Ukraine-News: Verteidigungsministerium hat Kenntnis von Fahnenflüchtigen aus Sachsen-Anhalt

Dutzende ukrainische Soldaten haben einem Bericht zufolge ihre Ausbildung in Sachsen-Anhalt zur Flucht genutzt. Das Bundesverteidigungsministerium weiß laut einer Sprecherin von Deserteuren, sei aber nicht zuständig.

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Ukraine-News: Verteidigungsministerium hat Kenntnis von Fahnenflüchtigen aus Sachsen-Anhalt
Soldaten grüßen die ukrainische Flagge.

Ukraine-News

Ministerium: Ukrainische Streitkräfte für Deserteure verantwortlich

von MDR AKTUELL

Stand: 21.08.2026 14:55 Uhr

  • Moskau: Mehrere Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne
  • Massive russische Angriffe auf Region Saporischschja
  • Nord-Stream-Anschlag: Verdächtiger Ukrainer in Haft
  • Die Ereignisse im russischen Angriffskrieg gestern im Überblick
  • Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg

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14:27 Uhr

Ministerium: Ukrainische Streitkräfte für Fahnenflüchtige zuständig

Das Bundesverteidigungsministerium hat Kenntnis von Fällen ukrainischer Soldaten, die sich bei der Ausbildung in Deutschland abgesetzt haben. Eine Sprecherin des Ausbildungskommandos ("Special Training Command") in Strausberg bei Berlin teilte auf Nachfrage mit, dass sich vereinzelt Angehörige der ukrainischen Streitkräfte während der Ausbildung in Deutschland entfernt haben, sei dem Bundesministerium der Verteidigung bekannt. Details dazu würden nicht genannt. Die Bundeswehr habe keine Rolle bei der Feststellung ukrainischer Fahnenflüchtiger. Das seien "interne Angelegenheiten der ukrainischen Streitkräfte". (dpa)

Ein ukrainischer Soldat salutiert vor der ukrainischen Flagge.

13:33 Uhr

Schäden an mehr als 300 Tankstellen druch russische Angriffe

Bei russischen Angriffen sind in der Ukraine in den vergangenen sechs Monaten mehr als 300 Tankstellen beschädigt oder zerstört worden. Dies teilte Energieminister Denys Schmyhal im ukrainischen Parlament mit. Das seien erhebliche Verluste für die Wirtschaft. (Quelle: Reuters)


12:02 Uhr

Gebiet Charkiw: Zwei Tote durch russische Drohnen

Russland hat mit Drohnenangriffen nahe seiner Grenze im ostukrainischen Gebiet Charkiw nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet. Bei der Attacke mit sechs Drohnen auf das Dorf Lebjaschje seien zwei Frauen im Alter von 66 und 73 Jahren getötet und zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte Charkiws Militärgouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Es seien fünf Häuser in Brand geraten, drei zerstört und viele weitere beschädigt worden. (Quelle: dpa)


10:01 Uhr

Russland: Festnahmen wegen mutmaßlicher Anschlagspläne

In Russland haben die Behörden nach eigenen Angaben neun Verdächtige wegen mutmaßlicher Anschlagspläne im Auftrag ukrainischer Geheimdienste festgenommen. Acht Personen sollen einen Angriff auf ein Rüstungsunternehmen in der Region Moskau geplant haben, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den Inlandsgeheimdienst FSB. Dabei sollten 35 aus der EU geschmuggelte Sprengstoff-Drohnen zum Einsatz kommen. Zudem sei in der nordwestlichen Region Murmansk ein Ausländer festgenommen worden, der Regierungsgebäude und strategische Infrastruktur in Moskau ausgespäht haben soll, meldet die Agentur RIA. (Quelle: Reuters)


08:55 Uhr

Grenzübergang zu Moldau bei Drohnnangriff beschädigt

Bei einem russischen Drohnenangriff in der südukrainischen Region Odessa ist in der Nacht ein Grenzübergang zu Moldau beschädigt worden. Der Passagier- und Fahrzeugverkehr am Kontrollpunkt Tabaky ist eingestellt und wird auf andere Übergänge umgeleitet, wie der ukrainische Grenzschutz bei Telegram mitteilte. Die moldauischen Behörden seien über die Situation informiert. (Quelle: Reuters)


08:22 Uhr

Russland startet mehr als 1.000 Angriffe auf Region Saporischschja

Russische Streitkräfte haben ukrainischen Angaben zufolge in 24 Stunden 1.069 Angriffe auf 51 Siedlungen in der Region Saporischschja durchgeführt. Insgesamt seien vier Menschen verletzt worden. Laut Ukrinform teilte das der Leiter der regionalen Militärverwaltung Saporischschja, Iwan Fedorov, auf Telegram mit.

Demnach führten die russischen Streitkräfte 17 Luftangriffe, 787 Drohnenangriffe, 10 Mehrfachraketenwerfer-Angriffe und 255 Artillerieangriffe in der gesamten Region durch. (Quelle: Ukrinform)


07:34 Uhr

Nord-Stream-Anschlag: Verdächtiger Ukrainer in Kroation in U-Haft

Ein Bezirksgericht im kroatischen Pula hat die Inhaftierung eines ukrainischen Staatsbürgers angeordnet, der verdächtigt wird, an der Sabotage der Nord-Stream-Gaspipelines beteiligt gewesen zu sein. Das berichtet laut Ukrinform das kroatischen Nachrichtenportal Index. Demnach soll der Mann solange in Gewahrsam bleiben, bis über seine Auslieferung nach Deutschland entschieden werde.

Die Bundesstaatsanwaltschaft hatte vor zwei Tagen die Festnahme des 46-Jährigen bestätigt. Der professionelle Taucher war in einem Hotel im Pula-Gebiet festgenommen worden. Die Pipelines waren bei Explosionen am 26. September 2022 stark beschädigt worden. (Quelle: Ukrinform)


07:17 Uhr

Zwei Verletzte bei Drohnen-Angriff auf Wohnhaus in Sumy

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein mehrstöckiges Wohnhaus in Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine sind mindestens zwei Menschen verletzt worden. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf einen Telegram-Eintrag des Leiters der Militärverwaltung der Stadt Sumy. Die massiven russischen Drohnenangriffe auf Sumy in der Nacht richteten sich demnach gegen zivile Infrastruktureinrichtungen der Stadt sowie gegen Wohngebiete im Bezirk Kovpakivskyi. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen. Rettungskräfte seien im Einsatz. (Quelle: Ukrinform)


20.08.2026 00:05 Uhr

Die Ereignisse gestern – 20. August 2026

Rumänische F-16-Kampfjets haben eine mit Sprengstoff bestückte Seedrohne im Schwarzen Meer unschädlich gemacht. Die Drohne war nach Angaben von Verteidigungsminister Radu Miruta auf das Erdgasprojekt "Neptun Alpha" zugesteuert. Rumänien macht Russland dafür verantwortlich.

Das von russischen Truppen besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist von seiner letzten verbliebenen externen Stromleitung abgeschnitten. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) auf der Plattform X mit.

Die Ukraine und Russland können über das Schwarze Meer momentan nahezu kein Getreide exportieren. Schätzungsweise 97 Prozent der Exportkapazitäten über die Häfen am Schwarzen und Asowschen Meer sind infolge gegenseitiger Angriffe ausgefallen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters auf Grundlage offizieller Daten und Expertenanalysen.

Video: Viele Tote bei Luftschlägen (1 Min)

Unterdessen sind bei russischen Angriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens zwölf Menschen getötet worden.


20.08.2026 00:01 Uhr

Ukraine-News am Freitag, 21. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Hintergründe

Der russische Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Audio | MDR AKTUELL

Was tun, Herr General? – der Podcast

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Podcast-Reihe

Putins Krieg – die Hintergründe

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.