunderbolt 5 und RDMA, kurz für „Remote Direct Memory Access“. Dabei können die beteiligten Rechner direkt auf Speicherbereiche anderer Systeme zugreifen, ohne dass die Daten ständig aufwendig durch mehrere Software-Schichten kopiert werden müssen. Apple spricht dadurch von einem großen gemeinsamen Speicherpool.
Das ist gerade für große Sprachmodelle interessant. Ein einzelner Mac Studio mit M5 Ultra lässt sich bereits mit bis zu 512 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher konfigurieren. Werden vier entsprechend ausgestattete Systeme gekoppelt, stehen theoretisch insgesamt 2 TB Speicher für verteilte Berechnungen zur Verfügung. Damit sollen sich auch besonders große Open-Weight-Modelle komplett lokal betreiben lassen.
RDMA beseitigt den Flaschenhals
Ganz neu ist die Technik allerdings nicht. Wir haben bereits Ende vergangenen Jahres ausführlich über Mac-Cluster mit RDMA über Thunderbolt berichtet. Damals zeigten Tests mit vier Mac Studios, dass nicht die Rechenleistung, sondern vor allem der Datenaustausch zwischen den Rechnern zum Flaschenhals werden kann.

RDMA über Thunderbolt 5 reduziert diese Verzögerungen deutlich. Statt lediglich mehr Speicher bereitzustellen, können Rechenschritte dadurch tatsächlich parallel auf mehrere Macs verteilt werden. Genau diesen Vorteil bewirbt Apple beim neuen Mac Studio nun erstmals ausdrücklich als Teil des Produkts.
Nicht nur der neue Mac Studio kann das
Die Cluster-Funktion ist dabei grundsätzlich nicht exklusiv dem M5 Ultra vorbehalten. RDMA über Thunderbolt wurde bereits mit macOS 26.2 eingeführt und setzt vor allem einen Mac mit Thunderbolt 5 voraus. Auch der neue Mac mini mit M5 Pro besitzt entsprechende Anschlüsse und kann mit weiteren Systemen gekoppelt werden.
Der Mac Studio spielt seine Stärke vor allem beim verfügbaren Arbeitsspeicher aus. Mit bis zu 512 GB pro Rechner und einer Speicherbandbreite von 1,2 TB pro Sekunde richtet sich die Ultra-Version klar an Entwickler, Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sehr große KI-Modelle lokal statt in der Cloud betreiben wollen. Für den heimischen Chatbot dürfte ein Vierer-Stapel dagegen leicht überdimensioniert sein.