„Trump ist gegenüber Putin schwach“: Republikaner laufen Sturm gegen den Diesel-Deal mit dem Kreml

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„Trump ist gegenüber Putin schwach“: Republikaner laufen Sturm gegen den Diesel-Deal mit dem Kreml

Trumps Diesel-Deal sorgt für Kritik aus den eigenen Reihen – Republikaner plant Gegengesetz

Stand: 11.10.2026, 21:32 Uhr

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Trumps Diesel-Deal mit Putin trifft auf Widerstand aus den eigenen Reihen: Mehrere Republikaner nennen ihn „widerlich“ – und drohen mit einem Gesetz.

Washington, D.C. – Nach einem Telefongespräch mit Wladimir Putin kündigte US-Präsident Donald Trump am Freitag (9. Oktober) an, ein Diesel-Abkommen mit dem russischen Staatschef beschlossen zu haben. Hintergrund für Trumps Verhandlungsbereitschaft mit Putin dürfte die Knappheit bestimmter Rohstoffe in den USA sein. Wegen ihr liegen die Preise für Kraftstoffe – darunter vor allem für Diesel – wenige Wochen vor den Midterms (3. November) auf einem besonders hohen Niveau. 

US-Präsident Donald Trump

Trumps Diesel-Deal mit Putin trifft auf Widerstand aus den eigenen Reihen: Mehrere Republikaner nennen ihn „widerlich“ – und drohen mit einem Gesetz. © dpa/AP | Alex Brandon

Zunächst wurde Trump von Wolodymyr Selenskyj vehement für seinen Deal mit Putin kritisiert, denn der ukrainische Regierungschef sah darin eine Zustimmung zu Putins Krieg. Anschließend teilte zunächst Trump gegen Selenskyj aus, später legte Elon Musk nach. Mit seiner Empörung über Trumps Deal steht Selenskyj jedoch beileibe nicht alleine da. Auch europäische Staatschefs wie der Brite Andy Burnham stellten sich auf seine Seite. Nun kam allerdings auch aus den Reihen der Republikaner einiges an Gegenwind auf Trump zu.

Mehrere Republikaner kritisieren Trump für sein Diesel-Abkommen mit Putin

Inzwischen formulierten mehrere Republikaner Einwände gegen das russische Dieselgeschäft der Trump-Regierung und gegen Trumps Äußerung, die Ukraine brauche einen neuen Staatschef. So auch Louisianas Senator John Kennedy. Gegenüber dem US-Medium The Hill sagte Kennedy am Freitag: „Wladimir Putin ist ein Schlächter. Er ist ein Schlächter seines eigenen Volkes. Und er ist ein Schlächter der guten Menschen in der Ukraine“, mahnte Kennedy. Er fügte an: „Putin wird niemals unser Freund sein. Der Präsident tut also alles, was er kann, um die Dieselpreise zu senken. Aber wissen Sie, was die Dieselpreise wirklich senken wird? Ein Ende des Krieges im Iran.“

Auch Nebraskas republikanischer Senator Don Bacon verurteilte Trumps Diesel-Deal mit Putin aufs Schärfste. So äußerte sich Bacon in mehreren Beiträgen auf dem Kurznachrichtendienst X zum Abkommen des US-Präsidenten mit dem Kreml. „Wir brauchen einen Präsidenten, der der Aufgabe gewachsen ist, die freie Welt anzuführen“, schrieb der Republikaner aus Nebraska. Der Kongressabgeordnete fügte hinzu: „Seien wir ehrlich: Trump ist gegenüber Putin schwach und war es schon immer.“ Auch bezeichnete er das Diesel-Abkommen Trumps mit Putin als „widerlich“. 

Der republikanische Abgeordnete Michael McCaul aus Texas erklärte, er sei „besorgt, dass die Aufhebung der Sanktionen gegen russisches Öl lediglich die Kriegsmaschinerie des Kremls finanzieren wird. Und damit zu noch mehr Gewalt und Zerstörung ermutigt, wie wir in den letzten Tagen gesehen haben“.

Kongressabgeordneter Fitzpatrick bringt Gesetzentwurf gegen Trumps Diesel-Deal ins Spiel

Pennsylvanias republikanischer Kongressabgeordneter Brian Fitzpatrick stellte am Samstag gar einen parteiübergreifenden Gesetzentwurf vor, der Trumps Diesel-Import aus Russland ein Riegel vorschieben soll. Nach Angaben des Abgeordneten trägt die Initiative den Titel „Ronald Reagan Peace Through Strength Act“. Fitzpatrick betonte, dass der Gesetzentwurf die Unterstützung von Abgeordneten beider amerikanischer Parteien habe. 

Er zeigte sich zudem zuversichtlich, dass der Entwurf im Repräsentantenhaus eine überwältigende Mehrheit der Stimmen erhalten werde. Der Gesetzentwurf sieht übereinstimmenden Medienberichten – darunter Reuters und UNN – zufolge ein Verbot des Kaufs von russischem Öl vor. Detaillierte Mechanismen seiner Umsetzung wurden jedoch noch nicht veröffentlicht. (Verwendete Quellen: The Hill, X, Reuters, UNN) (fh)