Torsten Breuer ist der perfekte Multiplikator beim Tennisclub Eschwege
StartseiteLokalesWitzenhausenEschwegeStand: 27.09.2026, 19:24 UhrKommentareUns auf Google folgenIm Managerpulli und mit Tennisschläger: Torsten Breuer spielt bei den Herren 50 des TC Eschwege aktiv, steht aber ...
- 5 min read
Stand: 27.09.2026, 19:24 Uhr
Kommentare

Torsten Breuer trägt beim Tennisclub Eschwege viel Verantwortung. Angefangen hat seine Tennisbegeisterung, als Boris Becker 1985 in Wimbledon gewann.
Eschwege – Ein Multiplikator gibt Informationen, Wissen oder Effekte an Gleichgesinnte weiter und macht sie dadurch stärker. Diese wortgetreue Übersetzung passt haargenau zum zweiten Vorsitzenden vom Tennisclub Eschwege. Torsten Breuer gehört zu den Menschen, die die Welt ein bisschen besser machen. Aktuell führt er mit dem Vorstand die Geschäfte vom Tennisclub Eschwege, da der erste Vorsitzende Martin Heckmann beruflich bedingt ausfällt, um den Verein, bei dem es derzeit boomt, weiterhin in der Erfolgsspur zu halten.
Als Schüler hat er sich zunächst der Leichtathletik gewidmet, aber als Boris Becker im Juli 1985 den ersten Titel in Wimbledon gewann, sprang der Tennisfunke auf den damals 15-Jährigen über, der, wie selbstverständlich, seinen ersten Schläger aus der Becker-Kollektion erworben hat. „Daraus sind 30 aktive Jahre in meiner Heimatstadt Sontra geworden, bevor ich zum TC Eschwege wechselte, wo ich vor zwei Jahren das Amt übernommen habe.“
Der Bescheidene
Es spricht für die Bescheidenheit des 55-Jährigen, dass er beim Gespräch mit der WR zwei Namen nennt, denen er seinen größten Respekt zollt. „Das sind Karl Schreiber aus Sontra, der den TCS jahrzehntelang professionell geführt hat, wie auch Jörg Bruchmüller, der beim TC Eschwege ebenfalls bleibende Spuren hinterlassen hat“, weiß Torsten Breuer, dass, wenn die Mitglieder ihm im November das Vertrauen schenken und ihn zum Vorsitzenden wählen, er in große Fußstapfen treten muss. „Wenn der Verein mich will, dann bin ich bereit, den erfolgreichen Weg fortzusetzen“, blickt er zurück ins Sontraer Elternhaus. „In meinem Portemonnaie steckt seit vielen Jahren ein schon fast vergilbter Zettel mit einem Leitspruch, den meine geliebte Mutter mir geschrieben und stets vorgelebt hat: Das Geheimnis des Glücks liegt nicht im Besitz, sondern im Geben. Wer andere glücklich macht, wird glücklich.“
Dieses Zitat sitzt bei Torsten Breuer tief im Inneren: „Ich habe immer wieder motivieren lassen, etwas aus meinem Leben zu machen. Ich pflege sehr gerne Kontakte und bei guten und ehrenhaften Gesprächen öffnet sich mein Herz ganz schnell“, weiß der gebürtige Rotenburger, der in Sontra in einer glücklichen Familie aufgewachsen ist, dass seine verantwortungsvolle Aufgabe, die er beim TC Eschwege bekleidet, viel Kraft von ihm verlangt.
Viele helfende Hände
„Ich schätze die hervorragende Gemeinschaft sehr, die wir intensiv ausleben. Das bringen viele helfende Hände bei Arbeitseinsätzen zum Ausdruck, denn unsere sechs Plätze wollen gepflegt werden. Die lizenzierten Trainer Wolfgang Umbach und Alexander Orlob sind Garant für unsere gezielte Nachwuchsarbeit und sie werden von Karina Padufalova, Jörg Bruchmüller und Lea Janz unterstützt“, kann Torsten Breuer voller Stolz auf zwölf Teams von der U10 bis zu den Herren 50 blicken, die am Spielbetrieb teilgenommen haben. Und er hebt die Kooperationen mit der Polizei, dem benachbarten Kindergarten Abenteuerland und Schulprojekten hervor, die betreut werden müssen“, würdigt Torsten Breuer auch die Partnerschaften mit den Sponsoren.
Ein Problem, die Parkplatzsituation, brennt ihm unter den Nägeln. Verhandlungen mit den städtischen Gremien werden nötig sein. „Wir sind häufig rund um unsere schmucke Anlage bis am späten Nachmittag zugeparkt, was gerade für die Eltern, die ihre Kinder zum Training bringen, schwierig ist“, ist sich Torsten Breuer aber sicher, dass sich mit vernünftigen Gesprächen Lösungen schaffen lassen. Eine gute Sache in Form einer Patenschaft hat er für den Nachwuchs des TCE initiiert: „Wir pflegen seit zwei Jahren die Stolpersteine in der Friedrich-Wilhelm-Straße.“
Schon als Jugendlicher hat er sich ehrenamtlich engagiert. So war er drei Jahre in der Gewerkschaft als Vertreter für Auszubildende tätig, hat an der Fachoberschule für Wirtschaft und Verwaltung in Bebra mit Mitschülern und dem Politiklehrer den Verein „Helft misshandelten Kindern“ gegründet, war zwei Jahre Sprecher der Beruflichen Schulen in Bebra, wo er sich nach seiner Maurerlehre die Basis für den Einstieg in die Versicherungsbranche ebnete. Er erinnert sich: „Schon während der Lehre habe ich mich mit 17 Jahren nach Feierabend auf mein Moped geschwungen, um Kunden im Versicherungswesen zu gewinnen“, schmunzelt Torsten Breuer bei diesen Worten.
Sport mit Westerwelle
In bester Erinnerung bleibt ihm die Zeit als FDP-Abgeordneter im Stadtparlament Sontra, als es ihm gelungen ist, Parteigrößen wie Alexander Graf von Lambsdorff oder 2003 Kanzlerkandidat Guido Westerwelle, den er zum Volleyballspiel überredet hat, nach Sontra einzuladen. Ortsverbandsvorsitzender der FDP in Sontra, stellvertretender Kreisvorsitzender der FDP und Wohltäter im Rotary-Club gehörten zu den ehrenamtlichen Kerngeschäften von Torsten Breuer. Auch als Generalagenturleiter der Sparkassenversicherung, für die er mittlerweile als Mentor und Gastgeber tätig ist, unterstützte er soziale, kulturelle und sportliche Events mit Geldspenden, so auch den Sportkreisehrentag.
Die Stars bekocht
Auch mit seiner Ehefrau Andrea, mit der er die Firma Torsten Breuer zu einem mittelständischen Betrieb in der Versicherungs- und Pflegebranche gegründet hat und 87 Mitarbeitende beschäftigte, gehörte er auf der privaten Schiene zu den Gönnern von löblichen Projekten. Torsten Breuer: „In toller Erinnerung werden die Fußball-Weltmeister Uwe Bein und Guido Buchwald sowie Tischtennis-Weltmeister Jörg Roßkopf bleiben, die meine Andrea bei uns zu Hause bekocht habt. Apropos Andrea: Sie ist nicht nur meine geliebte Ehefrau und Mutter unserer Töchter Catharina und Johanna, sondern mit ihr habe ich meinen Lebenskompass vollkommen neu justiert“, sagt der Versicherungsexperte, dass die Familie mit Sylt, Bayrischzell und Reit im Winkl drei Lieblingsurlaubsorte hat. (Harald Triller)
Einen weiteren Artikel über einen engagierten Menschen lesen Sie hier. Das aktuelle Porträt finden Sie immer in unserer Dienstagsausgabe oder bereits am Montagabend im E-Paper.