Ukraine-News: Großbritannien hilft Kiew beim Bau von Langstreckenraketen
Der britische Premier Burnham will die Ukraine bei der Produktion von Langstreckenraketen unterstützen. Bei einem ukrainischem Angriff auf Krasnodar sollen zwei Kinder getötet worden sein.
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Ukraine-News
von MDR AKTUELL
Stand: 24.08.2026 08:57 Uhr
- Großbritannien hilft bei Raketenbau in der Ukraine
- Die Ereignisse im russischen Angriffskrieg gestern im Überblick
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
07:30 Uhr
Wadephul sucht diplomatische Wege
Außenminister Johann Wadephul will noch heute mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefonieren und ihn bitten, persönlich aktiver zu werden. Im Deutschlandfunk sagte der CDU-Politiker, die US-Ukraine-Diplomatie sei bisher in den Händen der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff. "Aber wir werden auch auf anderen Wegen versuchen, jetzt Gespräche anzustoßen", sagte Wadephul. Es gebe Länder wie die Türkei, Golfstaaten und Ägypten, die "einen engeren Gesprächskontakt als praktisch alle Europäer zu Russland haben". Es sei an der Zeit, parallel zur Unterstützung der Ukraine auch diplomatisch einen neuen Anlauf zu nehmen. (Quelle: Reuters)
07:13 Uhr
Ukraine schießt sich jetzt auf "Ozon" ein
Der zweitgrößte russische Onlinehändler "Ozon" hat neue Drohnenangriffe auf seine Warenhäuser gemeldet. In einem Logistikzentrum in Machatschkala im Süden sei nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen, teilte Ozon heute mit. "Nach vorläufigen Informationen gibt es mehrere Verletzte", deren Leben jedoch nicht in Gefahr sei. Zudem seien Warenhäuser in Adygeysk and Newinnomyssk im Süden des Landes evakuiert worden. In der Nacht hatte Ozon mitgeteilt, dass in einem seiner Logistikzentren in Krasnodar ein "großes Feuer" ausgebrochen sei. Das ukrainische Verteidigungsministerium hatte angekündigt: "Nachdem ukrainische Einheiten die 15 größten Logistikzentren von Wildberries getroffen haben, ist nun Ozon an der Reihe." (Quelle AFP)
05:42 Uhr
Makejew weist Drohungen von Putin zurück
Der Botschafter der Ukraione in Deutschland, Oleksij Makejew, hat Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen ukrainischer Angriffe auf russische Industrie-Standorte zurückgewiesen. Man dürfe Putins Drohungen nicht nachgeben, sagte Makejew im "Politico"-Podcast heute. Putin sei derjenige, der aufhören müsse. (Quelle: Reuters)
03:47 Uhr
Russland meldet zwei tote Kinder
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sollen in Krasnodar im Süden Russlands zwei Kinder getötet worden sein. Drohnentrümmer seien auf eine private Kinderbetreuungseinrichtung gestürzt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Tass. Zudem brach in einem Logistikzentrum des russischen Online-Händlers "Ozon" ein Brand aus. Der Betrieb sei eingestellt worden, teilte das Unternehmen mit. (Quelle: dpa, Reuters, Tass)
02:15 Uhr
Briten ermöglichen Raketenbau in der Ukraine
Der britische Regierungschef Andy Burnham hat vor seiner Abreise in die Ukraine seine Unterstützung für die Produktion von Langstreckenraketen dort angekündigt. Großbritannien erlaube es dem europäischen Raketenhersteller MBDA, geheime Informationen über britische Bauteile des Marschflugkörpers "Scalp" weiterzugeben. Das solle Frankreich und der Ukraine helfen, lokale Produktionen aufzubauen. Gestern hatte Russland wegen der britischen Hilfe für die Ukraine seinen Botschafter aus London abgezogen. Burnham fährt heute nach Kiew, seine erste Auslandsreise als Premier. (Quelle: Reuters)
01:47 Uhr
Norwegen plant weitere Milliarden ein
Norwegen plant für 2027 mit weiteren Ukraine-Finanzhilfen von rund 7,9 Milliarden Euro. Das entspreche der Zuwendung für dieses Jahr und sei für militärische sowie humanitäre Zwecke vorgesehen, erklärte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einem Besuch gestern in Kiew. (Quelle: Reuters)
01:20 Uhr
EU-Ratspräsident: "Wir werden Druck erhöhen"
Die EU hat der von Russland angegriffenen Ukraine zum Nationalfeiertag fortgesetzte Hilfe zugesichert. "Wir werden die Ukraine weiter so lange und so umfassend wie nötig unterstützen", sagte Ratspräsident António Costa vor seiner Teilnahme an Feiern in Kiew. Bereits in den vergangenen viereinhalb Kriegsjahren habe man mehr als 220 Milliarden Euro mobilisiert. Derzeit wird ein EU-Darlehen von 90 Milliarden Euro umgesetzt. Costa sagte: "Wir werden den Druck erhöhen, bis Russland das Töten beendet, ernsthaften Willen zum Frieden zeigt und an den Verhandlungstisch kommt." (Quelle: dpa)
01:00 Uhr
Drei Tote nach Angriff auf Charkiw
Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw wurden laut Regionalverwaltung drei Menschen getötet. Rettungskräfte hätten acht Personen geborgen und in Sicherheit gebracht, einige seien verletzt. Die Suche nach weiteren möglichen Opfern dauere an. (Quelle: Reuters)
00:45 Uhr
Ukraine greift Chemie-Standort an
Nach Angaben des regionalen Gouverneurs ist in Newinnomyssk ein Drohnenangriff auf ein Zentrum der Chemieindustrie in der südrussischen Region Stawropol abgewehrt worden. (Quelle: Reuters)
00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – 23. August 2026
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Forderungen nach Neuwahlen zurückgewiesen. Er glaube, dass Wahlen in einem "Krieg wie diesem" die Ukraine spalten könnten. Zudem bestritt er, dass die Ukraine in die Zerstörung der Nord-Stream-Gaspipelines verwickelt gewesen sei.
Deutschland stellt nach Ankündigung von Bundesaußenminister Johann Wadephul in Kiew weitere drei Millionen Euro für ukrainische Veteranen bereit. Der CDU-Politiker besuchte am zweiten Tag seiner Ukraine-Reise auch das nur 30 Kilometer von der Frontlinie entfernte Charkiw im Nordosten der Ukraine und würdigte "unheimlichen Widerstandswillen" der Bewohner.
In der südukrainischen Region Odessa hat derweil eine russische Drohne einen Passagierzug getroffen. Wie der Militärgouverneur mitteilte, brannte die Lokomotive. Von den fast 600 Passagieren sei niemand verletzt worden.
00:01 Uhr
Ukraine-News am Montag, 24. August 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.