Triftweg in Diepholz: Fahrbahn auf zehn Kilometern nicht mehr tragfähig

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Triftweg in Diepholz: Fahrbahn auf zehn Kilometern nicht mehr tragfähig

Stand: 26.09.2026, 13:30 Uhr

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Rund zehn Kilometer ist der Sanierungsabschnitt des Triftwegs lang.

Rund zehn Kilometer ist der Sanierungsabschnitt des Triftwegs lang. © Stadt Diepholz

Der Triftweg in Diepholz weist auf seiner gesamten Strecke erhebliche Schäden auf. Acht Ingenieurbüros haben bereits Interesse an den Planungsleistungen bekundet.

Diepholz – Die Stadtverwaltung informierte im Ausschuss für Stadtentwicklung, Klima und Mobilität über eine Reihe aktueller Projekte. Dabei ging es um die Neugestaltung der Langen Straße Süd, den Kirchweg, neue Bushaltestellen, Straßensanierungen sowie den künftigen Ausbau des Triftwegs.

Bauamtsleiter Sebastian Dornieden berichtete, dass die Planungen für die Lange Straße Süd weiter voranschreiten. Nach den bereits durchgeführten Informationsveranstaltungen befinde sich die Stadt gemeinsam mit dem Planungsbüro derzeit in der Entwurfsplanung. Ziel sei es, die Planungen noch Ende des Jahres im Ausschuss vorzustellen. Anschließend soll ein Ratsbeschluss den Weg für die Umsetzung im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ ebnen.

Auch beim Ausbau des Kirchwegs zwischen Sankt Hülfe und Heede liege das Projekt im Zeitplan. Nach Fertigstellung des Wohngebietes Langenwand III soll die Baumaßnahme voraussichtlich im Frühjahr kommenden Jahres beginnen. „Das Ingenieurbüro macht sehr gute Arbeit und ist gut im Zeitplan“, betonte Dornieden. Voraussetzung sei allerdings, dass ein geeignetes Bauunternehmen für die Umsetzung gefunden werde.

Erfreut zeigte sich die Verwaltung über die Entwicklung des neu gestalteten „Schildkrötplatzes“ an der Steinstraße 1. Das Projekt, das als Verbindung von grüner und blauer Infrastruktur in der Innenstadt dient, wurde erst vor wenigen Tagen offiziell eröffnet. Im Herbst sollen noch weitere Bäume gepflanzt werden, um die Gestaltung abzurunden.

Bushaltestelle in Aschen ist fertig

Im Kontext der derzeitigen Arbeiten des Landes an der Anschlussstelle B51/B214 möchte auch die Stadt aktiv werden. Während das Niedersächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr den Knotenpunkt ausbaut und saniert, prüft die Stadt die Erneuerung von Teilen der Mollerstraße. Geplant sind Arbeiten im Bereich der Brücke bis zur Zufahrt der dort ansässigen Gewerbebetriebe. Dornieden machte jedoch deutlich, dass es sich um zwei voneinander unabhängige Maßnahmen handele.

Fertiggestellt wurde inzwischen die neue Bushaltestelle an der Grundschule Aschen. Weitere Bushaltestellen an der Maschstraße sollen in Verbindung mit einer Straßensanierung modernisiert werden, sofern die beantragten Fördermittel bewilligt werden.

Außerdem kündigte die Verwaltung an, den fehlenden Abschnitt des Fußwegs am Burggraben noch in diesem Herbst zu schließen. Der Auftrag dafür sei bereits vergeben. Gleiches gelte für die jährlichen Straßenmarkierungsarbeiten.

„Sinnvolle Befahrbarkeit“

Breiten Raum nahm im Ausschuss der Sachstandsbericht zur Zukunft des Triftwegs ein. Die Verwaltung stellte erste Ergebnisse umfangreicher Untersuchungen vor. Der betrachtete Abschnitt umfasst rund zehn Kilometer. Davon liegen etwa 700 Meter innerhalb des bebauten Gebietes, während sich rund 9,3 Kilometer im Außenbereich befinden. Laut Verwaltung weist die Straße erhebliche Schäden auf. „Die Fahrbahnoberflächen sind stark kaputt. Wir haben viele Risse, Unebenheiten und Querschläge“, erläuterte Dornieden.

Eine Baugrunduntersuchung habe ergeben, dass der Straßenaufbau auf der gesamten Strecke nicht mehr ausreichend tragfähig sei. Dies betreffe sowohl den Auto-Verkehr als auch den Schwerlastverkehr. Zudem variiere die Fahrbahnbreite zwischen etwa drei und sechs Metern. Für die weitere Planung wurden bereits Vermessungen, Gutachten und Bodenuntersuchungen durchgeführt. Die Ausschreibung für die Planungsleistungen sei inzwischen abgeschlossen. Acht Ingenieurbüros hätten Interesse bekundet.

Die Verwaltung verfolgt das Ziel, für den innerörtlichen Abschnitt mehr Verkehrssicherheit und bessere Querungsmöglichkeiten zu schaffen. Im Außenbereich soll dagegen eine funktionale Lösung gefunden werden, die dem landwirtschaftlichen Verkehr gerecht wird. „Wir wollen dort keinen Autobahncharakter schaffen, aber trotzdem eine sinnvolle Befahrbarkeit gewährleisten“, erklärte Dornieden.

In der anschließenden Diskussion fragte SPD-Ausschussmitglied Manfred Albers, ob sich Unternehmen aus dem Umfeld der Windparkprojekte an den Sanierungskosten beteiligen könnten. Die Antwort der Verwaltung fiel zurückhaltend aus. Nach den bestehenden Verträgen sei der Triftweg nicht Teil der vereinbarten Erschließungsrouten gewesen. Daher seien aktuell keine finanziellen Beiträge der Projektierer für die Sanierung eingeplant.

CDU/FDP-Ausschussmitglied Mathis Langhorst verwies jedoch darauf, dass nach seinen Beobachtungen auch Schwertransporte im Zusammenhang mit Windkraftprojekten den Triftweg genutzt hätten. „Vielleicht ist es lohnenswert, mit den Verantwortlichen noch einmal Kontakt aufzunehmen“, regte Langhorst an.

Dornieden erklärte dazu, die Stadt stehe weiterhin im Austausch mit den Projektierern. „Die Projektierer zeigen sich eigentlich sehr kulant“, sagte er. Die Verwaltung sei zuversichtlich, insbesondere für den Bereich im Diepholzer Bruch gemeinsam Lösungen zu finden.