Trumps neue Pressesprecherin greift Demokraten an: Abdul El-Sayed im Aufwind bei Umfrage

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Trumps neue Pressesprecherin greift Demokraten an: Abdul El-Sayed im Aufwind bei Umfrage

Stand: 11.10.2026, 07:13 Uhr

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Sie ist die neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump: Katie Zacharia.

Sie ist die neue Pressesprecherin von US-Präsident Donald Trump: Katie Zacharia. © Manuel Balce Ceneta/dpa/Screenshot/Instagram/Montage

Eine neue Umfrage sieht den Demokraten sechs Prozentpunkte vor Mike Rogers, während das Gesamtbild der Umfragen auf ein engeres Rennen um Michigans Senatssitz hindeutet.

Die künftige Pressesprecherin des Weißen Hauses, Katie Zacharia, hat den Demokraten Abdul El-Sayed aus Michigan als „radikal“ bezeichnet. Anlass war eine neue landesweite Umfrage, die ihn bei der Senatswahl im Rahmen der Zwischenwahlen in Michigan sechs Prozentpunkte vor dem republikanischen Ex-Abgeordneten Mike Rogers sieht. Zacharia äußerte die Kritik in einem Interview mit dem Fox News-Moderator Jesse Watters. Sie warf El-Sayed vor, einer Frage danach ausgewichen zu sein, ob Israel oder Iran die größere Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstelle.

Rennen um Senatssitz in Michigan: Trumps Pressesprecherin attackiert El-Sayed

„Er tat sich damit schwer, weil er durchaus eine Antwort hat, und diese Antwort wird ihm nicht zum Wahlsieg verhelfen“, sagte sie. „Es gab vorgegebene Antwortmöglichkeiten, und er hat die Frage nicht beantwortet.“ Anschließend wandte sie sich innenpolitischen Themen zu. Sie behauptete, seine Positionen spiegelten eher die Vorstellungen der Democratic Socialists of America (DSA) als die wirtschaftlichen Bedürfnisse Michigans wider, und erklärte, er habe sich „gegen die Autoindustrie ausgesprochen“.

„Er will all diese politischen Vorhaben der DSA umsetzen, Medicare für alle“, sagte Zacharia. „Er hat kein Interesse daran, Michigan zu dienen, und deshalb müssen die Menschen jetzt für Mike Rogers stimmen.“ Abschließend sagte sie: „Dieser Mann ist radikal.“ Newsweek bat die Wahlkampfteams von El-Sayed und Rogers am Samstagmorgen außerhalb der üblichen Arbeitszeiten per E-Mail um eine Stellungnahme.

Warum das wichtig ist

Zacharias Tirade bei Fox News verschärft mit Blick auf den näher rückenden Wahltag am 3. November die Auseinandersetzung um einen frei werdenden Senatssitz. RealClearPolitics stuft das Rennen als völlig offen ein.

Die Republikaner versuchen, El-Sayeds progressives Programm zu einer politischen Schwachstelle zu machen. Die Demokraten gehen unterdessen mit einem Vorsprung in mehreren jüngeren Umfragen in die Schlussphase des Wahlkampfs.

Die wichtigsten Punkte

• Zacharia warf dem Demokraten vor, den politischen Vorhaben der Democratic Socialists of America Vorrang vor Michigans Autoindustrie und Beschäftigten einzuräumen.

• Die künftige Pressesprecherin rief die Einwohner dazu auf, Rogers zu unterstützen, während sie sich darauf vorbereitete, ihre Tätigkeit im Weißen Haus am Montag aufzunehmen.

• Jüngste veröffentlichte Umfragen sehen El-Sayed durchgängig gleichauf mit seinem republikanischen Gegner oder vor ihm, wobei die Größe seines Vorsprungs variiert.

• Die Umfrageergebnisse zeigen unterschiedliche Wählerbündnisse, die sich nach Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Bildung, geografischer Lage und Geschlecht unterscheiden.

Neue Umfrage sieht El-Sayed vorn

Zacharias Interview fiel mit einer Umfrage von Wedgewood Polls zusammen, in der El-Sayed auf 53 Prozent und Rogers auf 47 Prozent kam. Für die Online-Panelbefragung wurden vom 8. bis 9. Oktober 607 voraussichtliche Wähler in Michigan befragt. Die statistische Fehlerspanne betrug bei einem Konfidenzniveau von 95 Prozent plus/minus vier Prozentpunkte. Obwohl der Abstand von sechs Prozentpunkten diese angegebene Fehlerspanne übersteigt, könnte das Rennen aufgrund der mit Umfragen verbundenen Unsicherheit enger sein. Auch andere methodische Faktoren, darunter Annahmen zur Wahlbeteiligung und die gewählte Gewichtung, können die Ergebnisse beeinflussen.

Die Wedgewood-Umfrage zeigt außerdem, auf welche unterschiedlichen Wählergruppen die beiden Wahlkampfteams setzen. El-Sayed erhielt unter schwarzen Befragten 90 Prozent, unter Wählern im Alter von 18 bis 29 Jahren 62 Prozent und unter Hochschulabsolventen 61 Prozent. Rogers kam unter weißen Befragten auf 54 Prozent und unter Menschen ohne Abschluss eines vierjährigen Hochschulstudiums auf 52 Prozent. Diese Untergruppen umfassen weniger Befragte als die Gesamtstichprobe, weshalb ihre Ergebnisse mit größerer Unsicherheit behaftet sind.

Diese Unterschiede machen den Wahlkampf für Familien in ganz Michigan greifbar. Jüngere Wähler und Menschen mit Hochschulabschluss bieten den Demokraten die größten Chancen. Der Weg der Republikaner zum Wahlsieg hängt dagegen stärker von älteren und weißen Wählern sowie von Menschen ohne Hochschulabschluss ab.

Was andere Umfragen zeigen

Der Durchschnitt von RealClearPolitics für Umfragen, die vom 15. September bis zum 6. Oktober durchgeführt wurden, lag für El-Sayed bei 48,1 Prozent und für Rogers bei 44,9 Prozent. Damit hatte der Demokrat einen Vorsprung von 3,2 Prozentpunkten.

• Quantus Insights ermittelte ein engeres Rennen: Nach der Befragung von 762 voraussichtlichen Wählern vom 5. bis 6. Oktober meldete das Institut 48 zu 47 Prozent. Die statistische Fehlerspanne für das Gesamtergebnis betrug plus/minus 3,9 Prozentpunkte. Für den Unterschied zwischen den Kandidaten berechnete das Institut eine Fehlerspanne von etwa 7,8 Prozentpunkten und bezeichnete das Ergebnis als statistischen Gleichstand.

• Mitchell Research ermittelte am 1. Oktober einen Vorsprung von fünf Prozentpunkten: 46 Prozent unterstützten El-Sayed, 41 Prozent entschieden sich für Rogers. Die Umfrage umfasste 680 voraussichtliche Wähler und hatte eine statistische Fehlerspanne von plus/minus 3,8 Prozentpunkten.

• Die Umfrage der Trafalgar Group unter 1.085 voraussichtlichen Wählern, durchgeführt vom 28. bis 30. September mit einer Fehlerspanne von plus/minus 2,9 Prozentpunkten, ergab ein Ergebnis von 47 zu 45 Prozent. Fünf Prozent waren noch unentschlossen.

Zusammengenommen geben die Daten El-Sayed einen kleinen Vorsprung. Rogers liegt jedoch nahe genug an ihm, dass späte Verschiebungen, Unterschiede bei der Wahlbeteiligung oder gewöhnliche Umfragefehler das Ergebnis verändern könnten.

Wie es weitergeht

Zacharia sagte, ihr erster Arbeitstag im Weißen Haus werde Montag sein, und fügte hinzu, Trump sei „voller Überraschungen“. Ihre neue Position verschafft den Republikanern eine prominente Stimme für ihre Schlussbotschaft im Wahlkampf. Die Wähler in Michigan werden jedoch entscheiden, ob die Darstellung El-Sayeds als ideologisch extrem seinen derzeitigen Umfragevorsprung zunichtemachen kann. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)