Ukraine-News: Russland will Militärstrukturen an der Nato-Grenze zu Finnland ausbauen
AUDIO: Grenze zu Finnland: Russland rüstet auf (4 Min) Ukraine-News Russland plant Ausbau von Militärstrukturen an Nato-Nordflanke von MDR AKTUELL ...
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AUDIO: Grenze zu Finnland: Russland rüstet auf (4 Min)
Ukraine-News
Russland plant Ausbau von Militärstrukturen an Nato-Nordflanke
von MDR AKTUELL
Stand: 20.07.2026 18:08 Uhr
- Russland baut Militäranlagen nahe Finnland aus
- Ukraine greift Moskau mit 400 Drohnen an
- Russische Lenkbomben treffen Wohnhaus in Saporischschja
- Die Kriegs-Ereignisse gestern in einem kurzen Überblick
- Weitere Nachrichten und Podcast zum Ukraine-Krieg
17:48 Uhr
Drei Tote nach russischem Angriff auf Odessa
In der südukrainischen Hafenstadt Odessa sind nach Angaben dortiger Behörden mindestens drei Menschen bei einem russischen Angriff getötet worden. Drei weitere Menschen seien verletzt worden. Der Angriff habe einer Infrastruktureinrichtung gegolten, heißt es weiter. Nähere Einzelheiten sind zunächst nicht bekannt. (Quelle: Reuters)
15:09 Uhr
Tote nach russischen Angriffen in Südostukraine
Bei russischen Angriffen sind nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. In der Stadt Pawlohrad im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk seien zwei Personen ums Leben gekommen, teilte der Chef der Militärverwaltung der Region, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Weitere 13 seien verletzt worden. Nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft setzte Russlands Militär dabei Gleitbomben ein und beschädigte mehrstöckige Wohnhäuser und Autos. (Quelle: dpa)
15:07 Uhr
Fünf Tote bei ukrainischem Drohnenangriff auf Bus in Russland
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf Russland sind nach Behördenangaben mindestens fünf Insassen eines Busses getötet worden. Bei den Toten durch den Angriff in der Grenzregion Belgorod handle es sich um vier Frauen und ein Kind, teilte der dortige Gouverneur Alexander Schumajew mit. Ferner seien 23 Menschen verletzt worden. Drei von ihnen seien in einem "äußerst ernsten Zustand". (Quelle: AFP)
15:02 Uhr
Russland will Militärinfrastruktur an Finnlands Grenze ausbauen
Russland schafft nach Einschätzung westlicher Experten die Voraussetzungen für eine deutliche Verstärkung seiner Truppen an der rund 1.300 Kilometer langen Grenze zu Finnland. Präsident Wladimir Putin hatte 2024 den Leningrader Militärbezirk neu geschaffen. Der damalige Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte, dafür seien unter anderem ein neues Armeekorps gebildet und mehrere Brigaden zu Divisionen umstrukturiert worden. Skandinavische Medien berichteten zudem unter Berufung auf Satellitenbilder über neue Militärgebäude nahe Petrosawodsk.
Michael Jonas, Forschungsleiter bei der Denkfabrik der Bundeswehr in Hamburg, sagte MDR AKTUELL, die Zahl der russischen Soldaten in der Region könnte von derzeit rund 20.000 auf 80.000 oder sogar 115.000 steigen. Aktuell seien die Truppen jedoch weitgehend im Krieg gegen die Ukraine gebunden. In Finnland werde damit gerechnet, dass nach einem Kriegsende kampferprobte Einheiten an die Nato-Grenze verlegt werden könnten. Welche Ziele Russland damit verfolge, sei unklar. Mehr über mögliche militärische Szenarien im Audio:
13:43 Uhr
Update: Bei Drohnenangriff zehn Menschen verletzt
Nach dem ukrainischen Angriff mit knapp 400 Drohnen auf Moskau wurde nach russischen Angaben die Zahl der Verletzten nach oben korrigiert. Demnach wurden in der Nacht in Moskau und Umgebung zehn Menschen verletzt. Darunter sind nach Angaben von Gouverneur Andrej Worobjow drei chinesische Staatsbürger.
Die Angriffe lösten nach Behördenangaben einen Brand auf einem riesigen Industriegelände nahe Domodedowo aus. Die Stadt beherbergt auch einen der internationalen Flughäfen Moskaus. (Quelle: dpa, AFP)
Video: Ukraine trifft mit Drohnen in der Region Moskau (1 Min)
10:11 Uhr
Update: Zahl der Todesopfer auf angegriffenem Frachtschiff verdoppelt
Nach dem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im Schwarzen Meer hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben verdoppelt.
Wie die ukrainische Hafenbehörde mitteilte, wurden nach neuen Erkenntnissen zehn Menschen bei der Attacke vor der Stadt Odessa getötet. Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff war nach ukrainischen Angaben mit einer Ladung Mais aus dem Hafen ausgelaufen, als es am Sonntagabend Ziel eines Angriffs wurde. An Bord befanden sich demnach 17 Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer. Acht Crew-Mitglieder konnten demnach gerettet werden.
Russland teilt unterdessen laut der Nachrichtenagentur Interfax mit, bei Angriffen in der Nacht Treibstofflager im Hafen von Odessa getroffen zu haben. (Quelle: Reuters)
09:09 Uhr
Angriff auf Moskau mit 400 Drohnen
Nach russischen Angaben hat die Ukraine in der Nacht Moskau und die umliegende Region mit 400 Drohnen angegriffen. Wie russische Behörden mitteilten, wurden dabei zwei Menschen verletzt sowie Gebäude in Brand gesetzt. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, erklärte, die meisten der feindlichen Drohnen seien bereits aus großer Entfernung "neutralisiert" worden. 85 Drohnen seien beim Anflug auf Moskau zerstört worden.
Dem Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, zufolge konzentrierten sich die Schäden auf die Bezirke Podolsk, Domodedowo und Odinzowo. Dort seien zivile Infrastruktureinrichtungen beschädigt worden und in Brand geraten. Das russische Verteidigungsministerium teilt mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 381 ukrainische Drohnen über russischen Regionen sowie dem Schwarzen und dem Asowschen Meer abgeschossen. (Quellen: AFP, Reuters)
08:06 Uhr
Drei Ausländer nahe Moskau verletzt
Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass hat gemeldet, dass sechs Menschen in der Region Moskau mit Explosionsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden seien. Drei von ihnen seien Ausländer, berichtete die Agentur unter Berufung auf Krankenhausangaben. Zunächst war unklar, ob die Verletzungen mit den nächtlichen Drohnenangriffen in Zusammenhang standen. (Quelle: AFP)
04:45 Uhr
Mindestens zwei Tote bei russischem Luftangriff auf Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff auf die südukrainische Stadt Saporischschja sind nach ukrainischen Angaben mindestens zwei Menschen getötet und 42 weitere verletzt worden, darunter acht Kinder. Nach Berichten ukrainischer Medien trafen russische Lenkbomben ein fünfstöckiges Wohnhaus, dessen zwei obere Stockwerke zerstört wurden.
Saporischschja liegt rund 20 Kilometer von der Front entfernt und wird regelmäßig von russischen Luftangriffen getroffen. (Quelle: dpa)
02:07 Uhr
Putin dankt Nordkorea für Unterstützung im Ukraine-Krieg
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für dessen Unterstützung im Krieg gegen die Ukraine gedankt. Bei einem Treffen mit der nordkoreanischen Außenministerin Choe Son Hui in Moskau würdigte er die "heldenhaften Taten" nordkoreanischer Soldaten und erklärte, diese würden in Russland ebenso geehrt wie russische Soldaten.
Nordkorea zählt zu den wichtigsten Verbündeten Moskaus im Ukraine-Krieg. Nach westlichen Erkenntnissen liefert Pjöngjang Soldaten und Waffen an Russland und erhält im Gegenzug unter anderem Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen. (Quelle: AFP)
00:05 Uhr
Die Ereignisse gestern – 19. Juli 2026
Bei schweren russischen Angriffen auf Kiew und die umliegende Region ist mindestens ein Mensch getötet worden. Mindestens 13 weitere wurden verletzt. Nach Angaben der Behörden trafen Raketen und Drohnen mehrere Stadtteile. Wohnhäuser, ein Einkaufszentrum, ein Supermarkt und weitere Gebäude wurden beschädigt. Es kam zu Bränden. Ein Hersteller von Schutzausrüstung für Soldaten meldete die vollständige Zerstörung seiner Produktionsstätte. Im Kiewer Gebiet wurde zudem eines der größten Logistikzentren der Ukraine zerstört.
Video: Schwerer Raketenangriff auf Kiew (1 Min)
Auch die Region Charkiw wurde angegriffen. In einem Vorort der ostukrainischen Großstadt kamen nach Behördenangaben drei Menschen ums Leben. 16 weitere wurden verletzt.
Im Schwarzen Meer wurde nach ukrainischen Angaben ein Frachtschiff von russischen Marschflugkörpern getroffen. Mindestens fünf Besatzungsmitglieder der "Golden Leo" wurden getötet, fünf weitere galten als vermisst. Acht Verletzte kamen in ein Krankenhaus in Odessa. Das türkische Frachtschiff fährt unter der Flagge von Guinea-Bissau.
Die Ukraine setzte zugleich ihre Angriffe auf die russische Öl- und Treibstoffversorgung fort. Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj wurden drei Öldepots und ein Treibstofflager in der südrussischen Region Stawropol attackiert. Im Schwarzen Meer trafen ukrainische Einheiten zudem mehrere russische Tanker. Der Generalstab meldete außerdem einen Angriff auf einen Schwimmkran im Asowschen Meer. Die Ziele sollen nach ukrainischen Angaben für die russische Kriegsführung genutzt worden sein.
00:00 Uhr
Ukraine-News am Montag, 20. Juli 2026
Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.
Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.
Nachrichten und Hintergründe
Der russische Angriff auf die Ukraine
Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.
Was tun, Herr General? – der Podcast
Welche Strategien verfolgen die russische Angreifer, welche die ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen zu militärischen Aspekten des Ukraine-Kriegs vom ehemaligen Nato-General Erhard Bühler.