Trump kündigt Ende der Diesel-Sanktionen an: Selenskyj fühlt sich verraten – Starlink sorgt für Streit
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Trump will Diesel-Sanktionen gegen Russland aufheben – Selenskyj fühlt sich verraten
Stand: 15.10.2026, 14:16 Uhr

Erste Verträge für russische Diesellieferungen in die USA werden bereits vorangetrieben. Der ukrainische Präsident wirft Washington vor, sich auf die Seite Moskaus zu stellen.
Washington – US-Präsident Donald Trump hat eine Vereinbarung mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin angekündigt, nach der US-Sanktionen gegen russische Dieselimporte aufgehoben werden sollen. Damit sollen die Kraftstoffpreise in den Vereinigten Staaten sinken. Erste Lieferverträge kommen laut The Kyiv Independent bereits zügig voran.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er fühle sich von der Trump-Regierung verraten. Seine Kritik richtet sich sowohl gegen die geplante Lockerung der Sanktionen als auch gegen berichtete Einschränkungen des Starlink-Netzwerks, das die Ukraine für ihre militärische Kommunikation nutzt. Wann die Sanktionen aufgehoben werden sollen, geht aus dem Bericht nicht hervor.
Kritik an Washington
In einem Interview mit Piers Morgan warf Selenskyj Trump vor, sich auf die Seite Russlands zu stellen. „Es ist schwer zu hören, wenn Präsident Trump eine Seite wählt, die nicht unsere ist“, sagte er laut The Guardian. Selenskyj warnte, die Entscheidungen würden Menschenleben kosten. Für die Ukraine gehe es um ihr Leben und ihr Land, nicht um Geschäfte. Er äußerte zudem die Vermutung, dass Berater Trump in die Irre führen könnten.
Das ukrainische Militär berichtete, Starlink-Verbindungen seien über Nacht und ohne Vorwarnung bei Geschwindigkeiten von mehr als 160 Kilometern pro Stunde ausgefallen. Dadurch seien Drohnen unbrauchbar geworden und mehrere Missionen gescheitert, berichtet die BBC. Auch Luftverteidigung und die Koordination auf dem Gefechtsfeld seien beeinträchtigt gewesen. Die Störungen betrafen demnach unter anderem Langstreckendrohnen und die Entwicklung von Abfangdrohnen gegen russische Fluggeräte mit Düsenantrieb. Ukrainische Einheiten wandten sich direkt an SpaceX-Chef Elon Musk, um einen verlässlichen Betrieb sicherzustellen.
Hochrangige ukrainische Berater fragten außerdem beim Weißen Haus nach, ob eine formelle Anweisung zur Abschaltung ergangen sei. SpaceX stellte den Zugang später wieder her. Die Geschwindigkeitsbegrenzung blieb laut EXPRESS jedoch bestehen.
Zuständigkeiten unklar
Musk unterschied zwischen dem kommerziellen Starlink-Dienst und dem Starshield-Programm der US-Regierung. Starshield-Systeme seien Eigentum der Regierung und würden von ihr kontrolliert. Starlink gehöre dagegen SpaceX und werde vom Unternehmen betrieben, so The Guardian. Der kommerzielle Dienst sei für zivile und defensive Zwecke vorgesehen, nicht für offensive Militäreinsätze. Zwei Mitarbeiter des Weißen Hauses erklärten laut EXPRESS ebenfalls, das Pentagon beaufsichtige Starshield, kontrolliere aber Starlink nicht. Wer die konkrete Geschwindigkeitsbegrenzung veranlasste, bleibt in den vorliegenden Berichten unklar.
Trump forderte unterdessen laut BBC News einen Wechsel an der ukrainischen Staatsspitze. Ein neuer Präsident solle einen Waffenstillstand aushandeln. (Redaktion) Weitere Quellen: Yahoo.