Trumps Helikopter kommt Passagierjet zu nahe – Behörden prüfen Vorfall
StartseitePolitikStand: 06.08.2026, 12:45 UhrKommentareUns auf Google folgenBehörden untersuchen eine mögliche Sicherheitspanne bei Trumps Flug mit Marine One.Washington – Eine mögliche Sicherheitspanne bei ein...
- 3 min read
Stand: 06.08.2026, 12:45 Uhr
Kommentare
Behörden untersuchen eine mögliche Sicherheitspanne bei Trumps Flug mit Marine One.
Washington – Eine mögliche Sicherheitspanne bei einem Flug von US-Präsident Donald Trump mit dem Präsidentenhubschrauber Marine One wird untersucht. Die Maschine soll am Dienstag (4. August) über Washington zeitweise den vorgeschriebenen Abstand zu einem startenden Passagierflugzeug unterschritten haben. Nach Angaben des Weißen Hauses bestand für Trump keine Gefahr.
Content-Partnerschaft
Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de.
Marine One war am Dienstagnachmittag am Weißen Haus gestartet. Zu diesem Zeitpunkt lief der zivile Flugverkehr am nahe gelegenen Ronald Reagan Washington National Airport offenbar weiter, obwohl Starts nach den geltenden Sicherheitsabläufen hätten gestoppt werden müssen. Das berichtete Wall Street Journal unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA untersucht nun, ob es zu einem sogenannten Verlust der vorgeschriebenen Staffelung kam. Damit bezeichnen Fluglotsen eine Situation, in der zwei Luftfahrzeuge den festgelegten Mindestabstand unterschreiten. In diesem Fall sind laut der Zeitung mindestens 1,5 Meilen – rund 2,4 Kilometer – in der Horizontalen und 500 Fuß, etwa 152 Meter, in der Höhe vorgeschrieben.
Behörden prüfen kurzzeitige Unterschreitung
Eine FAA-Sprecherin erklärte jedoch, Marine One und der startende Passagierjet seien einander offenbar nicht gefährlich nahe gekommen. Beide Maschinen hätten sich auch nicht aufeinander zubewegt. Nach einer ersten Sicherheitsprüfung habe es nur kurzzeitig eine Unterschreitung gegeben, anschließend hätten sich die Flugwege wieder voneinander entfernt, wie Axios meldet.
Der Fluglotse habe während des Vorfalls Kontakt zu beiden Piloten gehalten. Die Behörde prüft den Ablauf weiter. Auch die US-Unfallermittlungsbehörde NTSB bestätigte laut Axios, sie untersuche den gemeldeten Verlust des Sicherheitsabstands.
„Der Präsident war zu keinem Zeitpunkt in Gefahr“, erklärte ein FAA-Sprecher. Auch das Weiße Haus wies Berichte über eine akute Bedrohung zurück. Marine-One-Flüge würden von einigen der erfahrensten Piloten der Welt durchgeführt, sagte Sprecher Kush Desai laut Wall Street Journal.
Strengere Regeln nach tödlichem Zusammenstoß
Der Vorfall ist besonders sensibel, weil die FAA den gemeinsamen Betrieb von Hubschraubern und Passagiermaschinen rund um den Reagan-Flughafen bereits stark eingeschränkt hat. Anlass war ein tödlicher Zusammenstoß am 29. Januar 2025.
Damals kollidierte ein Militärhubschrauber vom Typ Black Hawk mit einem Regionaljet von American Airlines. Das Passagierflugzeug war mit 64 Menschen besetzt, im Hubschrauber saßen drei Soldaten. Beide Maschinen stürzten in den Potomac River. Alle 67 Insassen kamen ums Leben.
Nach dem Unglück führte die FAA dauerhafte Beschränkungen ein. Hubschrauber- und Jetverkehr dürfen in dem betroffenen Bereich seitdem nicht mehr gleichzeitig abgewickelt werden. Warum diese Abläufe beim Start von Marine One am Dienstag offenbar nicht vollständig griffen, ist Teil der laufenden Prüfung.
„Obwohl der Präsident während der kurzzeitigen Unterschreitung zu keinem Zeitpunkt gefährdet war, arbeitet das Weiße Haus weiter mit relevanten Militär-, FAA- und anderen Sicherheitskräften zusammen, um die fortlaufende Sicherheit des Präsidenten zu gewährleisten“, erklärte Desai laut Axios. Quellen: Axios, Wall Street Journal, nif/red.