Ukraine-Krieg: Großbrand in Lager von russischem Online-Händler Ozon
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Lager von russischem Online-Händler Ozon in FlammenAktualisiert am 22.08.2026 - 04:38 UhrLesedauer: 22 Min.Russland bombardiert Selenskyjs Heimatstadt. Ein Lager eines russisch...
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Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Lager von russischem Online-Händler Ozon in Flammen
Aktualisiert am 22.08.2026 - 04:38 UhrLesedauer: 22 Min.
Russland bombardiert Selenskyjs Heimatstadt. Ein Lager eines russischen Online-Händlers brennt. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Samstag, 22. August
Lager von Online-Händler Ozon in Flammen
Ein Lager des russischen Onlinehändlers Ozon in der Stadt Tschapajewsk im europäischen Teil Russlands steht offenbar in Flammen. Videos in sozialen Netzwerken zeigen einen Vollbrand. Möglich ist ein ukrainischer Drohnenangriff. Ozon ist einer der größten russischen Onlinehändler. In den vergangenen Wochen hat es mehrere ukrainische Angriffe auf Lager des Händlers Wildberries gegeben.
Zahl der Toten in Einkaufszentrum gestiegen
Bei dem russischen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum in der zentralukrainischen Stadt Krywyj Rih steigt die Zahl der Toten auf mindestens 16. "Angriffe wie diese sind nichts anderes als Terrorakte", erklärt Präsident Wolodymyr Selenskyj und verweist auf eine zweite Drohne, die eine halbe Stunde nach dem ersten Einschlag in das Gebäude eingeschlagen sei; damit hätten offenbar gezielt Rettungskräfte getroffen werden sollen. Mehr als 130 Menschen seien verletzt worden, darunter 22 Kinder, teilt Regionalgouverneur Olexandr Hanscha mit. Neun Personen gelten demnach noch als vermisst. Selenskyj kündigt eine Antwort auf die Attacke in seiner Heimatstadt an.
Freitag, 21. August
Russland bombardiert Einkaufszentrum in Selenskyjs Heimatstadt
Bei russischen Drohnenangriffen sind in der südostukrainischen Großstadt Krywyj Rih mindestens 14 Menschen in einem belebten Einkaufszentrum getötet worden. Das berichtete der Militärgouverneur des Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Die Zahl der Verletzten habe sich inzwischen auf 103 erhöht, teilte Hanscha am frühen Abend mit. 21 Personen hätten schwerste Verletzungen erlitten, unter ihnen ein Kind.
Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach in einem Beitrag auf Facebook von einem "absolut zynischen und hinterhältigen Angriff auf ein gewöhnliches Einkaufszentrum". Nach seinen Angaben griffen die Drohnen in zwei Wellen an. "Eine halbe Stunde nach dem ersten Treffer und dem Ausbruch eines Brandes folgte ein erneuter Angriff auf die Rettungskräfte", berichtete er.
"Solche Angriffe sind schlichtweg Terrorakte", betonte er. Die Welt müsse entsprechend darauf reagieren – mit echtem Druck auf den Aggressor. "Damit Frieden herrschen kann, muss Russland tatsächlich zur Verantwortung gezogen werden." Die Heimatstadt von Selenskyj liegt rund 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Kiew.
Gebiet Charkiw: Russische Drohnen töten zwei Frauen
Russland hat mit Drohnenangriffen nahe seiner Grenze im ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden.
Die Region ist besonders oft das Ziel von russischen Angriffen in dem seit viereinhalb Jahren andauernden Krieg. Nach Angaben der ukrainischen Flugabwehr setzte Russland gegen das Land insgesamt 135 Drohnen ein, davon seien 107 abgeschossen worden.
Ukraine: Russische Drohnen beschädigen Grenzübergang zu Moldau
Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt worden. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert.
Ukraine: Können Marschflugkörper abwehren – Probleme bei Raketen
Die Ukraine hat bei dem massiven nächtlichen Angriff Russlands auf Kiew und die umliegende Region am Donnerstag rund 90 Prozent der abgefeuerten Marschflugkörper abgefangen. Ballistische Raketen stellen für die ukrainische Luftverteidigung jedoch weiterhin eine deutlich größere Herausforderung dar, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag.
Der kombinierte russische Angriff in der Nacht vom 19. auf den 20. August umfasste sowohl ballistische Raketen als auch Marschflugkörper und Angriffsdrohnen.
"Leider sind ballistische Raketen derzeit die größte Herausforderung. Während bei diesem Angriff rund 90 Prozent der Marschflugkörper abgefangen wurden, sieht die Lage bei den ballistischen Raketen deutlich schlechter aus", sagte Selenskyj in seiner Abendansprache.
Der Präsident erneuerte seine Forderung nach zusätzlichen Patriot-Flugabwehrsystemen, auf die die Ukraine zur Abwehr russischer ballistischer Raketen angewiesen ist.
Ukrainische Soldaten fliehen aus deutschem Training
Ukrainische Soldaten, die zur Ausbildung in Deutschland waren, sind offenbar während dieser Zeit desertiert. Bekannt geworden sind jetzt die Fälle von zehn Personen, die von zwei Militärübungsplätzen geflohen sind, es dürfte aber wesentlich mehr Fälle geben. Das berichtet die "Zeit", die mit Rekruten gesprochen hat.
Donnerstag, 20. August