Ukraine: US-Vermittler in Moskau – Putin setzt für Angriffe auf Kiew aus

Die Polizei stellt mitten in der Nacht am Leipziger Flughafen eine Drohne sicher, die für einen Angriff ausgerüstet war. Jetzt nehmen Deutschlands oberste Strafverfolger den Fall unter die Lupe.

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Ukraine: US-Vermittler in Moskau – Putin setzt für Angriffe auf Kiew aus

Wichtige Updates

Putin setzt für drei Tage Angriffe auf Kiew aus

Ukraine: Russische Drohne attackiert Geheimdienstzentrale

Lawrow: Goethe-Institut in Russland wird geschlossen

Anschlagsversuch von Leipzig: Merz wollte Russland früher benennen – Minister bremsten

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Putin setzt für drei Tage Angriffe auf Kiew aus

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat wegen des Besuchs von US-Unterhändlern einen dreitägigen Stopp der Luftangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew angeordnet. Das teilte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau mit, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Die Angriffspause gelte mit Tagesbeginn des Sonntags für drei Tage.

Peskow bestätigte, dass Putin am heutigen Samstag den US-Sondergesandten Steve Witkoff und den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, empfangen werde. Die Ukraine hatte zugesagt, wegen dieses Besuchs den russischen Luftraum für drei Tage nicht zu gefährden. Am Sonntag werden die zwei US-Unterhändler erstmals zu Gesprächen in Kiew erwartet.

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Russische Agenturen: US-Gesandte Kushner und Witkoff in Moskau eingetroffen

Die US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff sind laut Medienberichten zu Gesprächen in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Ihr Flugzeug landete am Samstagmittag auf dem Flughafen Wnukowo, wie die russischen Nachrichtenagenturen Ria Nowosti und Tass meldeten. Bei dem Besuch steht laut US-Präsident Donald Trump ein Vorschlag zur Beendigung des Kriegs in der Ukraine im Mittelpunkt; danach sind Gespräche in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geplant. 

Patricia von Thien

Patricia von Thien

Vor US-Vermittlung: Tote bei Luftangriffen auf Ukraine

Vor einer US-Vermittlungsmission im Ukraine-Krieg sind vier Menschen im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk durch einen russischen Luftangriff getötet worden. Der Angriff habe einen Industriebetrieb in der Stadt Kamjanske getroffen, teilte Gebietsgouverneur Olexander Hanscha auf Telegram mit. Es habe sechs Verletzte gegeben. Das russische Militär in Moskau sprach von einem Angriff auf ein großes Metallkombinat, das die ukrainische Rüstungsindustrie beliefere.

Einschläge russischer Drohnen wurden in der Nacht auch aus dem Großraum Kiew gemeldet. Über Russland hingegen wurden in der Nacht 59 ukrainische Drohnen abgewehrt, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Die vergleichsweise niedrige Zahl lässt darauf schließen, dass die Ukraine wie angekündigt eine Feuerpause wegen des Besuchs der US-Vermittler einhält.

Der Sondergesandte Steve Wittkoff und Jared Kushner, Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, werden angeblich heute in Moskau erwartet. Am morgigen Sonntag sollen sie erstmals Kiew besuchen, wie der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mitgeteilt hat.

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Selenskyj: US-Vermittler kommen am Sonntag nach Kiew 

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch der US-Vermittler Steve Witkoff und Jared Kushner am Sonntag in Kiew angekündigt. Es sei heute besprochen worden, dass Steve Witkoff und Jared Kushner erst Moskau besuchen und am Sonntag nach Kiew reisen werden, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Die Ukraine bereite sich darauf vor. Eine offizielle Bestätigung der Reise von US-Seite gab es zunächst nicht.

Selenskyj kündigte auch an, dass Kiew, „wie es bei vorherigen diplomatischen Besuchen der US-Seite war“, den normalen Betrieb des russischen Luftraums für den Besuch gewährleiste. Von ukrainischer Seite werde es keine Luftangriffe geben, Russland müsse spiegelbildlich reagieren, sagte er.

Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte darüber gegeben, dass der US-Sondergesandte Witkoff und der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Kushner, planen sollen, am Samstag nach Moskau und am Sonntag nach Kiew zu reisen.

Vivien Valentiner

Vivien Valentiner

Ukraine: Russische Drohne attackiert Geheimdienstzentrale

Eine russische Drohne hat das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum der Hauptstadt Kiew angegriffen. „Die Drohne zielte direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude“, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram mit. Der Staatschef gab demnach SBU-Chef Olexander Poklad Anweisung, den Russen „spiegelbildlich“ auf diesen Schlag zu antworten. Angaben der Stadtverwaltung zufolge gab es bei dem Angriff mindestens fünf Verletzte.

Dennis Wippich

Russisches Gericht verhängt Ausgangs- und Kommunikationssperre gegen Kinderhospizleiterin

Ein russisches Gericht hat gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eine Ausgangs- und Kommunikationssperre verhängt. Die am Vortag wegen Kritik an der russischen Armee festgenommene Lida Moniawa dürfe ihre Wohnung zwischen 20 und 8 Uhr nicht verlassen und kein Internet nutzen, teilte ihr Anwalt Michail Birjukow am Donnerstag mit. Zudem dürfe sie nicht mit Zeugen sprechen.

Im Falle einer Verurteilung drohen der 38-Jährigen bis zu zehn Jahre Haft. Moniawa ist Gründerin und Leiterin einer Wohltätigkeitsorganisation mit Sitz in Moskau, die sich für die Sterbebegleitung von Kindern und jungen Erwachsenen einsetzt. Ihre Festnahme geht ihrem Anwalt zufolge auf einen Beitrag im Onlinedienst Telegram von 2023 anlässlich des ersten Jahrestags des Ukraine-Krieges zurück. Darin verwies Moniawa demnach auf UN-Daten zu tausenden zivilen Opfern.

Das für die Verfolgung besonders schwerwiegender Straftaten zuständige russische Ermittlungskomitee teilte mit, dass Moniawa wegen der „vorsätzlichen Verbreitung von Falschinformationen über den Einsatz der russischen Streitkräfte“ angeklagt worden sei. 

Paulina Cwiartka

Paulina Cwiartka

Russischer Außenminister Lawrow attackiert Merz: „Ich war entsetzt“

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) scharf angegriffen. Bei einem Auftritt auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok zeigte er sich nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass „entsetzt“ über das Vorhaben des Kanzlers, Deutschland zur „führenden Militärmacht Europas“ zu machen. Das hatte Merz unter anderem auf der Münchner Sicherheitskonferenz formuliert.

Lawrow bezog sich dabei auf eine Äußerung, in der Merz Deutschland nach seiner Darstellung „wieder“ zur führenden Militärmacht Europas machen wolle. Merz selbst hatte das Wort „wieder“ allerdings nicht verwendet.

„Wenn dieser Mann nicht versteht, was das Wort ‚wieder‘ in diesem Zusammenhang bedeutet, ist das natürlich sehr traurig für Europa und äußerst gefährlich“, sagte Lawrow laut Tass. Anschließend behauptete er, Europa werde erneut „zu einer Quelle von Ideen über nationale und rassische Überlegenheit“. Zudem habe man bereits gesehen, „wie die Metastasen des Nationalsozialismus in Deutschland wieder auftauchten“.

Auch den langfristigen Fortbestand der Nato stellte Lawrow infrage. Er glaube nicht, dass das Bündnis „noch lange Bestand haben“ werde. Die Versuche, durch eine stärkere Ausrichtung auf Südost- und Nordostasien neue Gründe für dessen Fortbestehen zu finden, könnten nicht unbegrenzt fortgesetzt werden, sagte der russische Außenminister.

Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete Lawrow zudem als „Führerin Ursula“, die versuche, „Befugnisse und Verantwortlichkeiten in die Europäische Kommission zu verlagern, die gemäß Beschlüssen der Europäischen Union als Ganzes nie nach Brüssel übertragen wurden und bei den nationalen Regierungen verbleiben. Diese Tendenz wird immer deutlicher“, sagte Lawrow.

Karina Stark

Goethe-Präsidentin über Aus in Russland: „Ende einer Ära“ 

Russlands Außenminister Sergej Lawrow kündigte an, die drei Goethe-Einrichtungen in Russland zu schließen. Das prüft das Goethe-Institut nun eng abgestimmt mit dem Auswärtigen Amt. Die Ankündigung markiere „das Ende einer Ära der deutsch-russischen Kulturbeziehungen“, sagte Präsidentin Gesche Joost auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Für alle, die in Russland Deutsch lernen und die Bibliotheken nutzen, sei das eine schlechte Nachricht.

Nach dem Mauerfall 1989 öffneten die Standorte Moskau und Sankt Petersburg, 2009 kam Nowosibirsk dazu. „Es war eine neue Phase, in der wir als Goethe-Institut über Kultur und Sprache die Gesellschaften in beiden Ländern miteinander verbunden haben“, sagte Joost. Zuletzt schränkten die Behörden die Arbeit immer weiter ein. Schon 2023 musste das Institut die Zahl der Mitarbeitenden stark senken.

Die Schließung ist eine Reaktion auf das Aus für das Russische Haus in Berlin. Das hatte die Bundesregierung beschlossen, nachdem am Flughafen Leipzig/Halle eine Drohne mit Sprengstoff gefunden worden war. Berlin macht Moskau für den versuchten Angriff verantwortlich. Das Goethe-Institut ist in rund 100 Ländern vertreten.

Andere westliche Kultureinrichtungen verließen Russland bereits: Das Schweizer Institut Pro Helvetia schloss Ende 2024 sein Moskauer Büro, der British Council musste 2025 aufgeben – die Behörden erklärten ihn zur „unerwünschten Organisation“. Österreich, Frankreich, Spanien und Italien bleiben mit eigenen Einrichtungen vor Ort und bieten unter anderem Sprachkurse an.

Karina Stark

Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln

Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., plant eine Vermittlungsmission zwischen Moskau und Kiew. Er wolle beide Präsidenten treffen und einen Weg zu einem Ende des Krieges suchen, sagte er der US-Website Breitbart.news. Der Krieg habe auch die orthodoxe Kirche auseinandergerissen, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur.

Helfen könne ihm die „einzigartige Position des Jerusalemer Patriarchats in der christlichen Welt“. Im Juni erhielt er nach eigenen Worten die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump, den er vor einigen Wochen besuchte. Auch Griechenland und der Ökumenische Patriarch Bartholomaios stünden hinter der Mission.

„Präsident Putin ist ein gläubiges, praktizierendes Mitglied der orthodoxen Kirche, und Präsident Selenskyj ist ein nachdenklicher und gläubiger Mensch“, sagte Theophilos. Er wolle „Kommunikationskanäle offenhalten“ und die Mächtigen an Dialog, Liebe und Frieden erinnern. Einen Termin für den Start seiner Mission nannte er nicht.

Karina Stark

Russland schwärzt Passagen aus Papst-Autobiografie

Der Moskauer Verlag Alpina brachte „Hoffe“ vor einigen Wochen heraus – alle Absätze zum Angriff auf die Ukraine geschwärzt. Aufgefallen war das, weil eine Moskauer Buchhandlung ein Foto einer fast komplett geschwärzten Doppelseite auf Telegram zeigte, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA).

Gestrichen ist etwa der Satz, dass Russland am 24. Februar 2022 seine Armee in die Ukraine einmarschieren ließ. Ebenso fehlt: „Der Herr wird Rechenschaft verlangen für all die Tränen, die in der Ukraine vergossen wurden.“ Auch Passagen über Franziskus’ Umgang mit Homosexuellen und Transsexuellen sind mit schwarzer Farbe überdeckt.

Die russische Verfassung verbietet zwar Zensur. Doch Kritik am Krieg steht unter Strafe, bis zu 15 Jahre Haft drohen. Verlage streichen deshalb selbst. Kyrill Gorbunow, Sprecher der katholischen Bischofskonferenz Russlands, spricht von „Selbstzensur“. Der Vatikan protestierte bisher nicht.

Karina Stark

Zweiter Vorfall in wenigen Tagen: Polen fängt russischen Aufklärer ab

Die Maschine vom Typ Il-20 war laut Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz 40 Kilometer nördlich des Badeorts Ustka unterwegs. Das schrieb er auf der Nachrichtenplattform X. Der Transponder war ausgeschaltet, das Flugzeug bedrohte damit die zivile Luftfahrt. Den polnischen Luftraum verletzte es nicht. Schon am Montag hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben.

Beim Abfangen in der Luft suchen die Piloten Sichtkontakt zur gegnerischen Besatzung. Sie signalisieren, dass die Maschine abdrehen soll. In Polen und den baltischen Staaten wächst die Sorge, dass Russland Nato-Staaten wegen seiner Probleme im Ukraine-Krieg vermehrt provoziert – etwa mit Aufklärungsflügen.

Karina Stark

Putin: Keine neue Mobilmachung in Russland geplant

Putin nennt Spekulationen über eine neue Mobilmachung eine ukrainische „Desinformationskampagne“ vor der Parlamentswahl. Demnach plant Russland derzeit keine neuen Maßnahmen, sagte Präsident Wladimir Putin beim Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok. „Es gibt heute kein Szenario, das eine Mobilmachung erfordern würde.“ Die Spekulationen seien eine ukrainische „Desinformationskampagne“ und sollten die Parlamentswahl in Russland in diesem Monat beeinflussen. „Wie allgemein bekannt ist, melden sich unsere Leute freiwillig und unterschreiben einen Vertrag“, fügte er hinzu.

Kiew äußerte sich zunächst nicht. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Juli erklärt, Moskau bereite eine „neue Mobilisierungswelle im Herbst“ vor – nach schweren Verlusten der russischen Armee. Die russischen Geländegewinne haben sich in diesem Jahr deutlich verlangsamt.

Auch der US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) sah im Juli „Voraussetzungen“ für eine weitere Teilmobilmachung. Die Organisation verwies auf neue Gesetze: Danach kann die russische Armee im Kriegsfall auf mehr Strafgefangene zurückgreifen als bisher.

Der Kreml dementierte solche Pläne mehrfach. Zuletzt ordnete Putin 2022 eine „Teilmobilmachung“ von Reservisten an, nach militärischen Rückschlägen in der Ukraine. Sie betraf laut Kreml rund 300.000 von etwa 140 Millionen Russen. Damals verließen zahlreiche Männer im wehrpflichtigen Alter das Land.

Karina Stark

Russischer Luftangriff trifft großes Medikamentenlager bei Kiew

Getroffen wurde ein Warenlager in Boryspil. Das bestätigte der Militärgouverneur des Kiewer Gebiets, Tymur Tkatschenko, auf Telegram – wie üblich ohne Details. Er schrieb von einem Verletzten. Laut dem Internetportal „Ukrajinska Prawda“ handelt es sich um eines der größten spezialisierten Pharmalager des Landes.

Russlands Armee greift seit einiger Zeit verstärkt Verteilzentren für Lebensmittel, Tiefkühllager, Versandzentren von Online-Händlern und Baumärkte an. Die Ukraine wiederum attackierte viele Versandzentren der russischen Online-Riesen Wildberries und Ozon.

In der Nacht litten 13 Regionen unter russischen Luftangriffen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. In Odessa schlug eine Drohne in ein Hochhaus ein, 17 Menschen wurden verletzt. „In vielen Städten und Gemeinden hört der Luftalarm praktisch nicht auf wegen der Gefahr durch russische Drohnen mit Jetantrieb“, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken. „Die Russen haben einen neuen Weg gefunden zu eskalieren, und sie haben nicht die Absicht, langsamer zu machen.“

Karina Stark

Putin nennt Kiews Drohung gegen Russlands Luftraum „Terrorismus“

Kremlchef Wladimir Putin bezeichnet die angedrohte Blockade des russischen Luftraums als Terrorismus. Auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok kritisierte er, dass der Westen bislang nicht reagiert habe. Die westlichen Verbündeten „werden auf diese Weise zu Mitteilnehmenden am internationalen Terrorismus“, sagte Putin. Verhandlungen über ein Kriegsende würden dadurch schwerer.

Erneut griff Putin auch die ukrainischen Attacken auf Fracht- und Handelsschiffe an. Zudem kritisierte er, dass westliche Staaten Schiffe auf den Weltmeeren beschlagnahmen. Die EU hat Öltanker der sogenannten Schattenflotte mit Sanktionen belegt. Russland spricht von Piraterie und will seine Schiffe mit der Kriegsmarine schützen.

Putin selbst führt seit mehr als viereinhalb Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dort ist der Luftraum seit Beginn der Kämpfe gesperrt. Selenskyj rief diese Woche internationale Fluggesellschaften auf, Russland nicht mehr anzufliegen – der Luftraum sei wegen der Drohnen nicht sicher. Zuvor kündigte er an, täglich 1000 statt bisher 300 Drohnen gegen Russland einzusetzen. Russische Behörden betonen, sie wehrten die Angriffe ab. Wegen Drohnenalarms schließen immer wieder Flughäfen, auch in Moskau stoppen fast täglich zeitweise Starts und Landungen.

Chancen auf eine Lösung sieht Putin dennoch. Vor allem Russland und die Ukraine müssten sich einigen, sagte er. Alle anderen Länder seien bereit zu helfen. Er dankte allen, die einen Beitrag leisten, und nannte die USA und China. Direkte Kontakte zwischen den Kriegsparteien gebe es weiterhin vor allem auf Ebene der Geheimdienste.

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