Überraschung im Derby: FC Wildsteig/Rottenbuch trotzt dem TSV Peiting ein 1:1 ab
StartseiteSportAmateurfußballLandkreis SchongauStand: 13.09.2026, 18:08 UhrKommentareUns auf Google folgenDa lief es noch für Peiting: In der 26. Minute traf David Schmutz (in Grau) zum 1:0 für die Hausherren. ...
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Stand: 13.09.2026, 18:08 Uhr
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Das Kreisliga-Derby zwischen dem TSV Peiting und dem FC Wildsteig/Rottenbuch endete mit einem Remis. Für die Gäste war das eine Riesensache.
Peiting – Es ist nicht überliefert, wie viele Drinks Martin Hennebach seinem Peitinger Trainerkollegen Julian Birkner nach dem Spiel ausgegeben hat. Es besteht jedoch kein Zweifel, dass es einige Getränke gewesen sind, die der Coach des FC Wildsteig/Rottenbuch seinem Freund und ehemaligen Mitspieler bestellte. Denn das Derby endete fast schon sensationell für die Ammertaler mit einem 1:1-Unentschieden. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen“, frohlockte Hennebach, während sich sein Spezl in den Schmollwinkel zurückzog.
TSV nach Pause nicht wiederzuerkennen
„Ich bin schon sehr sauer.“ Birkner schlug vor allem die Leistung seiner Kicker nach dem Seitenwechsel auf den Magen. Zuvor waren sie eine Halbzeit lang ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Wenn es etwas zu kritisieren gegeben hätte, dann die Ausbeute. Es wäre wohl noch mehr drinnen gewesen für die spielerisch atemberaubenden Platzherren als die Führung von David Schmutz. Was dann während der Pause passierte, blieb Birkner ein Rätsel. „Wir gehen aus der Kabine raus und es stehen auf einmal elf andere Leute auf dem Feld“, stellte er fest. Dabei hatte er nur Florian Meier eingewechselt.
Statistik
TSV Peiting⇥1
FC Wildsteig/Rottenbuch⇥1
Tore: 1:0 (26.) Schmutz, 1:1 (81.) Meier (Eigentor). Gelbe Karten: Peiting 5, Wildsteig/Rottenbuch 3, Schiedsrichter: Laurin Schmittbauer. Zuschauer: 80.
Während sich die Peitinger „den Schneid abkaufen ließen“, blieb der FC seinem Stil treu, dem der Feingeist nur wenig abgewinnen konnte. „Es ist kein schöner Fußball, den sie spielen“, stellte Birkner fest. Doch der war im Derby nicht gefordert, weil seine Elf ohnehin „nach der Halbzeit das Fußballspielen einstellte“ und der Gegner eine Gangart pflegte, die zwar bei Ästheten wie ihm verpönt, aber legitim ist. „Fußball geht auch über Wille und Leidenschaft“, rief Hennebach den Peitingern ins Gedächtnis. Er selbst war ein leuchtendes Vorbild für sein Team. Obwohl er immer noch nicht vollständig von seiner Verletzung genesen ist, biss er nach einer Stunde auf die Zähne und wechselte sich für den angeschlagenen Florian Müller ein. „Das hat sein müssen“, betonte der Coach, der mit Tabletten den Schmerz zu unterdrücken suchte. Mit dieser Einstellung ging er voran und seine Kicker folgten ihm. Alle gaben alles.
„Für die Moral war es unheimlich wichtig, dass wir etwas mitnahmen“, freute sich der Trainer über den Punkt, den sich seine Mannschaft erkämpfte. Dass der Ausgleich durch ein Eigentor von Florian Meier zustande kam, störte niemanden. Er war verdient und besitzt womöglich einen immensen Mehrwert. „Rein für den Kopf ist der Punkt für die nächsten Wochen unglaublich wichtig“, war Hennebach überzeugt. Für Birkner kam das Remis dagegen „zwei verschenkten Punkten“ gleich. Die schmerzen den Coach gewaltig, denn schon beim Saisonauftakt gegen den SC Schöngeising hatten seine Fußballer die Spendierhosen an. Das macht zusammen bereits fünf Zähler, die der TSV in drei Heimspielen eingebüßt hat.