Übung in Iserloy: 25 Feuerwehrleute trainieren mit Atemschutz im Maislabyrinth
Die Freiwillige Feuerwehr Beckeln hat am Mittwochabend im vier Hektar großen Maislabyrinth in Iserloy geübt. Acht Atemschutztrupps mussten sich durch fünf Kilometer verwinkelte Wege bahnen und dabei Rätsel lösen.
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Stand: 14.08.2026, 19:00 Uhr
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Die Freiwillige Feuerwehr Beckeln hat am Mittwochabend im vier Hektar großen Maislabyrinth in Iserloy geübt. Acht Atemschutztrupps mussten sich durch fünf Kilometer verwinkelte Wege bahnen und dabei Rätsel lösen.
Iserloy/Beckeln – Hohe Maispflanzen statt verrauchter Räume, verwinkelte Wege statt enger Treppenhäuser: Einen ungewöhnlichen Ort für ihren Ausbildungsdienst hat sich die Freiwillige Feuerwehr Beckeln ausgesucht. Am Mittwochabend trainierten die Feuerwehrleute im Maislabyrinth der Familie Garms in Iserloy in der Gemeinde Dötlingen. Dabei waren Orientierung, Teamarbeit und Feuerwehrwissen gleichermaßen gefragt.
„Es war ein etwas anderer Feuerwehrdienst“, beschreibt Henning Sittauer von der Feuerwehr Beckeln die Übung. Das rund vier Hektar große Labyrinth mit seinen fast fünf Kilometern Wegen bot dafür besondere Bedingungen. Zahlreiche Abzweigungen, Richtungswechsel und Sackgassen erschwerten die Orientierung zwischen den hohen Maispflanzen. Insgesamt 25 Feuerwehrmitglieder nahmen an dem Dienst teil.
Nacheinander wurden die Beteiligten in Trupps auf die Strecke geschickt – ein Teil von ihnen mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten. Acht Atemschutztrupps mit insgesamt 16 Feuerwehrleuten mussten sich ihren Weg durch das Labyrinth bahnen. Dabei ging es nicht nur darum, möglichst schnell wieder den Ausgang zu finden. Unterwegs warteten sieben Stationen des „Kolben-Kobold-Quiz“. Anhand von Wimmelbildern mussten Aufgaben gelöst und die Antworten auf einem Bogen eingetragen werden.

Zusätzlich war Fachwissen gefragt. Vor oder nach dem Gang durch das Maisfeld mussten die Atemschutzgeräteträger 16 Fragen aus dem niedersächsischen Atemschutzgeräteträgerlehrgang beantworten. „So konnten unsere Atemschutzträger ihre jährliche Einsatzübung und die theoretische Unterweisung miteinander verbinden“, erläutert Sittauer einen weiteren Vorteil des ungewöhnlichen Trainings.
Auch vier Trupps ohne Atemschutz stellten sich der Herausforderung im Mais. Für sie standen neben dem Quiz weitere 16 Fragen aus dem niedersächsischen Truppmitgliedlehrgang auf dem Programm.
Ein kleiner Wettbewerb sorgte für zusätzlichen Anreiz. Gemessen wurde zunächst die Zeit, die jeder Trupp für seinen Weg durch das Labyrinth benötigte. Für richtig beantwortete Fragen gab es anschließend Zeitgutschriften. „Die jeweiligen Sieger haben am Ende noch ein kleines Präsent bekommen“, berichtet Sittauer.
Drohne beobachtete das Geschehen aus der Luft
Trotz des spielerischen Charakters wurde die Sicherheit nicht aus den Augen verloren. Während der gesamten Übung bestand Funkkontakt zu den Trupps. Zusätzlich beobachteten die Feuerwehrleute das Geschehen mit einer Drohne aus der Luft. „Damit hätten wir in einem Notfall sofort reagieren können“, erklärt Sittauer. Gerade bei den Atemschutztrupps sei es wichtig gewesen, jederzeit zu wissen, wo sie sich im weitläufigen Labyrinth befanden.
Unterstützung erhielt die Feuerwehr von der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Ganderkesee. Sie stellte zusätzliche Übungs-Atemschutzgeräte zur Verfügung.
Dass sich das Maislabyrinth für eine solche Ausbildung eignet, liegt an seiner besonderen Struktur. Eigentlich ist die Anlage der Familie Garms vor allem ein Ausflugsziel für Familien und Rätselbegeisterte. Die verschlungenen Wege bieten jedoch auch Feuerwehren, Vereinen und anderen Gruppen Möglichkeiten für ungewöhnliche Aktionen und Trainingseinheiten.
„Wir freuen uns sehr, dass die Feuerwehr Beckeln auch in diesem Jahr wieder zu uns kommt“, hatte Betreiber Michael Garms bereits im Vorfeld erklärt. Gerade die vielen Wege, Abzweigungen und Sackgassen böten interessante Möglichkeiten für ganz unterschiedliche Veranstaltungen. Für die Beckelner Brandschützer war es nicht der erste Besuch in Iserloy: Bereits im vergangenen Jahr hatten sie das Labyrinth für einen Ausbildungsdienst genutzt.
Nach einer kurzen gemeinsamen Nachbesprechung klang der Abend bei Frikadellen und Baguette aus. „Unser Dank gilt der Familie Garms, die uns das Maislabyrinth für diesen besonderen Dienst zur Verfügung gestellt hat“, betont Sittauer. Für einige Stunden war aus dem Freizeitvergnügen zwischen hohen Maispflanzen so ein anspruchsvoller und zugleich unterhaltsamer Feuerwehr-Übungsplatz geworden.