Ukraine-News: Russland und Ukraine offen für neue Verhandlungen
Russland und die Ukraine halten nach eigenen Angaben neue Verhandlungen zur Beendigung des Krieges für möglich. Zuvor waren die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Moskau und Kiew gereist.
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Ukraine-News
von MDR AKTUELL
Stand: 07.09.2026 14:08 Uhr
- Ukraine und Russland offen für neue Verhandlungen
- Selenskyj fürchtet weiteren Kriegswinter
- Vorerst doch kein Experten-Gremium für EU-Verteidigungspolitik
- Wittkoff und Kushner per Sonderzug wieder aus Kiew abgereist
- Ereignisse gestern sowie Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg.
14:02 Uhr
Ein Toter nach ukrainischem Angriff auf Luhansk
In der von Russland besetzten ostukrainischen Region Luhansk ist nach Angaben der dortigen Behörden bei einem ukrainischen Angriff ein Mensch getötet worden. Ein Fahrzeug sei beschossen worden, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Leonid Pasetschnik mit. (Quelle: Reuters)
13:37 Uhr
Update: Ukraine und Russland offen für neue Verhandlungen
Russland schließt eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit der Ukraine und den USA nach Kreml-Angaben nicht aus. Es sei jedoch noch zu früh, um über Ort und Zeit solcher Verhandlungen zu sprechen, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Auch ein Telefonat zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump zur Erörterung der jüngsten Vermittlungsbemühungen sei möglich. Peskow bezog sich damit auf den Besuch der US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew am vergangenen Wochenende.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach sich für eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges aus. "Unsere Partner wissen, was Früchte tragen kann und was vor dem Winter Früchte tragen muss", erklärte Selenskyj auf der Online-Plattform X. Man koordiniere nun die nächsten Schritte und bereite weitere Treffen und Kontakte vor. (Quelle: Reuters)
13:03 Uhr
Zwei Tote nach russischen Angriffen auf Kramatorsk
Bei einem russischen Luftangriff auf die Stadt Kramatorsk sind am Montagmorgen zwei Menschen getötet und vier weitere verletzt worden. Das hat die Staatsanwaltschaft der Region Donezk nach Angaben des Portals Ukrinform auf Facebook mitgeteilt. Demnach wurden drei Mehrfamilienhäuser im Stadtzentrum sowie mehrere Autos beschädigt. (Quelle: Ukrinform)
09:18 Uhr
Russland meldet zwei Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen
In Russland sind bei ukrainischen Drohnenangriffen nach Angaben der Behörden zwei Menschen getötet worden. Der Gouverneur der Region, Dmitri Machonin, teilte mit, in der Region Perm habe es ein Todesopfer gegeben. Dort seien zudem vier Menschen verletzt worden, als ein Wohngebäude bei dem Angriff beschädigt worden sei. Die örtliche Luftabwehr habe 27 Drohnen abgeschossen. Perm liegt am Rande des Uralgebirges im Osten des europäischen Teils Russlands.
Auch in der an die Ukraine grenzenden Region Belgorod wurde den örtlichen Behörden zufolge ein Mensch getötet und ein weiterer verletzt. Das russische Militär griff im Gegenzug nach eigenen Angaben erneut ukrainische Häfen an. Ein Schiff im Hafen von Tschornomorsk sei am Sonntagabend getroffen worden, meldete die russische Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau. Das Schiff habe Militärgüter an Bord gehabt. Zudem seien am Montagmorgen Verladeanlagen im Hafen von Ismajil attackiert worden. (Quelle: Reuters)
05:56 Uhr
Selenskyj fürchtet noch weiteren Kriegswinter
Nach den Gesprächen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Moskau und Kiew ist weiter unklar, welche Vorschläge für eine Friedenslösung sie vorgelegt haben. Offen ist auch, ob es zur Wiederaufnahme direkter Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland unter US-Vermittlung kommen wird. Kushner sagte, die Rückkehr zum trilateralen Format könne Fortschritte bringen.
An den Verhandlungen in Kiew nahmen zeitweise auch Sicherheitsberater aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien teil. "Wir haben vereinbart, dass sich die Ukraine, Europa und Amerika in Kürze treffen werden", sagte Selenskyj nach der Abreise der Gesandten, ohne jedoch einen konkreten Termin dafür zu nennen. Er bekräftigte aber seine Ansicht, dass zur Lösung der wichtigsten Fragen, wie etwa der Aufteilung umkämpfter Gebiete, ein Treffen "auf höchster Ebene" nötig sei.
Beim Empfang Kushners und Witkoffs in Moskau hatte Präsident Wladimir Putin erklärt, die US-Unterhändler hätten inzwischen das Vertrauen der russischen Seite: "Für uns ist die Zusammenarbeit mit ihnen komfortabel", wurde er zitiert.
Selenskyj machte zuletzt deutlich, dass die Ukraine weitere Hilfe etwa durch Munition für Flugabwehrsysteme brauche: "Sollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein Winterpaket", wurde er von den ukrainischen Medien noch gestern Abend zitiert. (Quelle: dpa)
05:04 Uhr
Ruhe in Moskau und Kiew – aber Kämpfe an der Front
Während für die Zeit der Besuche der US-Unterhändler eine dreitägige Pause bei Angriffen auf die russische und die ukrainische Hauptstadt eingehalten wurde, ist an der Front weiter gekämpft worden. Der ukrainische Generalstab berichtete von russischen Angriffen. In Dnipro starb nach Angaben der Militärverwaltung bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum ein Arbeiter, drei weitere seien verletzt worden. Von der russisch besetzten Halbinsel Krim wurden ukrainische Drohnenangriffe gemeldet und nach Angaben der Behörden drei Menschen verletzt. In der grenznahen russischen Stadt Belgorod kamen nach russischen Angaben zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff ums Leben. (Quelle: dpa)
01:20 Uhr
Vorerst kein Gremium für EU-Verteidigungspolitik
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die für heute geplante Gründung einer Experten-Gruppe zur europäischen Verteidigung abgesagt. "Einige Mitgliedstaaten waren der Auffassung, dass das jetzt nicht der richtige Weg sei", sagte dazu ein EU-Beamter in Brüssel. Nach Gesprächen mit den Ministern werde er nun nicht weiter verfolgt. Dem Vernehmen nach soll auch die deutsche Regierung dagegen gewesen sein. Als möglicher Grund gilt, dass die Bundesregierung bei der Verteidigung doch eher weiter auf die Nato setzen könnte. (Quelle: dpa)
Was tun, Herr General? Das Briefing
Bühler sieht Europa in der Nato-Falle
Der Ex-Nato-General analysiert: Wenn Europa auf Vorteile der Nato verzichte, werde es von Russland trotzdem weiter als Nato gesehen.
00:26 Uhr
Wittkoff und Kushner aus Kiew wieder abgereist
Nach ihren Gesprächen in Kiew sind die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff aus der ukrainischen Hauptstadt abgereist. "Wir haben den Sonderzug von Steve Witkoff und Jared Kushner verabschiedet", erklärte die ukrainische Bahn. "Hoffentlich hat diese Reise neue Wege aufgezeigt, wie wir vorankommen können. Ich denke, wir haben viel aus dieser Reise gelernt", sagte Kushner. Die US-Gesandten waren gestern per Zug aus Polen zum ersten Mal nach Kiew gereist. Vorgestern hatten sie in Moskau mit Russlands Präsident Wladimir Putin verhandelt. Dort waren sie seit Kriegsbeginn bereits mehrfach. (Quelle: AFP)
00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – am 6. September 2026
Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff haben in Kiew nach Angaben aus ukrainischen Präsidentschaftskreisen neue und "effektivere" Vorschläge für ein Ende des russischen Angriffskriegs vorgelegt. An den Gesprächen nahmen demnach auch Sicherheitsberater aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland teil.
Video: US-Vermittler Witkoff und Kushner in Kiew eingetroffen (1 Min)
In der Zwischenzeit hat der russische Außenminister Sergej Lawrow die Bundesregierung wegen ihrer Reaktion auf den Drohnen-Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle beschuldigt, "wieder Krieg" gegen Russland zu wollen.
Trotz der US-Vermittlungsmission meldetn die Ukraine und Russland wieder Luftangriffe außerhalb von Kiew und Moskau. Für die beiden Hauptstädte galt während des Besuchs der US-Sondergesandten ein Angriffsstopp.
00:01 Uhr
Ukraine-News am Montag, 7. September 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.