Umsteigen an einem Provisorium: Warten auf Busbahnhof bei Fischbeck
Seit mehr als zwei Jahren wurde ein vorschriftsmäßiger Busbahnhof zum sicheren Umsteigen beim Knotenpunkt des Elbe-Havel-Sterns angekündigt. Bis spätestens 2026 sollte er fertig sein. Doch nichts ist passiert. Das Provisorium bei Fischbeck ist zum Dauerzustand geworden. Wie die Bürger das finden und wie es nun weitergeht.
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AUDIO: Warten auf den "Elbe-Havel-Stern" in Fischbeck (2 Min)
Elb-Havel-Winkel
Ein Busbahnhof als Dauer-Provisorium
Stand: 16.10.2026 07:47 Uhr
Seit mehr als zwei Jahren wurde ein vorschriftsmäßiger Busbahnhof zum sicheren Umsteigen beim Knotenpunkt des Elbe-Havel-Sterns angekündigt. Bis spätestens 2026 sollte er fertig sein. Doch nichts ist passiert. Das Provisorium bei Fischbeck ist zum Dauerzustand geworden. Wie die Bürger das finden und wie es nun weitergeht.
von Aud Merkel, MDR SACHSEN-ANHALT
Zwischen den vier hintereinander haltenden Bussen rennen die Fahrgäste immer noch gestresst hin und her. Einmal in der Stunde können sie hier am Rande der Gemeinde Fischbeck an der Haltestelle mit dem Namen "Rendezvous" zwischen den Buslinien von und nach Stendal, Havelberg, Genthin und Tangermünde umsteigen.
Diese Linien sind für Menschen im Landkreis Stendal und im Jerichower Land östlich und westlich der Elbe wichtige Verbindungen. Auf sie sind viele Berufspendler angewiesen. Laut NASA (Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt) hat sich seit der Einführung des Elbe-Havel-Sterns im Februar 2024 die Zahl der Reisenden verdoppelt.
"Rendezvous" gibt es seit 2024
Die Bürger sind mit der Zuverlässigkeit der Verbindungen zufrieden. Nur warten sie noch immer auf den versprochenen Ausbau der Haltestelle. An der kleinen Straße, die eher ein landwirtschaftlicher Weg ist, fehlt eine erhöhte Bordsteinkante. Das ist für Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Eltern mit Kinderwagen problematisch. Der Wetterunterstand ist zu klein. Eine Beleuchtung fehlt. Die Reisenden haben Schwierigkeiten sich zu orientieren. Es fehlt an Schildern. Die Busse und Autofahrer haben keine richtige Wendemöglichkeit. Es gibt keinen Fußweg in den Ort Fischbeck.
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Anfangs war gar von einem modernen Busbahnhof mit mehreren Bussteigen die Rede. Die Fahrgäste hatten die Hoffnung schon aufgegeben. Auf Nachfrage von MDR SACHSEN-ANHALT sagte die NASA (Nahverkehrsgesellschaft Sachsen-Anhalt) am Donnerstag, man sei mitten bei den Vorbereitungen der Neugestaltung der Bushaltestelle.
Die Planungen werden noch in diesem Jahr abgeschlossen. Die ersten Ausschreibungen für die Baumaßnahmen sollen im Januar 2027 erfolgen. Man gehe davon aus, dass Rendezvous-Haltestelle im Laufe des nächsten Jahres fertiggestellt werden kann.
Planungen für neue Haltestelle sollen noch 2026 abgeschlossen werden
Dann sollen die vier Busse an einem Bussteig zu zweit gegenüber halten, barrierefrei, mit Schildern, Überdachung und Licht. Bis dahin bleibt das Provisorium erhalten. Während der Bauarbeiten muss es dann allerdings einen anderen Standort verlegt werden.
Momentan müssen die vier Busse hintereinander halten. Das soll sich ändern.
Wo genau das genau sein soll, steht noch nicht fest, soll aber rechtzeitig bekannt gegeben werden. Die Gesamtkosten sind mit rund 845.000 Euro geplant. 753.000 Euro werden von der NASA gefördert. Den Rest trägt die Gemeinde Wust-Fischbeck.
Die Bürger hoffen, dass der Plan eingehalten wird, denn eines steht fest, der derzeitige Zustand entspricht nicht den Anforderungen an einen sicheren Umsteigebahnhof.
MDR (Aud Merkel, Mario Köhne)