Trockenheit in Trier: Matsch und Seerosen statt Wasser in Mattheiser Weiher

RegionTrier & Trierer Land Trockenheit in Trier Matsch und Seerosen statt Wasser in Mattheiser Weiher Trier · Eine Herausforderung für Flora und Faune: Die Mattheis...

  • 3 min read
Trockenheit in Trier: Matsch und Seerosen statt Wasser in Mattheiser Weiher

Trockenheit in Trier Matsch und Seerosen statt Wasser in Mattheiser Weiher

Trier · Eine Herausforderung für Flora und Faune: Die Mattheiser Weiher leiden unter der Dürre. Der Aulbach ist ausgetrocknet, die Wiesen sind verbrannt. Ein Spaziergang zeigt das Ausmaß.

05.08.2026 , 17:53 Uhr

18 Bilder

So setzt die Trockenheit setzt Mattheiser Weiher in Trier zu

18 Bilder

Foto: Trierischer Volksfreund/Christian Kremer

Die beliebte Parkanlage an den Mattheiser Weihern zwischen den Trierer Stadtteilen Heiligkreuz und Feyen/Weismark leidet unter der Trockenheit. Die Wiesen sind teils braungelb statt grün. Viele Bäume wirken trocken. Auch die Wasserflächen sind in diesem regenarmen Sommer viel kleiner als üblich.

Fallholz, Seerosen und Schlamm prägen am Mittwoch das Bild an dem Weiher, der am nächsten zur Arnulfstraße liegt. Dort, wo eigentlich eine Wasserfläche sein sollte, sind, wenn überhaupt, kleine Pfützen zu sehen. Wer sich den Zulauf zum Weiher von Nahem ansieht, riecht sofort den Moder.

Statt des fließenden Wassers aus dem Aulbach, der die Weiheranlagen hauptsächlich speist, erwartet die Besucher unter der Brücke für den Zulauf zu dem stehenden Gewässer nur eine größere schmuddelige Pfütze, von der ein unangenehmer Geruch ausgeht.

Zufluss zu Weiher in Trier ist weitestgehend trocken

Weiter aufwärts bietet sich ein ähnliches Bild. Der Lauf des Aulbachs ist weitestgehend ausgetrocknet. Da hilft es nichts, dass es am Montag ein bisschen geregnet hat. Der Bach ist größtenteils staubtrocken, weil es wochenlang gar nicht geregnet hat und zugleich extrem heiß war.

Die Trockenheit spiegelt sich auch auf der großen Rasenfläche neben dem Spielplatz wider. Das Grün ist nahezu komplett einem braungelben Farbton gewichen, ebenfalls ein Indiz für einen Dürresommer. Der Aulbach, der an dieser Stelle normalerweise am Weg entlang plätschert, ist komplett trocken.

Auch an dem kurzen Stück zwischen der Wiese und dem oberen Mattheiser Weiher ist kein Wasser in dem steinigen Bachlauf. Nur ein offensichtlich von Kindern aus Holz und Steinen errichteter Staudamm deutet darauf hin, dass der Bach mal mehr Wasser geführt hat.

Mehr Wasser in oberem Mattheiser Weiher

Anders sieht es ein paar Meter weiter oberhalb aus. Der zweite Mattheiser Weiher hat Wasser. Zahlreiche Enten schwimmen in Richtung des Ufers. Eine Seniorin sitzt auf einer Bank. Neben ihr hocken eine Mutter und ihr Kind. An dieser Stelle scheint absolute Weihernormalität zu herrschen.

Wer jedoch weiter am Aulbach entlang am Minigolfplatz und des Südbads folgt, findet schnell heraus, dass der Bach, der im Mattheiser Wald entspringt, diesen Sommer allenfalls eine Lache ist. Es ist kein Gluckern, kein Rauschen zu hören. Der Bach steht still oder ist komplett trocken.

Trotzdem ist auch der Aulbachweiher oberhalb des Südbads mit Wasser gefüllt. Doch auch dieses Gewässer bekommt kein Frischwasser über den Aulbach. Der weitere Lauf in Richtung Mattheiser Wald scheint genauso trocken zu sein wie unterhalb des Weihers in Richtung der anderen beiden Weiher. Die Spurensuche zeigt jedenfalls, dass die Grüne Lunge Triers – so wird die Parkanlage in Google Maps bezeichnet – zurzeit nicht gerade üppig bewässert ist.

Stadt: „Große Herausforderung für Tier- und Pflanzenwelt“

Das bestätigt auch die Stadtverwaltung Trier. Die Frage danach, wie die Stadt Trier die Situation an den Weihern beurteile und ob Flora und Fauna gefährdet seien, beantwortet Pressesprecher Ernst Mettlach: „Die anhaltende Trockenheit stellt generell eine große Herausforderung für die Tier- und Pflanzenwelt dar. Je nach Tierart oder Lebensraum sind sie unterschiedlich stark davon betroffen.“

Mit Blick auf die zahlreichen Seerosen im unteren Weiher, die in der Vergangenheit teils mit speziellen Mähbooten gerodet worden sind, erklärt Mettlach: „Die Seerosen schaden den Weihern und der Fauna im Wasser erst einmal grundsätzlich nicht.“ Allerdings könne das Absterben der Seerosenblätter im Winter auf Dauer zu einer unerwünscht großen Ansammlung von Biomasse in den Weihern führen.

Deshalb sei auch erneut geplant, in gewissen Abständen Teile des Seerosenbestandes zu entnehmen. Mettlach: „Diese Arbeiten werden in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde in vorgegebenen Zeitfenstern durchgeführt.“

Anmerkung: Am Mittwochabend war der untere Weiher wieder mit Wasser gefüllt.