Ungewöhnlicher Rettungseinsatz am Sylvensteinspeicher: Mann versinkt im Schlick

tzMünchenRegionStand: 04.09.2026, 13:59 UhrKommentareUns auf Google folgenAls die Rettungskräfte eintrafen, steckte der Mann bereits bis über die Hüfte im Schlick. © Feuerwehr FallAm Sylvensteinspeicher mussten...

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Ungewöhnlicher Rettungseinsatz am Sylvensteinspeicher: Mann versinkt im Schlick

Stand: 04.09.2026, 13:59 Uhr

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Als die Rettungskräfte eintrafen, steckte der Mann bereits bis über die Hüfte im Schlick.

Als die Rettungskräfte eintrafen, steckte der Mann bereits bis über die Hüfte im Schlick. © Feuerwehr Fall

Am Sylvensteinspeicher mussten drei Wasserwachten und die Feuerwehr einen Mann aus dem Schlick des trockengefallenen Bereichs befreien.

Lenggries/Fall – Zu einem außergewöhnlichen Rettungseinsatz rückten die Wasserwachten Bad Tölz, Lenggries und Krün sowie die Faller Feuerwehr am Donnerstagnachmittag (3. September) zum Sylvenstein aus. Ein Mann war gegen 14.14 Uhr im trockengefallenen Bereich des Sees im Schlick eingesunken und konnte sich nicht mehr selbst aus der misslichen Lage befreien.

Erst mithilfe der Einsatzkräfte der Wasserwachten konnte der Mann aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Erst mithilfe der Einsatzkräfte der Wasserwachten konnte der Mann aus seiner misslichen Lage befreit werden. © Kreiswasserwacht

Bis über die Hüfte eingesunken

Zum Zeitpunkt der Alarmierung steckte der Betroffene etwa bis zu den Knien im Schlick fest. „Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war die Person bereits bis über die Hüfte eingesunken“, berichtet Gabriel Hartl, stellvertretender technischer Leiter der Kreiswasserwacht Bad Tölz-Wolfratshausen.

Mit Leitern zum Patienten vorgedrungen

Die Einsatzkräfte gelangten mittels Leitern zum Patienten, sicherten ihn und befreiten ihn anschließend mit Schaufeln aus seiner Lage. Anschließend wurde der Mann an den ebenfalls alarmierten Rettungsdienst übergeben. Im Einsatz waren elf Helfer der Wasserwacht sowie die Feuerwehr.

Wasserwirtschaftsamt hat Warnschilder aufgestellt

Durch den niedrigen Wasserstand des Speichersees sind bereits seit Wochen mehrere Bereiche im See trockengefallen. Vor allem Richtung Isarmündung gibt es eine große Fläche, die von Weitem wie eine Steppe aussieht. Das Betreten der aktuell trockenen Bereiche des Sylvensteinspeichers kann aber lebensgefährlich sein.

Das Wasserwirtschaftsamt Weilheim hat bereits Anfang August auf allen Parkplätzen Warnschilder am Ufer aufgestellt, um auf die Gefahr hinzuweisen. „Aufgrund von Feinsedimentierungen können in einigen Bereichen vermeintlich tragfähige Stellen des Seegrundes nachgeben und zum Einsinken führen“, steht auf den Schildern. „Aufgrund der bereichsweise auch tieferen Sedimentablagerungen (Schlick) kann es im Einzelfall schwierig werden sich eigenständig zu befreien.“ Betroffen sind vor allem die Zuflussbereiche von Isar, Walchen, Dürrach und Schürpfengraben. Das Wasserwirtschaftsamt „rät dringend davon ab, den trockengefallenen Seegrund zu betreten“.

Für die Lenggrieser Wasserwacht war es bereits der zweite ungewöhnliche Einsatz innerhalb weniger Wochen. Im August mussten sich die Kräfte um einen Schwerverletzten kümmern. Der Mann war zuvor mittels eines Trampolins von der Faller Klammbrücke gesprungen. Beim Aufkommen auf dem Wasser zog er sich schwere Verletzungen zu.