Todesangst: Ed Sheeran ließ die B-Bühne gar nicht erst aufbauen

Empfehlungen der Redaktion Die Turbulenzen um Ed Sheerans „Loop“-Tour haben inzwischen auch Auswirkungen auf seine eigentliche Bühnenshow. Bei seinem Konzert...

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Todesangst: Ed Sheeran ließ die B-Bühne gar nicht erst aufbauen

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Die Turbulenzen um Ed Sheerans „Loop“-Tour haben inzwischen auch Auswirkungen auf seine eigentliche Bühnenshow. Bei seinem Konzert am Samstagabend (19. September) im Lincoln Financial Field in Philadelphia verzichtete der Sänger auf die sogenannte B-Stage mitten im Publikum. Als Grund nannte er Sicherheitsbedenken.

Sheeran erklärte während des Konzerts, er habe vorab nicht einschätzen können, wie ihn das Publikum nach den Ereignissen der vergangenen Tage empfangen würde. Er habe sogar damit gerechnet, dass Gegenstände nach ihm geworfen werden könnten. Deshalb sei ihm das Risiko zu groß gewesen, sich auf der zweiten, mitten in der Menge gelegenen Bühne zu präsentieren.

Damit unterschied sich die Show sichtbar von früheren Konzerten der Tour. Normalerweise nutzt Sheeran die kleinere B-Stage für einen Teil seines Sets und kommt den Fans dabei besonders nahe. In Philadelphia blieb er stattdessen auf der Hauptbühne. Auch die Polizei hatte ihre Sicherheitsmaßnahmen rund um das Konzert verstärkt.

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Ed Sheeran entschuldigt sich bei seinen Fans

Das Konzert war Sheerans erster Auftritt, seit seine Nordamerika-Tour innerhalb weniger Tage von einer heftigen Kontroverse erfasst worden war. Zu Beginn der Show wandte sich der Sänger deshalb ausführlich an das Publikum und entschuldigte sich für Fehler, die er im Umgang mit der Situation gemacht habe. Nach übereinstimmenden Berichten war das Stadion mit Zehntausenden Zuschauern nahezu gefüllt.

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Auslöser der Auseinandersetzung war die Entscheidung, Macklemore aus dem weiteren Programm der „Loop“-Tour zu nehmen. Der Rapper hatte sich bei Auftritten für die Palästinenser ausgesprochen und seinen Protestsong „Hind’s Hall“ gespielt. Mehrere Veranstaltungsorte hatten daraufhin damit gedroht, Konzerte nicht stattfinden zu lassen, sollte Macklemore weiterhin Teil des Line-ups bleiben. Sheeran erklärte später, die Entscheidung über dessen Ausschluss sei vom Tourveranstalter getroffen worden.

Die Folgen waren erheblich: Finneas, Lukas Graham und Aaron Rowe zogen sich ebenfalls von der Tour zurück. Auch die irische Band Beoga, die Sheeran bei den Konzerten begleitet hatte, stieg aus. Die Musiker solidarisierten sich damit mit Macklemore.

Sheeran äußert sich zu Israel und Gaza

In Philadelphia sprach Sheeran nun auch ausführlicher über den Nahostkonflikt. Er verurteilte den Hamas-Angriff auf Israel vom 7. Oktober 2023 und bezeichnete zugleich die Situation der Zivilbevölkerung im Gazastreifen als katastrophal, nicht zu rechtfertigen und unverhältnismäßig. Die humanitäre Dimension des Konflikts könne er nicht länger ausblenden.

Sheeran erklärte außerdem, er habe sich grundsätzlich nie als politischer Musiker oder Aktivist verstanden. Die Ereignisse hätten ihn jedoch mitten in eine Debatte über Meinungsfreiheit und den Nahostkonflikt gebracht. Zwischenzeitlich habe er sogar darüber nachgedacht, ob die Tour überhaupt fortgesetzt werden solle.

Trotz der zahlreichen Absagen stand Sheeran in Philadelphia nicht vollständig allein auf der Bühne. Violinistin Alicia Enstrom half dabei, kurzfristig eine neue Begleitband zusammenzustellen. Den Musikern blieben nach Sheerans Angaben lediglich drei Tage, um sich auf das Konzert vorzubereiten.

Die nächsten Konzerte der „Loop“-Tour sind für den 25. und 26. September im Gillette Stadium in Massachusetts vorgesehen.