Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine-Team trifft sich mit Trump-Unterhändlern
Newsblog zum Krieg in der Ukraine Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-UnterhändlernAktualisiert am 08.10.2026 - 23:29 UhrLesedauer: 18 Min.Der Kremlchef soll Altkanzler Schröder "zu Hause" getroffen haben. Kiew ...
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Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-Unterhändlern
Aktualisiert am 08.10.2026 - 23:29 UhrLesedauer: 18 Min.
Der Kremlchef soll Altkanzler Schröder "zu Hause" getroffen haben. Kiew hofft weiter auf Friedensgespräche mit Moskau. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Donnerstag, 8. Oktober
Ukraine-Team zu Gespräch mit Trump-Unterhändlern
Ein ukrainisches Verhandlungsteam will am Freitag und Samstag in den USA mit den Unterhändlern von US-Präsident Donald Trump zusammentreffen. Die Delegation werde mit Jared Kushner und Steve Witkoff sprechen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag gegenüber Journalisten. Die Gespräche sollten zwei Tage dauern. Auch ein europäisches Team solle dazustoßen.
Am Sonntag hatte Selenskyj gesagt, dass die USA neue trilaterale Gespräche der Vereinigten Staaten, Russlands und der Ukraine über ein Ende des Ukraine-Krieges planten. Die von Washington vermittelten Gespräche sollten demnach bis Ende Oktober stattfinden. Die USA stünden dafür mit der Ukraine und Russland in Kontakt.
Schröder feierte offenbar Geburtstag mit Putin
Am Mittwoch zeigte sich Gerhard Schröder in der Filiale der russischen Supermarktkette Globus in Moskau, für die er nun arbeitet. Doch das scheint nicht der einzige Programmpunkt des Altkanzlers in der russischen Hauptstadt gewesen zu sein. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur "Tass" nun berichtet, feierte Schröder später noch mit Kremlchefin Putin dessen 74. Geburtstag.
"Gestern Morgen erfuhr Putin aus Medienberichten, dass Gerhard Schröder geschäftlich für die Firma Globus in Moskau sei", schreibt "Tass" unter Berufung auf Putins Pressedienst. "Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein. Aufnahmen, die vom Kreml veröffentlicht wurden, zeigen einen festen Händedruck zwischen Putin und Schröder vor einem russischen Ofen." Ob das Bild authentisch ist, ist unklar. Schröder selbst hat sich bislang nicht zu dem angeblichen Treffen geäußert.
Putin und Schröder gelten seit dessen Kanzlerschaft von 1998 bis 2005 auch persönlich als enge Freunde. Nach seiner Kanzlerschaft wurde Schröder Mitglied im Aufsichtsrat des staatlichen russischen Gaskonzerns Gazprom, der auch am Bau der Nord-Stream-Pipelines beteiligt war. Schröder distanzierte sich auch nach dem russischen Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 nicht von Putin und war seither mehrfach nach Russland gereist.
Sackgasse? Selenskyj widerspricht Rubio
Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sind bei den Bemühungen um Verhandlungen mit Russland noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. "Wir befinden uns nicht in einer diplomatischen Sackgasse", bekräftigte der Staatschef bei einer Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister Ed Miliband in Pryluky. Die russische Wirtschaft müsse blockiert, Moskau mundtot gemacht und die Waffenproduktion durch Sanktionen stillgelegt werden.
Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio bei seinem Besuch in Lissabon bei einer Pressekonferenz gesagt, dass der Ukraine-Krieg derzeit in einer Sackgasse zu sein scheint. In einem Interview der griechischen Zeitung "Kathimerini" sagte er zudem, dass er derzeit keine Aussichten auf eine Verhandlungslösung sehe.
Zugleich erneuerte Selenskyj seine Forderung, den Satelliten-Internetdienst Starlink über Russland für das ukrainische Militär freizuschalten. Sobald die Ukraine mit ihren Waffen den russischen Himmel dominiere, werde der russische Präsident Wladimir Putin sich an den Verhandlungstisch setzen. "Warum? Weil er alles verliert. Drei Monate, zwei Monate und er verliert alles", sagte Selenskyj. Dabei warf er den USA "Unwillen" vor, den Kreml zu Verhandlungen zu bewegen. Washington koste eine Freigabe von Starlink gar nichts.
Dutzende Tote nach russischem Angriff auf Linienbusse
Ein russischer Angriff trifft zwei Linienbusse in Kramatorsk, zahlreiche Menschen wurden verletzt. Mindestens 33 Menschen wurden getötet. Lesen Sie den ganzen Artikel hier.
Ungarn gibt Veto gegen EU-Beitritt von Ukraine auf
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Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab
Wegen eines diplomatischen Streits mit der Ukraine zieht Südkorea seinen Botschafter Park Ki-chan aus Kiew ab. Die Verhandlungen zur Beilegung des Konflikts liefen aber weiter, betont das südkoreanische Außenministerium. Die Regierung in Seoul wirft der Ukraine den Bruch einer Geheimhaltungsvereinbarung vor, nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Übergabe zweier gefangener nordkoreanischer Soldaten, die auf russischer Seite gegen die Ukraine gekämpft hatten, an Südkorea bekannt gegeben hatte. Zuletzt tauchten auch Berichte auf, wonach aus Südkorea knapper Diesel-Treibstoff nach Russland geliefert worden war.
Drohnen treffen großes Yandex-Rechenzentrum in Russland
Drohnen haben in der Nacht ein großes Rechenzentrum des russischen Technologiekonzerns Yandex in der Region Rjasan getroffen. Nach Angaben des Unternehmens brach ein Feuer aus, der Betrieb des Standorts wurde vollständig eingestellt. Yandex Cloud meldete Probleme mit der Stromversorgung und arbeitet nach eigenen Angaben daran, betroffene Dienste wiederherzustellen.
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Auch der Netzwerkbeobachter NetBlocks registrierte eine deutliche Störung im Yandex-Netzwerk. Der Konzern ist Russlands größtes Internetunternehmen und wird wegen seiner Suchmaschine und zahlreichen weiteren Online-Diensten häufig als russisches Pendant zu Google bezeichnet. Das betroffene Rechenzentrum liegt in Sassowo, rund 380 Kilometer südöstlich von Moskau. Auf demselben Industrieareal befindet sich der Maschinenbauer Sasta, dessen Werkzeugmaschinen auch für die russische Rüstungsindustrie von Bedeutung sind.
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Moldau baut Bunker an Grenzübergängen
Angesichts einer wachsenden Zahl von Drohnenübergriffen rüstet die Republik Moldau ihre Grenzübergänge zur Ukraine auf. Innenministerin Daniella Misail-Nichitin hat am Mittwoch angekündigt, Schutzbauten errichten zu lassen, in denen sich Grenzbeamte und die Zivilbevölkerung in der Nähe bei einem Drohnenangriff in Sicherheit bringen können. Allein im Jahr 2026 drangen russische Drohnen laut Präsidentin Maia Sandu bereits mehr als 45-mal in den moldauischen Luftraum ein.
Gleichzeitig zieht Moldau seine Grenzsoldaten teilweise von ukrainischem Boden ab. Die an den Stationen "Kryva" und "Palanka" auf ukrainischer Seite stationierten Beamten sollen künftig auf moldauisches Territorium verlegt werden. Am Übergang Palanka war zuletzt ein moldauischer Grenzbeamter durch den Einschlag einer Granate verletzt worden. Moldaus Verteidigungsministerium arbeitet unterdessen an Systemen zur Abwehr von Drohnen und Raketen und tauscht Luftlagedaten mit der Ukraine und Rumänien aus.