VATM: Branchenverband fordert staatliche Förderprogramme für Glasfaser - Golem.de
Ein großer Telco-Branchenverband will für Glasfaser dieselbe Förderung wie Solarenergie, Wärmepumpen und E-Mobilität erhalten. Geschäftsführer der Westconnect (v. l.): Robin Weiand, Matthias Krause, Carst...
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Ein großer Telco-Branchenverband will für Glasfaser dieselbe Förderung wie Solarenergie, Wärmepumpen und E-Mobilität erhalten.
Volkswirtschaftlich sei es sinnvoller, vorhandene Glasfasernetze auszulasten, als ein überholtes Kupfernetz weiter zu betreiben. Das hat VATM-Geschäftsführer Frederic Ufer am 28. Juli 2026 erklärt(öffnet im neuen Fenster). In Wirtschaftszweigen wie Solarenergie, bei Wärmepumpen und E-Mobilität, rege der Staat die Nachfrage durch staatliche Förderprogramme an. Dies müsse "beim Glasfaserausbau ebenfalls neu überprüft werden". Tatsächlich hatten die Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn und Westconnect bereits im März 2023 eine Absichtsklärung und eine Ausbauvereinbarung über eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau abgeschlossen.
Anfang dieser Woche sicherte sich Westconnect weitere 1,2 Milliarden Euro Kapital für den Glasfaserausbau. "Das zeigt: Die Finanzmärkte vertrauen auf den deutschen Glasfaserausbau", meinte Ufer. Damit dieses Vertrauen erhalten bleibe, brauche es verlässliche politische und regulatorische Rahmenbedingungen sowie eine deutlich höhere Take-up-Rate.
FTTH: Wirtschaftliche Probleme und Überbau der Telekom sind real
Tatsächlich haben Glasfasernetzbetreiber wie DNS:Net Probleme, neue Finanzierungen zu erhalten. Zudem kündigten mehrere größere alternative Netzbetreiber wie UGG (Unsere Grüne Glasfaser) von Telefónica Group und Allianz, sowie Deutsche Glasfaser zuletzt an, kaum noch neue Ausbaugebiete anzugehen. Der Druck durch den Überbau der Telekom, geringe Kaufkraft, Rückzug vieler Investoren und steigende Baukosten durch eine Schattenwirtschaft ist erheblich.
Die Unternehmen müssten ihre Strategie überprüfen, solange noch Handlungsspielraum bestehe, ergab eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland (PwC), die am 23. Juli 2026 vorgelegt wurde. "Unternehmen mit ausreichender Marktposition sollten bestehende Netze durch gezielte Kundenaktivierung und marktorientierte Preise auslasten. Wer die nötige Größe allein nicht erreicht, kann über Open Access kooperieren oder sich mit kleineren Netzen zusammenschließen. Und wenn beides nicht trägt, sollte über einen proaktiven Verkauf nachgedacht werden, bevor aus einer schwierigen Situation eine aussichtslose wird", sagte Michael Driemeyer, Director bei PwC.
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