Im Elfmeterschießen: VfL Wolfsburg verpasst Champions League
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben die Champions-League-Qualifikation verpasst. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch unterlag am Mittwochabend bei Inter Mailand mit 4:5 im Elfmeterschießen und schied wie schon 2023 in der Qualifikation aus.
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AUDIO: Wolfsburger Fußerballerinnen scheitern in Champions-League-Quali (1 Min)
Frauenfußball
Stand: 02.09.2026 22:29 Uhr
Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben die Champions-League-Qualifikation verpasst. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch unterlag am Mittwochabend bei Inter Mailand mit 4:5 im Elfmeterschießen und schied wie schon 2023 in der Qualifikation aus.
von Florian Neuhauss
Dabei waren die "Wölfinnen" mit einer 2:0-Führung aus dem Hinspiel nach Mailand gereist. Diese war jedoch nach Toren von Elisa Bartoli (39.) und Elisa Polli (84.) aufgebraucht. Es ging in die Verlängerung - und die VfL-Frauen schienen die Pleite zunächst noch abwenden zu können.
Nach dem 1:2 von Weronika Arasniewicz (111.) wären sie weiter gewesen. Doch es passte ins Bild einer insgesamt schwachen Leistung, dass die Niedersächsinnen in der 121. Minute noch das Gegentor von Marija Milinkovic kassierten.
Im folgenden Elfmeterschießen trafen die ersten acht Schützinnen mehr oder weniger souverän. Dann trat der erst in der 119. Minute eingewechselte VfL-Neuzugang Mara Alber an und scheiterte an Torhüterin Cecilia Ran Runarsdottir. Ivana Andres schoss Inter dann mit dem letzten Elfmeter zum ersten Mal überhaupt in die Gruppenphase der Champions League.
Den VfL-Frauen, die in der Saison 2023/2024 gegen Paris FC schon einmal in der Champions-League-Quali gescheitert waren, bleibt als "Trostpflaster" die erstmalige Teilnahme am zweitklassigen Europa Cup. Dort mit dabei ist auch Eintracht Frankfurt. Die Hessinnen scheiterten in Unterzahl in der Verlängerung bei Paris St. Germain.
Bartoli trifft nach ganz müdem Beginn in Mailand
Die "Wölfinnen" hatten die Partie in Mailand abwartend begonnen. Doch der Grat zwischen Kontrolle und Passivität war sehr schmal. Das wurde am frühen Abend bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius schon in der sechsten Minute deutlich. Bartolis Hereingabe fand im Fünfmeterraum aber keine Abnehmerin.
In der Folge stand die Abwehr besser. Doch nicht eine Kontermöglichkeit wurde zielstrebig zu Ende gespielt. Mehr als einen Distanzschuss von Cora Zicai (33.) brachten die Gäste nicht zustande. Und so war die Mailänder Führung auch nicht unverdient. Bartoli brach erneut über die rechte Wolfsburger Seite durch. Die Linksverteidigerin schloss diesmal aber selbst ab - und traf genauso wuchtig wie platziert zur 1:0-Führung der Gastgeberinnen ins lange Eck (39.).
Magull hat beim 0:2 die Füße im Spiel
Zu Beginn der zweiten Hälfte sendeten die Niedersächsinnen zumindest mal wieder ein Lebenszeichen. Wieder war es Zicai, doch Keeperin Runarsdottir parierte mit dem Fuß (50.). Weil Zicais Mitspielerinnen nur halbherzig nachsetzten, konnte Inter den Abpraller klären. Und das war es dann auch schon wieder mit dem Wolfsburger Elan.
Inter war in der Folge wieder spielbestimmend, ohne gefährlich zu werden. Doch weil die VfL-Frauen dermaßen passiv agierten, durften sie sich über den zweiten Gegentreffer nicht beschweren: Ausgerechnet die eingewechselte Lina Magull, Ex-Nationalspielerin und ehemalige Wolfsburgerin, versetzte auf dem Flügel Ella Peddemors. Bei ihrer Hereingabe war Camilla Küver nicht auf der Höhe, und Polli jagte den Ball unter die Latte - 2:0 (84.), Verlängerung.
Erst großer Jubel, dann der Schock
Und jetzt erst wachten die Wolfsburgerinnen auf. Kessya Bussy hätte schon fast den Anschlusstreffer erzielt, doch Runarsdottir lenkte den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte (105.). Auch beim Kopfball von Küver war die Isländerin genauso zur Stelle (105.+1) wie beim Abschluss von Peddemors (106.).
Mitte der zweiten Hälfte der Verlängerung musste Inters Bartoli am Oberschenkel behandelt werden. Die Mailänderinnen spielten in Unterzahl - und die "Wölfinnen" bissen endlich zu. Arasniewicz gab den Ball vor dem Tor nicht verloren und spitzelte diesen schließlich an Runarsdottir vorbei über die Linie (111.). Der Jubel war groß, aber es reichte nicht: Milinkovic sorgte mit dem 3:1 (120.+1) fürs Elfmeterschießen. Der Rest war ernüchternd.