Türk Gücü Friedberg: Warum ein WM-Held in die Kabine kommt
StartseiteSportLokalsportStand: 07.09.2026, 08:01 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Mannschaft von Türk Gücü Friedberg schwört sich in der Kabine auf dem DFB-Campus in Frankfurt auf das Spiel ein. © Timo Ja...
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Stand: 07.09.2026, 08:01 Uhr
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Das war ein außergewöhnlicher Rahmen: Türk Gücü Friedberg bestreitet ein Punktspiel der Fußball-Hessenliga auf dem DFB-Campus in Frankfurt.
Es war ein historischer Tag in der Vereinsgeschichte von Fußball-Hessenligist Türk Gücü Friedberg. Da geriet die Partie der Meisterschaftsrunde angesichts der besonderen Bedingungen am DFB-Campus im Frankfurter Stadtteil Niederrad etwas in den Hintergrund. Mit 2:1 wurde die bisher unbesiegte Zweitvertretung des Profivereins SV Darmstadt 98 II nach torloser erster Halbzeit besiegt.
Vor dem brisanten Dienstagsspiel gegen den mit nun 14 Punkten auf gleicher Höhe liegenden FC Eddersheim, dann wieder als echtes Heimspiel am Burgfeld, nimmt Türk Gücü Tuchfühlung zur Tabellenspitze auf. Nur noch zwei Punkte ist das überraschende Spitzenduo SV Unter-Flockenbach und Hünfelder SV vor dem Verfolgerduell entfernt. Für beide Teams war es ein Erlebnis, unter hoch professionellen Gegebenheiten unter der Leitung des am Mittwochabend noch die DFB-Pokal-Partie zwischen dem VfL Osnabrück und dem FC Bayern München prüfenden Schiedsrichters Richard Hempel auflaufen zu können. Vor der Partie stattete WM-Held Mario Götze Türk Gücü einen Kabinen-Besuch ab.

Rund um Platz eins des imposanten Trainingsgeländes des Deutschen Fußball-Bundes hatten sich 730 Zuschauer eingefunden, mehrere hundert Besucher mehr konzentrierten sich auf parallele Aktivitäten auf dem Areal. Und auch die Besucher fühlten sich an der früheren Pferderennbahn sehr gut versorgt. Im Rahmen des vom DFB zum zweiten Mal veranstalteten „Wochenende des Amateurfußball“ erhielten die Fans freien Eintritt, aus den Kühlschränken konnten kostenfrei Softgetränke entnommen werden, und zudem gab es Wurst und Bier zu sehr günstigen Preisen zu erwerben.
Ein würdiger Rahmen, zumal auch für die Kinder ein buntes Programm drumherum angeboten wurde. TGF-Kapitän Daniel Henrich hatte den Fokus für seine ambitionierte Mannschaft vor dem Anpfiff im Spielerkreis aber auf die sportliche Aufgabe gelegt: „Schönes Event hin oder her. Das ist ein Hessenliga-Spiel, und wir brauchen die drei Punkte.“
Genauso seriös wie von Henrich gefordert, ging Türk Gücü ohne den noch zwei Spiele gesperrten Cheftrainer Maik Vetter an. Sein Vertreter Robert Cue, der während der Partie ein TV-Interview gab, hatte die Wetterauer sehr gut auf die Darmstädter U21 eingestellt. Nach einer ereignisarmen und mit optischen Vorteilen für Friedberg verlaufenen ersten Halbzeit nahm die Begegnung erst nach dem Seitenwechsel an Fahrt auf.
Noah Michel brachte die Friedberger in Führung (57.), die vor der Runde durch den erfahrenen Yannik Stark (mehr 200 Zweitliga-Spiele) verstärkten Gäste konnten durch Milian Herbst ausgleichen (68.). Der eingewechselte Tamin Faqiryar leistete die Vorarbeit zum Siegtreffer von Toni Reljic (73.).
Die Gäste hatten noch kurz vor Schluss die Riesenchance zum Ausgleich durch Daniel Schnerring, zuvor hätte Friedberg die Partie allerdings schon entscheiden können. Für den Friedberger Torschützen Reljic war die Begegnung ein tolles Erlebnis: „Was der DFB hier für eine Anlage aufgestellt hat, ist einmalig. Das hat echt Spaß gemacht. Es war uns eine Ehre hier spielen zu dürfen.“

Türk Gücü Friedberg: Bagus; Izberovic, Filges, Knothe, Bhatti - Henrich (82. Jost), Scholl (74. Solak) - Böger (65. Siebert), Reljic (88. Korobskyi), Nsandi (72. Faqiryar) - Michel.
SV Darmstadt 98 II: Börner; Ballmert, Meier (59. Maier), Pfister - Steineck (68. Volkmann), Stark (82. Fenyö) - Kunstmann, Keranovic, Herbst - Dos Santos Pereira (68. Rauch), Hofer (68. Schnerring).
Im Stenogramm / Schiedsrichter: Richard Hempel (SG Großhaundorf). - Zuschauer: 730. - Tore: 1:0 Noah Michel (57.), 1:1 Milian Herbst (68.), 2:1 Toni Reljic (73.).