Selenskyj stellt neue Drohne vor – Ukraine-Krieg
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Selenskyj zeigt neue Abfangdrohne im EinsatzAktualisiert am 20.09.2026 - 02:25 UhrLesedauer: 26 Min.Selenskyj stellt eine neue Drohne vor. Die Slowakei macht Nato-Politikern Vo...
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Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Selenskyj zeigt neue Abfangdrohne im Einsatz
Aktualisiert am 20.09.2026 - 02:25 UhrLesedauer: 26 Min.
Selenskyj stellt eine neue Drohne vor. Die Slowakei macht Nato-Politikern Vorwürfe. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Sonntag, 20. September
Selenskyj zeigt neue Abfangdrohne im Einsatz
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Video einer neuen Abfangdrohne geteilt. Es soll zeigen, wie es die eine russische Geran-5-Drohne zerstört. Das nur wenige Sekunden lange Video zeigt den Blick aus der Bordkamera. Die Aufnahmen lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Selenskyj dankte den Mitgliedern des Geheimdienstes GBU, die offenbart die Drohne gesteuert hatten. Er hatte zuvor angekündigt, dass es einen neuen Abfangjäger gebe.
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Samstag, 19. September
Mutter und Kinder bei russischem Angriff getötet
Infolge eines russischen Angriffs sind im Umland der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens drei Menschen getötet worden. Dabei handele es sich um eine Mutter mit zwei kleinen Kindern, teilte Militärverwaltungschef Tymur Tkatschenko bei Telegram mit.
Die "schreckliche Tragödie" habe sich im Landkreis Fastiw südwestlich von Kiew ereignet. Demnach wurden mehrere Wohnhäuser und ein Auto beschädigt. Ein Brand sei gelöscht worden. Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion.
Fico kritisiert "Kriegstreiber in der Nato"
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico wirft einigen westlichen Politikern vor, eine direkte Konfrontation zwischen der Nato und Russland anzustreben. Nach dem Scheitern der Strategie, Moskau im Ukraine-Krieg zu besiegen, gieße der Westen mit seiner Unterstützung für Kiew weiter Öl ins Feuer, erklärt Fico in einer Videobotschaft.
"Bestimmte Kriegstreiber innerhalb der Nato versuchen um jeden Preis, diesen Krieg zu einem Konflikt zwischen Russland und der Nato zu verwandeln." Die Slowakei werde sich daran nicht beteiligen und unter keinen Umständen Soldaten entsenden. Fico pflegt gute Beziehungen zu Russland und lehnt Militärhilfen für die Ukraine ab.
Russland will offenbar Soldaten im Nahen Osten rekrutieren
Russland will mindestens 27 Staatsbürger aus dem Jemen für den Krieg gegen die Ukraine rekrutieren, berichtet die ukrainische Zeitung "Kyiv Independent" unter Berufung auf den ukrainischen Auslandsgeheimdienst. Demnach sollen darunter auch junge Männer sein, die erst 2006 und 2007 geboren wurden. Russland rekrutiert seit dem Überfall auf die Ukraine 2022 Soldaten aus Ländern wie Nordkorea, Nepal, Somalia, Indien und Kuba. Das genaue Ausmaß dieser Bemühungen ist jedoch unklar.
In einem der nun berichteten Fälle soll der Leiter eines russischen Rekrutierungsbüros im sibirischen Chanti-Mansijsk im Juli Grenzschützer gebeten haben, jemenitische Staatsbürger zu legalisieren, um anschließend Militärverträge mit ihnen zu schließen. Grundlage sei ein Dekret von Kremlchef Putin, das eine vereinfachte Vergabe von Aufenthaltsrecht und Staatsbürgerschaft ermöglicht.
Bereits 2024 waren Berichte über die Anwerbung jemenitischer Söldner für den Einsatz in der Ukraine bekanntgeworden. Größter ausländischer Truppensteller in Russlands Krieg bleibt dem Bericht zufolge Nordkorea, das 2025 rund 12.000 Soldaten zur Unterstützung einer russisch geführten Gegenoffensive im Gebiet Kursk entsandt haben soll.
Hackerangriff auf Online-Wahlsystem in Moskau
Das Online-Wahlsystem in der russischen Hauptstadt Moskau ist nach Behördenangaben in der Nacht zum Samstag während der laufenden Parlamentswahl Ziel eines schweren Cyberangriffs geworden. Die Lage sei jedoch unter Kontrolle, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf die Leiterin der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa. Die Angriffe dauerten an, würden jedoch erfolgreich abgewehrt, sagte sie staatlichen Medien zufolge.
Die Parlamentswahl in Russland begann am Freitag. Sie dauert drei Tage. Es ist die erste Wahl der Duma seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 begonnen. Erste Ergebnisse werden für Sonntagabend ab 20.00 Uhr (MESZ) erwartet.
Das endgültige Ergebnis dürfte am Montag feststehen. Es wird allgemein erwartet, dass die kremltreue Partei Geeintes Russland ihre Dominanz im streng kontrollierten politischen System des Landes behaupten wird. Die liberale Jabloko-Partei, die einen Waffenstillstand in der Ukraine fordert, wurde wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Wahlvorschriften ausgeschlossen. Einige Jabloko-Kandidaten treten dennoch in einzelnen Wahlkreisen an. Präsident Wladimir Putin gab seine Stimme am Freitag online in seinem Büro im Kreml ab.
USA genehmigen Waffenlieferungen in Milliardenwert
Das US-Außenministerium hat zur Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung ein Rüstungsgeschäft im Umfang von knapp 2,7 Milliarden Dollar gebilligt. Das Paket diene der Weiterentwicklung der Luftabwehr und umfasse zugehörige Ausrüstung und Dienstleistungen, teilte das Ministerium am Freitag mit. Das Vorhaben muss noch vom Kongress bestätigt werden.
Nach Angaben des US-Außenministeriums hat die Ukraine den Kauf verschiedener Raketentypen sowie von Abschussvorrichtungen und Radarsystemen zur Drohnenabwehr beantragt. Finanziert werden soll das Rüstungsgeschäft demnach aus europäischen Beiträgen und Mitteln aus dem US-Programm zur Finanzierung ausländischer Militärgüter, die von der Regierung unter Trumps Vorgänger Joe Biden bewilligt worden waren.
Die russische Armee hatte ihre Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew zuletzt intensiviert. Die Ukraine kann sich aufgrund eines Mangels an Abwehrraketen nur schwer gegen die Attacken verteidigen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert von seinen Verbündeten seit Langem mehr Unterstützung bei der Luftabwehr. Die USA hatten zuletzt ihre Vermittlungsversuche zur Beendigung des Ukraine-Kriegs wieder aufgenommen. Am Freitag setzte US-Präsident Donald Trump ein neues Sanktionspaket gegen Russland in Kraft.