Tour de France Femmes - Vollering gewinnt mit Machtdemonstration die Tour de France

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Tour de France Femmes - Vollering gewinnt mit Machtdemonstration die Tour de France

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  • Die Niederländerin Demi Vollering gewinnt nach 2023 zum 2. Mal in ihrer Karriere die Tour de France Femmes.
  • 16 km vor dem Ziel zieht die Fahrerin mit dem Gelben Trikot entscheidend und unwiderstehlich davon. Sie erreicht das Ziel nach fast 100 km in Nizza solo.
  • Marlen Reusser fällt nach einem Sturz rund 60 km vor dem Ziel zurück. Sie kann zwar schnell wieder aufs Rad steigen, vermag aber nicht mehr um einen Podestplatz im Gesamtklassement zu kämpfen.

Was für eine Matchdemonstration und was für ein Erfolg: Demi Vollering erreichte das Ziel auf der abschliessenden 9. Etappe der Tour de France Femmes (Start und Ziel in Nizza) nach 99,2 km solo mit über einer Minute Vorsprung. Die Gesamtführende nach der 8. Etappe triumphierte damit zum 2. Mal nach 2023 bei der wichtigsten Frauen-Rundfahrt.

Rund 16 km vor der Ziellinie in Nizza hatte sich die Niederländerin vom Team FDJ United – SUEZ entscheidend abgesetzt. Sie liess ihre grösste Konkurrentin um den Tour-Sieg, Kasia Niewiadoma aus Polen, einfach stehen und zog unwiderstehlich davon. Spannung kam anschliessend keine mehr auf, zu abgeklärt fuhr Vollering zu Ende.

Niewiadoma kam knapp hinter Paula Blasi (ESP) mit 1:04 Minuten ins Ziel und rettete ihren 2. Platz im Gesamtklassement (+ 1:18 Minuten). Pikant: Noch vor 2 Jahren hatte Niewiadoma mit der Winzigkeit von 4 Sekunden vor Vollering den Tour-Triumph im Radsport-Mekka Alpe d'Huez bejubelt.

Reusser stürzt, aber fährt zu Ende

Gesamtdritte wurde die Italienerin Elisa Longo Borghini (+ 4:29 Minuten). Sie erbte den Platz der Schweizerin Marlen Reusser. Für die Bernerin, Siegerin auf der 4. Etappe und anschliessend 3 Mal im Gelben Trikot unterwegs, endete die Tour mit einer herben Enttäuschung.

Die 34-Jährige war rund 60 km vor dem Ziel in einer Kurve zu Fall gekommen. Zum Glück nur leicht verletzt sass sie auf dem Strassenboden. Wenig später stieg Reusser wieder auf ihr Rad und fuhr das Rennen mit einem blutenden Knie und gemeinsam mit ihren Movistar-Teamkolleginnen zu Ende. Den Traum von zumindest noch einem Podestplatz musste die Bernerin allerdings begraben. Das Ziel erreichte sie mit fast 25 Minuten Rückstand. Im Gesamtklassement fiel sie von Rang 3 auf Platz 14 zurück (+ 25:57 Minuten).

Reusser war schon vor ihrem Malheur überraschend früh zurückgefallen und konnte dem Tempo der Spitze nicht mehr folgen. Als beste Schweizerin auf der letzten Etappe landete Noemi Rüegg auf Rang 31 (+ 13:35 Minuten), die 25-Jährige kann sich mit Schlussrang 17 zufrieden geben (+ 33:20 Minuten).

Resultate

SRF zwei, sportlive, 09.08.2026, 15:55 Uhr ;  dah